„Für ein Holzhaus würde ich nie Holz nehmen“

Film-Requisiten Der Berliner Simon Weisse baut Modelle für Wes Anderson. Ein Gespräch über Acryl, Farbe und Magie – von „The Grand Budapest Hotel“ bis zu „The French Dispatch“
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 43/2021

Mit der Realität haben die Filme von Wes Anderson nie viel am Hut. Sie sind, ob The Royal Tenenbaums, Die Tiefseetaucher oder Darjeeling Limited, in so ausgestellt artifiziell, dass man sich unwillkürlich fragt, was „echt“ ist und was gebaut. Daran hat auch der Berliner Simon Weisse einen großen Anteil im Kleinen: Seit The Grand Budapest Hotel baut er mit seinem Team die Miniaturmodelle für Andersons Wunderwelten. So auch im neuen Film The French Dispatch über eine imaginäres US-Magazin Mitte des 20. Jahrhunderts im fiktiven französischen Städtchen Ennui-sur-Blasé.

der Freitag: Herr Weisse, gedreht wurde „The French Dispatch“ in Angoulême. Was davon ist in Ihrem Atelier in Berlin-Neukölln entstanden?

Simon Weisse: