David Cronenberg über seine Filmkarriere: „Das Kino hat mich gekidnappt“

Interview In seinem Film „Crimes of the Future“ lotet der kanadische Regisseur David Cronenberg wieder die Grenzen zwischen Körper und Technik aus
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 45/2022
„Ich bin selbst ein bionisches Wesen“: David Cronenberg trotzt dem Scheinwerferlicht von Cannes an der Seite von Léa Seydoux
„Ich bin selbst ein bionisches Wesen“: David Cronenberg trotzt dem Scheinwerferlicht von Cannes an der Seite von Léa Seydoux

Foto: Pascal Le Segretain/Getty Image

Nach acht Jahren Kinopause kehrt Regisseur David Cronenberg mit dem dystopischen Film Crimes of the Future um einen mutierenden Künstler zu seinen Wurzeln und dem Körperhorror seiner früheren Filme zurück. In einer nicht näher definierten Zukunft hat die Menschheit durch medizinischen und technologischen Fortschritt Krankheit und Schmerz überwunden. Der Performancekünstler Saul Tenser (Viggo Mortensen) und seine Partnerin Caprice (Léa Seydoux) sind Teil einer illegalen Subkultur, die sich lustvoll körperlichen Modifikationen und aufsehenerregenden Amputationen widmet. Vor Publikum lässt sich Tenser nachwachsende Organe von Caprice herausoperieren und von den Fans bestaunen. Ein radikaler, komplexer Film, der sich mittels tiefschwarzer Ironi

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