Flagman

"In der Ukraine haben wir jede halbe Stunde einen Joint gebaut, von dem ungeübte nach ein paar Zügen das Bewußtsein verloren haben, das Gras haben wir nicht in Schächtelchen aufbewahrt, sondern in Bananenkisten."
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RE: Angriffe auf russische Einrichtungen in Kiew | 23.02.2018 | 13:32

Es bleibt dabei: Der Westen im Allgemeinen und die EU im besonderen hat den Menschen in der Ukraine im Jahr 2014 Dinge versprochen die nicht realistisch bzw. gar nicht haltbar waren. Unter dem Strich hat sich im Land in den letzten vier Jahren nicht viel zum besseren verändert. Die Oligarchen die vor dem Euromaidan entscheidenden Einfluss auf die ukrainische Politik hatten, die haben auch heute noch entscheidenden Einfluss.

Die sogenannte "Westorientierung" hat dem Land nicht viel eingebracht.

RE: Angriffe auf russische Einrichtungen in Kiew | 21.02.2018 | 18:40

Wer interessiert sich denn heute in Deutschland noch für die Situation in der Ukraine? Das Thema ist weitgehend abgehakt. Die Verurteilung des russischen Eingreifens auf der Krim und im Donbass in den deutschen Medien hat mittlerweile eher den Charakter einer Pflichtübung.

Auch wenn das Handeln der Regierung in Kiew in deutschen Medien selten direkt kritisiert wird, klingt in den einschlägigen Artikeln doch oft eine Enttäuschung über den "schleppenden Fortgang der Reformen in der Ukraine" mit. Und sonst?

Sonst kommt nichts...und es wird auf längere Zeit auch nichts mehr kommen. Wenn man überlegt, wie viele "Ukraine-Experten" und "Ukraine-Versteher" es unter den deutschen Journalisten noch vor drei bis vier Jahren gab, so ist dies doch sehr auffallend.

Der einzige Umstand, der für die Menschen in der Ukraine als konkreter Erfolg verbucht werden kann, ist die Aufhebung der Visa-Pflicht für den Schengen-Raum. Abgesehen hiervon ist mittlerweile klar, dass die EU der Ukraine 2013/2014 übertriebene Hoffnungen gemacht hat. Eine EU-Mitgliedschaft ist heute und auf absehbare Zeit kein Thema, die Korruption ist nach wie vor allgegenwärtig im Land, von der galoppierenden Inflation mal gar nicht zu reden.

RE: Trump stürzen mit Hilfe der ARD? | 24.01.2017 | 14:28

Skurril wäre nun, wenn Mr. Trump tatsächlich gewisse Erfolge mit seiner Politik erzielen würde. Dann hätte nämlich die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien mal wieder komplett falsch gelegen...und dann hätten die Populisten von rechts auch wieder einen Grund mehr von der "Lügenpresse" zu schwadronieren. Man hat den Eindruck, dass unsere Medien längst selber die Kanonen laden die dann auf sie feuern.

Von der Situation in der Ukraine spricht übrigens in Deutschland so gut wie niemand mehr und der visafreie Reiseverkehr für ukrainische Staatsbürger ist immer noch nicht umgesetzt. Wäre die EU ehrlich, dann würde sie sagen, dass sie die Ukraine auf absehbare Zeit einfach nicht brauchen kann.

RE: Mein erstes Mal | 05.01.2017 | 12:59

Beim lesen des Artikels musste ich an die Geschenke und Einladungen von Pharmaunternehmen denken die für Ärzte üblich sind. Viele Ärzte nehmen sie gerne an- und Witze über diese "selbstlosen" Geschenke sind unter Medizinern nicht unüblich. Ich habe aber noch keinen Arzt getroffen, der seine Unabhängigkeit durch diese Geschenke beeinträchtigt sah.

