FHP: Freie Hartz IV Presse
04.08.2015 | 21:51 3

Sanktionshungern für alle Hartz IV Empfänger

Hartzer stirbt öffentlich Deutschland muss nun einen Hartz IV Aktivisten öffentlich "Hinrichten" und "Farbe" bekennen!

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied FHP: Freie Hartz IV Presse

Sanktionshungern vor dem Berliner Adlon

“Bin bereit mich zu Tode zu hungern.”

Deutschland richtet einen Hartz IV Empfänger öffentlich hin, indem Sanktionen nicht ausgesetzt werden, trotz Verfassungswidrigkeit! Seit 33 Tagen befindet sich der Grundeinkommens-Aktivist und Hartz IV-Kritiker Ralph Boes im Sanktionshungern. RT Deutsch-Reporter Nicolaj Gericke besuchte Boes während seines Protestes vor dem Hotel Adlon am Pariser Platz in Berlin.


Boes ist aufgrund der aus seiner Sicht menschenrechtswidrigen Bedingungen der deutschen Sozialgesetzgebung bereit sich zu Tode zu hungern.

Sowohl Inge Hannemann als auch Ralph Boes sind Persönlichketen, welche auf unterschiedliche Art und Weise das Thema: Hartz-Sanktionen, SGB II und seine Folgeerscheinungen in jeweils legitimer Art und Weise angehen und bekämpfen.
Die unterschiedlichen Charakteren und Rechtspositionen bedingen zwangsläufig verschiedene Handlungsoptionen, welche sich nicht unbedingt widersprechen.

Es wäre unklug beide Seiten in ihren Aktionen zu begrenzen zB: In der Form, das man sie gegeneinander ausspielt.
Beide Seiten vertreten mit ihren Möglichkeiten ein und die selbe Position, nämlich das "Hartz IV";

Menschenrechtswidrig und nicht Verfassungskonform auslegbar ist. Deshalb sollte in jeden Fall das Ziel;
- Abschaffung der Hartz IV Sanktionen und seine Folgeerscheinungen
wie:
- Lohndumping, Arbeitszwang, Wohnungsverlust, Hunger, Krankheit, Armut usw. stehts im Fokus aller Aktionen bleiben!

Beide Persönlichkeiten gewährleisten mit ihrer Vorgehensweise diesen Anspruch mit unterschiedlichen Methoden und den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, im Interesse aller Betroffenen!
Gerade deshalb ist die aktive und politische Unterstützung beider Aktivisten zwingend erforderlich.

Ralph Boes wünschen wir in diesem Zusammenhang noch viel Kraft und Energie

https://www.youtube.com/watch?v=fi2sF7C-9ns#t=514

@FHP

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (3)

Wellenschlag 05.08.2015 | 10:00

"Hartzer stirbt öffentlich Deutschland muss nun einen Hartz IV Aktivisten öffentlich "Hinrichten" und "Farbe" bekennen!"

Überspitzung als Aufmacher? Das wievielte "Hungern" ist das nun von Ralph Boes?

Boes und Hannemann haben ein Ziel: Die Auswirkungen durch Hartz IV öffentlich zu machen und doch unterscheiden sie sich wesentlich:

Boes bezieht seine Kritik auf die Sanktionen und im Kreise der Arbeitslosen. Seine Botschaft kommt nicht bei denen an, die sich damit aufgrund ihres Amtes politisch befassen, noch bei den Medien, noch bei der Mittelschicht und noch weniger bei den Verantwortlichen und Unterstützern des Systems (Verbände, Gewerkschaften, Lobbyisten, Vereine). Vielleicht mag es an seinem Status liegen, dass er seit vielen Jahren arbeitslos ist und sich das legitime Mittel zur Hilfe nimmt: Recht auf Faulheit. Sein "Hungern" ist provoziert und klammert leider diejenigen aus, die durch die Willkür der Jobcenter tatsächlich zum Hungern genötigt sind. Vielleicht mag er diese ansprechen, aber diejenigen haben andere Probleme als sich mit einem Boes zu befassen.

