Hartz IV: Der BdSt belügt die Öffentlichkeit

-Medien folgen einer Lüge Die Schlagzeilen des Bundes der Steuerzahler soll die öffentliche Meinung manipulieren. Die Aussage das Berufstätige so wenig haben wie Leistungsempfänger, ist falsch!
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Der Bund der deutschen Steuerzahler macht mit gravierend falschen Aussagen in der Öffentlichkeit - in unverantwortlicher Art und Weise, gegen Leistungsbezieher Stimmung!

Unerträglich Dumm, oder bewusste Manipulation?

Die Schlagzeilen des Steuerzahlerbundes, dass Erwerbstätige weniger hätten als "Hartz IV -Bezieher", lassen einen den Atem stocken.

Nun ist hinlänglich bekannt, dass der Steuerzahlerbund gerne gegen Hartz IV - Empfänger wettert, aber die aktuellen Schlagzeilen sind nicht nur unverschämt, sondern auch "gesellschaftlich unverantwortlich"!

Die Behauptungen des Steuerzahlerbundes sind eine riesige mediale Lüge!

In ARD und anderen Medien schreibt er: https://www.focus.de/finanzen/news/hartz-iv-debatte-steuerzahlerbund-mahnt-an-hartz-iv-bringt-oft-mehr-geld-als-ein-job_id_8634586.html

Fakt ist:

Berufstätige mit Kinder haben einen zusätzlichen Anspruch auf: Wohngeld, Kinderwohngeld, Kindergeldzuschlag und Kindergeld! Hinzu kommen die monatlichen Steuerfreibeträge und der Lohnsteuerjahresausgleich, abhängig von der Lohnsteuerklasse.

Diese Tatsachen verschweigt der BdSt und lässt unerwähnt, das Hartz IV - Empfängern diese Leistungen, sofern ein Anspruch überhaupt besteht, zu 100% angerechnet werden! Arbeitnehmer aber erhalten diese Leistungen zusätzlich!

Für den Berufstätigen bedeutet das:

Zu dem Gehalt kommen weitere Leistungen hinzu, sofern man diese beantragt. Besteht ein Wohngeldanspruch, besteht auch hier im übrigen ein Anspruch auf Bildung und Teilhabe.

Und somit liegt das Gesamteinkommen selbstverständlich weit über dem Regelsatz einer Hartz IV - Familie!

Selbsterfahrung:

Während das ALG II - Bezuges standen mir ca. 1850 Euro (inklusive angerechnetes KG) für Miete und alle Fixkosten zur Verfügung!

Nach Abzug aller Fixkosten, hatte ich noch ca. 750 - 800 Euro für mich und meine Kinder zum Leben!

Nach Aufnahme einer Tätigkeit von 30 Wochenstunden standen mir als alleinerziehender Vater, mit Wohngeld und Kindergeldzuschlag sowie Freibeträge 2500 Euro zur Verfügung.

Nach Abzug aller Fixkosten standen mir nun etwa 1500 Euro zur Verfügung und ich hatte auch hier noch den Anspruch auf Bildung und Teilhabe - Leistungen, sowie einen Anspruch auf den Stadtpass, welcher Vergünstigungen gewährt.

Ich hatte also bei einer Kinderfreundlichen 30 Wochenstundenarbeitszeit gut 700 Euro netto jeden Monat mehr!

Das bedeutet: Für jeden Hartz IV - Empfänger lohnt sich das Arbeiten mehr, als zu Hause zu sitzen!

Es ist beschämend, dass der Bund der deutschen Steuerzahler dem Politiker Jens Spahn und Freunde, in den Hintern kriecht und Arbeitnehmer gegen Hartz IV - Bezieher auszuspielt!

Noch erschreckender ist aber, das Zahlen genannt werden, die bereits mit der wahrscheinlichen Steuerklasse II + ? bei der im Fallbeispiel genannten Familie, überhaupt nicht übereinstimmen können.

Diese Strategie soll von den Hauptroblemen des Hartz IV - Regimes ablenken und der Bevölkerung suggerieren, dass es den Hartz IV - Betroffenen gut geht!

An den Bund der Steuerzahler und an Herr Spahn sei gesagt:

Wir, die Betroffenen des Hartz IV Regimes und die Arbeitnehmer, sind nicht mehr so blöd wie ihr es gerne hättet! "Verarscht andere",...aber nicht uns!

Perry Feth

19:55 19.03.2018
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FHP: Freie Hartz IV Presse

Perry Feth: SGB II - Aktivist u.Publizist: Als Eltern, müssen wir gegen jede Art von Unrecht in der Hartz IV- Gesetzgebung, Widerstand leisten!
FHP: Freie Hartz IV Presse

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