Nun gibt es stets eine Selbst- und eine Fremdwahrnehmung. Die ganze "Lügenpresse" Diskussion hat aber nur sehr wenig mit solchen bezahlten Auslandsreisen von Journalisten zu tun- sondern eher mit der vermuteten System- und Regierungsnähe von Journalisten.

RE: Sehnsucht nach Ohnmacht | 21.10.2016 | 11:09

Die moralisch-moralisierende, man könnte auch sagen "höchstmoralische" Argumentation vieler Politiker und Medien im Westen in Bezug auf die militärische Intervention Russlands in Syrien ist in der Tat lächerlich. Zu oft hat der Westen in den letzten Jahren selbst moralische Standards verletzt.

Was die EU betrifft, so ist sie in der Tat ohnmächtig. Schon die Struktur der EU 28 lässt kaum eine effektive gemeinsame Aussenpolitik zu.

RE: Mehr Selbstbewusstsein | 05.10.2016 | 09:48

Das Problem stellen nicht die paar Hundert Pegida-Leute in Dresden dar, dass Problem liegt auch nicht in den Wahlerfolgen der AfD. Das Problem besteht schon eher darin, dass viele Bürger kaum noch bereit sind, sich mit diesem Staat zu identifizieren geschweige denn ihn zu verteidigen- und das ist nicht nur ein Problem des Ostens.

RE: Der Funktionär | 26.09.2016 | 11:59

Als im Jahr 2000 die WM 2006 an Deutschland vergeben wurde, da hat doch jeder der es wissen wollte, ganz genau von der "männerbündlerischen Kultur" in der FIFA gewusst- und man wusste damals auch bereits um die korrupten Strukturen der FIFA ziemlich genau Bescheid.

Nur hat es damals eben keiner so genau wissen wollen. Auch die Journalisten nicht. Wenn heute so kritisch nachgehakt wird, dann darf sich so mancher Journalist auch ruhig mal an die eigene Nase fassen.

RE: Die Revolution wird kommen | 23.09.2016 | 12:21

Es ist gar nicht so einfach bei Herrn Ziegler eindeutige "Sachaussagen" zu finden. Er gibt dem kapitalistischen System pauschal die Schuld am Hunger und an den Kriegen in der Welt, formuliert aber gar keine klare Alternative sondern schwärmt nur vage von der kommenden Revolution.

Selbstkritischer sollte Ziegler in Hinblick auf die von ihm einst unterstützten Befreiungsbewegungen sein. Ziegler hat lange Gaddafi unterstützt und von Arafats PLO geschwärmt, auch beruft er sich auf Che Guevara, geht aber nicht auf dessen Scheitern beim Versuch in Bolivien eine Revolution zu exportieren ein.

RE: Die Revolution wird kommen | 22.09.2016 | 11:15

Der Herr Ziegler erzählt uns nunmehr seit etwa 50 Jahren immer dasselbe...ob er überhaupt einmal zur Kenntnis genommen hat, dass Revolutionen auch Unheil anrichten können und auf furchtbare Art scheitern können?

Zieglers Weltbild wirkt auch nicht gerade diffrenziert, vom "Fortschritt des Kollektivbewusstseins" über die "neoliberalen Wahnideen" hin zur Rolle der Intellektuellen...alles sehr holzschnittartig. Sollte nicht gerade ein Intellektueller auch zur kritischen Selbstreflexion in der Lage sein?

RE: Verdrossenheit und Misstrauen | 21.09.2016 | 17:30

"Bei den Wahlen in Russland gibt es keine Untergrenze für die Wahlbeteiligung, von der an ein Urnengang ungültig ist" So eine Untergrenze gibt es aber in den meisten Staaten nicht- bzw. ist mir kein einziges Land auf dieser Welt bekannt in dem bei Wahlen so verfahren wird. Bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg 2014 hat es z.B. auch die Mehrheit der Bürger vorgezogen, diesen Wahlen fern zu bleiben- und was beweist dies?