fiance

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RE: Bienenschwärmerei | 28.07.2011 | 18:37

Apis mellifera ist natürlich gemeint.

RE: Bienenschwärmerei | 28.07.2011 | 18:36

Lieber Herr Leusch,

danke nochmal für die ausführlichere Darstellung. Es bleibt bei meiner ursprünglichen Aussage: Bienensterben = Menschheitssterben ist unsinn!

Die Biene (wobei hier im Volksmund wohl zumeist Apis mellifica gemeint ist) ist zwar eine wichtige bestäubende Art, und eine die uns ein wertvolles, gesundes Produkt liefert noch dazu, dennoch ist sie nicht unersetzlich oder existenziell für die Menschheit. Lediglich über die Konsequenzen und damit einhergehenden wirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Kosten sollte man sich bewusst sein.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin Student der Umweltwissenschaftler und möchte sicherlich keine Aussage dergleichen "Ach die paar sterbenden Bienchen was solls?!" tätigen. Im Gegenteil. Dennoch sollte man, wenn man sich beispielsweise für Naturschutz oder in diesem Fall den Schutz der Bienen (auch in Form von städtischer Imkerei) stark macht, keine falschen Annahmen zugrunde legen, weil man sich damit nur selbst delegitimiert.

RE: Bienenschwärmerei | 27.07.2011 | 13:28

Hallo lisaschwert!

Ich finde den Artikel auch sehr interessant und die Idee des urban beeings hat sicherlich (auch von "hipsters" ausgeführt) seinen Beitrag für die Artenvielfalt innerstädtisch.

Dennoch: Der Satz den Einstein da geprägt hat, und der als geflügeltes Wort immer wieder auftaucht ist ein Trugschluss. Die Menschheit würde auch ohne Bienen überleben. Zum einen sind es nicht nur Bienen, die als Bestäuber fungieren, zum anderen ist es nur ein kleiner Teil der Pflanzen der auf Bestäuber angewiesen ist. Der Großteil aller hier heimischen Pflanzen (und auch der Kulturpflanzen die wir konsumieren) kann auf Bestäuber verzichten und ersetzt diese durch Windbestäubung oder Selbstbestäubung. Zwar lassen sich dabei Ernteeinbußen und weitere Mängel, wie das Fehlen wichtiger Vitamine und Nährstoffe, feststellen.. doch es bleibt dabei Bienen SIND ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität und einmalige Bestäuber.. dennoch ist es falsch zu behaupten die Menschheit würde ohne sie nicht überleben.

Dazu: www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0021363

RE: Dichtergruppe in der Freitag Community | 25.01.2011 | 00:28

Was ist bloß los mit Euch, ihr müden Geister?!
Leg Euch nicht schlafen, Augen auf und nicht verkleistern!
Denn DIE DA OBEN werden immer dreister..
Bleibt hellwach und werdet wieder eure eignen Meister!

Die Herde schläft und übt sich im Schafe zählen..
während der böse Wolf heimlich kann die Lämmlein quälen!
Aufgepasst, auf auf! Die Glieder regen!
Nur Wachsamkeit bedeutet Segen!

RE: Stimmen Sie ab! | 24.01.2011 | 18:11

Mit Freude zur Kenntnis genommen =)

Bedanke mich ganz herzlich bei der Los-Fee und werde die drei Monate Abo genießen, da wird auch der Rest vom Jahr nicht so teuer.

Glückwunsch auch an alle anderen Glücklichen!

RE: Stimmen Sie ab! | 06.01.2011 | 19:28

26/52 - Schöne Bescherung (weil 700Mio L Öl im Gölf von Mexiko ein schrecklich schönes Bild geben und mich Titel + Community Kommentar an die vergangene Weihnachtszeit errinnern)

48/52 Wo die Angst lauert (weil die mitgenommene Kaffeetasse im Nacktscanner sympathisch ist)

49/52 Ein schmaler Grat (toller Community Kommentar und CO² Ghostbusters - genial)

RE: Freitag-Adventskalender: 12. Dezember + Gewinnspiel | 12.12.2010 | 18:37

Die Kunst des Romans liegt in den kleinen Erinnerungen von Tausend Trotteln

RE: Wie sich die Welt vernetzt | 08.12.2010 | 19:39

Über die Geschäfte von Herrn Sarkozy, Areva etc, bin ich leider fast gar nicht informiert.

Meine Einschätzung ist vor allem von, dem leider kürzlich verstorbenen Dr. Hermann Scheer geprägt, der zumindest als Speerspitze der Desertec-Kritiker in Deutschland von mir am lautesten vernommen wurde. Ebenso kann ich Ihnen den Dokumenationsfilm "Die 4te Revolution" sehr ans Herz legen, der veranschaulicht, welches Potenzial in der Entwicklung dezentraler Erneuerbarer liegt.

