FerNiemann

Student (»Gender & Diversity«) an der Hochschule Rhein-Waal | Mitglied der Partei DIE LINKE | Gründer des Flüchtlingsprojektes »MY FIRST STEPS«
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FerNiemann
RE: Nazisympathisant stört Spiel der Nationalelf | 22.06.2014 | 21:00

Hätte es begrüßt, wenn du das, was du auf meinem Beitrag auf meinem privaten Blog bezogen hast, auch dort kommentiert hättest. Nichtsdestotrotz möchte ich klarstellen, dass ich nicht gedenke, mit meinem Boykott die Welt zu verändern. Ich habe nicht die Möglichkeit, zum Beispiel mal eben nach Brasilien zu jetten und dort mit den Menschen auf die Straße zu gehen. Ich versuche einfach, meinen bestmöglichen Beitrag zu leisten und das ist nunmal der Boykott. Da schließe ich auch Adidas, Coca Cola und Co. ein. Es ist sicher kein großer Beitrag, den ich leiste, aber es ist zumindest etwas und ein Anfang.

Mir ist auch klar, dass es kaum noch etwas in z.B. der Textilbranche gibt, das kostengünstig und nicht unter unmenschlichen Verhältnissen hergestellt wird. Als Student habe ich auch kein Geld auf der hohen Kante, mit dem ich Fair-Trade-Klamotten kaufen könnte - eine Hose von "manomama" besitze ich dennoch. Ansonsten versuche ich, so weit möglich auf den Kauf neuer Kleidung zu verzichten. Ich kaufe nur die Dinge, die ich wirklich benötige. Nackt rumlaufen kann ich ja nicht.

Und über geschichtliche Ereignisse musst du mich nicht aufklären. Ich habe an keiner Stelle den damaligen Kommunismus erwähnt oder gar verharmlost.

Übrigens heißt der Fakt, dass ich das Ergebnis weiß, nicht, dass ich die WM nicht richtig boykottiere. Mir wäre es auch lieber, ich wüsste kein einziges Ergebnis, aber man wird doch nirgends wirklich verschont: Beim Einkaufen siehste die Ergebnisse auf den Titelseiten der Zeitungen, in den sozialen Netzwerken wird gepostet was das Zeug hält. Würde ich wirklich gar nichts mitbekommen wollen, müsste ich mir die Decke über'n Kopf ziehen und dürfte das Bett die nächsten Wochen nicht verlassen.