Frau Hannemann hat von Beginn an einen anderen Status, da sie durch ihre Erwerbstätigkeit, Ex-Mitarbeiterin aus dem Inneren und nun politisches Amt, ohne Stigmatisierung agieren kann. Ihre Zielgruppe ist und war von Anfang, neben den Arbeitslosen eine ganz andere: Mittelschicht, Vorstände, Politik, Medien. Ihr Standing ist ein ganz anderes, da sie auch medial, auf ihrem Blog und in der Öffentlichkeit ganz anders auftritt. Neben Aufklärung und Whistleblowing aus dem Inneren sucht sie die Kommunikation mit den Herrschenden und den Strippenziehern und erhält sie.

Unterschätzen darf man nicht die Außenwirkung, die sich bei Boes im Dunstkreis der Arbeitslosen befindet und von denen unterstützt wird, die einen oftmals generellen Hass auf die Jobcenter und deren Mitarbeiter vertreten. Dieses Phänomen findet sich nicht nur bei Boes, sondern vielfach auch in anderen Arbeitslosenszenen und Gruppen. Gerade auf Facebook. Es ist eine geschlossene Community in sich und die mit Sicherheit kein wirkliches gutes, souveränes Bild abgibt.

Man mag die Wut und die Hilflosigkeit derer verstehen. Aber führt das zum Ziel? Führt dieses in die Kommunikation? Es scheint nicht so. Boes wird gemieden und ist medial tot. Stattdessen wird diese in Ansetzen vertretene Radikalität (auch wenn sie berechtigt ist und erscheint) Tür und Toren für alle Strömungen geöffnet. Querfrontler, Links von rechten und verschwörungstheoretischen Quellen geben diesen Strömungen ihren Platz. Eine Haltung, dass es kein rechts oder links gibt und das Motto, sie haben das selbe Ziel, führen in die falsche Richtung und grenzen damit gleichzeitig den Kampf gegen Hartz IV aus. Dieses besagt nicht, dass Boes in diese Richtung gestellt werden darf. Allerdings könnte diese Offenheit in die Unglaubwürdigkeit führen und damit der Arbeitslosenszene den Stempel aufdrücken, dass diese so ausgerichtet ist. Nicht jeder hat die Lust und Zeit sich mit den einzelnen Initiativen zu befassen, die eh kaum bekannt sind. Boes hat hier eine "Vorbildfunktion", die er für die Szene stückweise in das falsche Licht rückt und für sich beansprucht.

Manchmal ist weniger mehr.

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Ehemaliger Nutzer 05.09.2015 | 19:50

Ich versteh´ immer noch nicht, warum die Fallmanagerin oder der Fallmanager von Ralph Boes überhaupt noch frei herumläuft. Einnicht unterschriebener Lebensmittelgutscheinnach fast 2 1/2 Jahren Vollsanktion und aufgebrauchten Spendengeldern stellt meiner Ansicht nach ein Straftatbestand nach §323c dar, denn nicht unterschriebene Lebensmittelgutscheine können im Supermarkt an der Kasse nämlich nicht eingelöst werden, von wegen „letzte Grundversorgung“.

Auch, wenn mittlerweile durch einen unterschriebenen Lebensmittelgutschein für einen neuen Bewilligungsabschnitt Abhilfe geleistet worden sein soll, kann die Fallmanagerin oder der Fallmanager zumindestens für den letzten Bewilligungsabschnitt in Gestalt des nicht unterschriebenen Lebensmittelgutscheins in das Gefängnis gehen. Denn laut der Internetseite des Bundesministerium für Justiz gibt es den Paragraphen noch (Screenshot).

Strafgesetzbuch StGB
§ 323c Unterlassene Hilfeleistung

Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Quelle :http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__323c.html

Die Strafe für nicht vom Jobcenter unterschriebene Lebensmittelgutscheine steht im Strafgesetzbuch

https://aufgewachter.wordpress.com/2015/09/02/die-strafe-fuer-nicht-vom-jobcenter-unterschriebene-lebensmittelgutscheine-steht-im-strafgesetzbuch/