Was die Bayern und Windkraft angeht, kann ich ihren Pessimismus (oder Realismus?) durchaus verstehen. Meines Wissens nach liegt das Potenzial im alternativen Energiebereich im Süden Deutschlands (gerade in den Alpenregionen) vor allem bei Kraftwärmekopplung, Erdwärme, aber auch Wasserkraftwerken die über das Anheben und Absenken des Wasserpegels Energie "speichern" und "freisetzen", und weniger in der Windernergieerzeugung. Prinzipiell ist natürlich ein Energiemix zu bevorzugen, je nach Standort die jeweils Energieeffizienteste Lösung eben.

Ähnlich sieht das übrigens auch Desertec:
de.academic.ru/pictures/dewiki/68/DESERTEC-Map_large.jpg

Was die Bekämpfung oder Kontrolle von Oligopolen angeht, bin ich dennoch anderer Meinung. Wer die fossilen Brennstoffe kritisiert und sich für die Erneuerbaren stark macht, darf nicht nur die Problematik des Klima-/Umweltschutzes zugrunde legen. Es geht dabei um mehr. Eine nachhaltige Entwicklung im wissenschaftlichen Sinne berücksichtigt eben über die Säule der Ökologie hinaus noch die Säulen Soziales, Kultur und eben Ökonomie. Wir sollten nicht nur sauberen, sondern auch sozioökonomisch gerechteren Strom produzieren in Zukunft. Energieautonomie drängt sich beinahe schon als Menschenrecht auf, denn ohne Energie geht nichts. Somit sollte der Zugang zu Energie, zumal bei 100% Erneuerbaren und einiger Zeit der Ammortisierung beinahe kostenlose Energie, für jeden bestehen.

mfg ihr fiance

RE: Wie sich die Welt vernetzt | 08.12.2010 | 18:43

Desertec umfasst weit mehr als die von Ihnen beschriebene Installation von Solarkraftanlagen in den Wüsten Nordafrikas und des mittleren Ostens. Vielmehr geht es darum, die jeweilig Standortbedingten Potentiale von alternativen Energien zu nutzen, und in einem Stromnetz zu vereinen. So sollen beispielsweise Megawindkraft und Gezeitenkraftwerke von den Nordeuropäischen bis runter zu den Nordafrikanischen Küsten, Erdwärme- und Biomasseanlagen im EU-Binnenland und eben Solarthermieanlagen in den Wüsten Nordafrikas, für eine permanente Stromversorgung der beteiligten Länder aus alternativen Energien verbunden werden. Das Megasolarkraftwerk in der Wüste ist hingegen dessen lediglich das Vorzeigebeispiel, um zu verdeutlichen, dass eine verschwindend geringe Fläche, vollgestelt mit Solarthermieanlagen, ausreichen würde um ganz Europa zu versorgen.

Die eigentliche Problematik an dem Großprojekt Desertec ist, entgegen ihrer Einschätzung, die Problematik der zentralistischen Oligopolsteuerung durch die von Ihnen genannten Energiekonzerne und Industrien, die sich finanziell am Projekt beteiligen.

Dabei könnte die große Chance der erneuerbaren Energien gerade darin bestehen, Autonomie und Dezentralität herzustellen. Desertec würde diese Entwicklung zunichte machen.

RE: Superwahltag | 11.05.2010 | 21:16

Ich habe es in einem anderen Artikel schonmal, ein bisschen satirisch, angedeutet:

Man könnte die realen Sitze im Parlament doch der Wahlbeteiligung anpassen. 60% Wahlbeteiligung, nun dann werden eben auch nur 60% der Plätze besetzt. Ich glaube die Politiker würden sich dann schon mehr ins Zeug legen die Wahlbeteiligung zu heben.

Überhaupt, ich finde es begrifflich falsch hier von "Politikverdrossenheit" (häufig, nicht hier aber anderswo, noch in Bezug zu der Jugend genannt) zu benutzen. Die Menschen in Deutschland sind nicht Politik,- sondern Parteiverdrossen, und zwar kombiniert mit einer gewissen Scheu für unetablierte Parteien. Die Medien leisten auch ihren Beitrag dazu.
Mehr partizipative Momente, auch auf Bundesebene, würden sicher auch gutes leisten. Vom Wahlauftrag her, sollte man es dann eben eher halten wie bei einer Petition, als strikte Anweisung an den Bundestag der Beratung, samt berücksichtigung des Wählervotums, der jeweiligen Sachfragen. Und wer jetzt mit dem Minarettverbot kommt, soll sich erstens mal anschauen was die rechten Parteien mit ihrem Populismus in dieser Richtung erreichen, und sei zweitens darauf hingewiesen, dass das Verfassungsgericht damit ja nicht seine Aufgabe verlieren müsste.

Die Idee eines Superwahltages überzeugt schon, reicht alleine jedoch nicht aus.