Hartz IV: Leibnitz-Institut blamiert sich -

bei Einschulungskosten! Man sollte glauben, dass Wissenschaftler rechnen können, aber dem ist wohl nicht so!
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Einschulungsbeihilfe ist völlig unzureichend!
Vorwort:
Unqualifizierte Kommentare zum Leitartikel und grundlegende Fehler des Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)
Artikel von finanz.yahoo.com: Falsche Zahlen des Leibnitz - Institutes
1) Die rassistischen und dummen Äußerungen zu diesem Artikel im Tenor - "Flüchtlinge bekommen alles" - sind völlig am Thema vorbei und grundlegend falsch.
2) Allein schon vom Gesetzgeber festgelegt - können Kinder mit ausländischen Wurzeln garnicht mehr erhalten, weil die Regelsätze im Kontext von BuT bei jedem gleich sind.
3) Leistungen nach dem Asybewerberleistungsgesetz sind regelmäßig geringer als Leistungen nach dem SGB II. Allein deshalb bekommen Flüchtlinge grundsätzlich weniger als SGB II - Berechtigte.
Die Berechnungen im Artikel des Leipniz - Institut sind nicht korrekt, weil eben nicht vollständig. Diese Fehler kann man / muss man schon als grob "fahrlässig" beschreiben!
1) Zum Sport: Zwar wurde der Sportbeutel selbst mit einberechnet aber nicht sein Inhalt. Grundlegender Standard aller Schulen, ist nämlich die vollständige Ausstattung für Hallen und Freiluftsport.
Das heißt: Eltern müssen min. 1 x kurze Sportkleidung mit Hallenschuhe (abriebfeste helle Sohlen) und min. 1 Trainingsanzug mit festen - für Außenanlagen geeignete 2tes Paar Sportschuhe anschaffen. Das ist ein Kostenfaktor von mind. 100 Euro zusätzlich.
2) Zum Einschulungstag: Hier wurde der Kostenfaktor einer Einschulungsfeier völlig außen vor gelassen.
Denklogisch ist für jedes Kind der Einschulungstag - ein für das weitere Leben - sehr prägender Tag. Das bedingt zwangsläufig eine Einschulungsfeier, die unterschiedlich gestaltet werden kann. Einige gehen in ein gutes Restaurant, andere feiern zu Hause und wieder andere gehen zu "Burgerking oder MC - Donald" oder auch in einen Spiel - und Freizeitpark. Selbst wenn man dann also nur im engsten Freundes - und Familienkreis feiert, ist auch hier nochmals ein Kostenfaktor von rund mind. 150 - 200 Euro zu berücksichtigen. Diese Summe beruht auf der Grundlage von eigenen - etwa 10fachen Erfahrungen.
3) Kosten Schulbücher / Arbeitshefte: Es gibt 2 Möglichkeiten der Schulbuchausstattung. Die eine wäre Leihbücher / Hefte - welche es kostenlos - aber häufig in sehr schlechten Zustand gibt und wer will das seinem Kind am 1sten Schultag antun? Wohl die wenigsten und diejenigen sind dann eben auch wegen der zugeringen staatlichen Unterstützung, dazu gezwungen.
Die 2te Option wäre die Neuanschaffung auf eigene Kosten. Der durchschnittliche Kostenfaktor bei der Neuanschaffung von Schulbücher /Hefte (Selbstkauf) liegt im bundesweiten Durchschnitt bei etwa 150 Euro. Es gibt in diesem Kontext bereits gültige Gerichtsurteile, welche die Jobcenter zur Übernahme aller Fixkosten verurteilten.
Im Ergebnis muss man also feststellen:
Die tatsächlichen Gesamtkosten einer Ersteinschulung belaufen sich auf etwa (unter Berücksichtigung aller Einsparungspotenziale) 600 Euro und das ist das doppelte von dem - was das Leibnitz - Institut errechnete.
Deshalb liebe "Wissenschaftler" - gibt es für eure
Berechnungen - die Note 6 - setzen und nochmal prüfen!
MfG
Perry Feth
Mitglied des Vorstandes der Leipziger Erwerbsloseninitiative
10:42 11.09.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

FHP: Freie Hartz IV Presse

Perry Feth: SGB II - Aktivist u.Publizist: Als Eltern, müssen wir gegen jede Art von Unrecht in der Hartz IV- Gesetzgebung, Widerstand leisten!
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