filliou

Uli Hake lives in Barcelona. He has a deep interest in observing and analyzing Identity politics.
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filliou
RE: 2014: Die Anderen | 14.08.2018 | 17:48

Immer schlecht, wenn Anhänger und Mitglieder einer Partei für diese Artikel schreiben. Podemos ist keine Volkspartei und wird keine Volkspartei werden. Der rührige Dialog im Arbeiterviertel Barcelonas ein Schmalz ohnegleichen. Nein, Podemos wird von Arbeitern gerade nicht gewählt, die wählen heute und schon gestern Ciudadanos, eine der AfD vergleichbare Partei. Podemos ist im linken Bildungsbürgertum und im Alternativmillieu stark und genau wie die Grünen in Deutschland eine Schmonzettenpartei.

RE: Macron und Merkel bei Trump | 27.04.2018 | 02:35

Und um's exakt zu halten: Leibowitz hat auf Grund der Entrüstung, den ausgelobten Staatspreis ausgeschlagen...

RE: Macron und Merkel bei Trump | 27.04.2018 | 02:14

Als Humanist kann man nur eine Ein-Staaten-Lösung verteidigen. Als Realist darf man eine Zwei-Staaten-Lösung wünschen, aber nur als Zwischenlösung. Alles andere hiesse das es bessere und schlechtere Menschen gibt, Auserwählte und Nicht-Auserwählte.

RE: Macron und Merkel bei Trump | 27.04.2018 | 02:07

Anstatt einem besonderem Verhältnis wäre vielleicht ein normales Verhältnis im Sinne von Hannah Arendt angebracht: "Ich hab noch nie ein Volk geliebt, warum soll ich jetzt die Juden lieben." Schlomo Sand hat sehr detailliert beschrieben, wer, zumindest auch, jüdischer Abstammung sind: die Palistinänser, die einfach die Religion gewechselt haben, sich vor Ort an die wechselnden Machtverhältnisse angepasst haben, inklusive der Grabpflege ihrer Vorfahren, ihrer Vorfahren jüdischen Glaubens. Gilad Atzmon, ein "proud self-hating jew" hat ein interessantes Konzept in die Debatte eingeführt: das Pre-Traumatic-Stress-Syndrom, auf diesem basiert die Politik Israels. Israel tut alles, um seine eigene Vernichtung zu rechtfertigen. Kein gutes Momentum. Yeshayahu Leibowitz hat den Terminus der "Judeo-Nazis" geprägt: "Millionen von Menschen ihrer Rechte zu berauben, ist keine Frage, sondern eine Realität." "Das ist ein nazi-ähnliche Mentalität." Leibowitz ist Staatspreisträger Israels.

Ist das Besondere so nicht auch Einladung zur Ausnutzung der Schuld? Das wäre grauenvoll, weil es erlaubte Kontinuität.

RE: Im Tode unversöhnt | 25.04.2018 | 14:19

Vielen Dank an dFreitag und an die Autorin des Artikels. Ich hatte vor ein paar Jahren einer anderen deutschen Zeitung vorgeschlagen, dass es zu unseren europäischen Nachbarn konzentrierter und auch konstanter Einblicke in gesellschaftliche Prozesse geben muss. Wie und was wir in Europa harmonisieren, wird erst durch Artikel wie diesen ein wenig greifbarer. Kritischer könnte man sicherlich die Rolle der spanischen Sozialdemokratie beleuchten, aber es ist richtig, dass, sehr spät, eine sozialdemokratische Regierung sich überhaupt wagte, ein halbgares Gesetz zu verabschieden.

@RichardZietz: Das Problem ist nicht Erinnerungsgeschichte sondern Verherrlichung und Rechtfertigung und zeitgenössischer Umgang mit der eigenen Geschichte. Wie dies geschieht, erschliesst Lesern, warum sowohl Sozialdemokraten wie auch die rechtskonservative bis rechtsradikale PP einschliesslich Ciudadanos unfähig zu Dialog sind. Trotz ETA's Kapitulation wird es nicht einmal minimalste Zugeständnisse geben, wie die Gefängnisverwahrung näher am oder im Baskenland. Väter, Mütter, Geschwister und Kinder sind ebenso und weiterhin zu bestrafen. Francos Vorstellung wie Aussöhnung und Versöhnung zu gestalten sind, ist auch, - das ist das vielleicht Traurigste -, durchaus sozialdemokratisch anschlussfähig. Der einzige Unterschied, die machen Eiertanz, ans Eingemachte der Problematik haben sie sich nie getraut.

Insofern haben Sie vielleicht sogar Recht, das "ungeschönte" Zutagetretten, dass dies eben nicht "nur" Geschichte sondern Gegenwart ist, hat durchaus etwas für sich, es stimmt nachdenklich und das sollen Gedenkstätten ja auch leisten, hat allerdings in dieser Form einen recht zynischen Beigeschmack. Buchenwald und Mauthausen dienen nicht der Verherrlichung des Faschismus, ganz im Gegensatz zu Spanien. Dort ist die Verherrlichung des Faschismus steuerlich absetzbar und "spiritueller Rückzugsort" wie's der Artikel in seiner Schlusspointe gut herausstellt.

RE: Die Fabel von der weltoffenen Demokratie | 22.04.2018 | 03:20

Und sorry, die etwas übersteigerten Antworten meinerseits sind nicht notwendig, allzu polemisch... hätte ich in der Sache freundlicher formulieren sollen...

RE: Die Fabel von der weltoffenen Demokratie | 22.04.2018 | 01:26

Zum Rest: Sie haben gerade den Hosenboden ihrer Mutter auf der Herdplatte verbrannt. That's it.

RE: Die Fabel von der weltoffenen Demokratie | 22.04.2018 | 01:24

Zur Korruption der regionalen Volksparteien, das steht schon im Artikel, ein wenig besser lesen hilft.

RE: Die Fabel von der weltoffenen Demokratie | 22.04.2018 | 00:54

Und machen Sie doch mal ehrlich, abseits von jurisischem Hokuspokus: Wer die Macht hat darf killen?