Flegel

Manches, was vom Tisch gefegt wird, findet sich unter dem Teppich wieder.
Flegel
RE: Bald haben wir sie geschafft | 03.12.2021 | 16:59

Schauen Sie mal: So sorgt man für Kontinuität im Finanzministerium.

Gatzer kam 1990 als junger Beamter ins Bundesfinanzministerium. Lindner wäre für ihn nach Theo Waigel, Oskar Lafontaine, Hans Eichel, Peer Steinbrück, Wolfgang Schäuble und Olaf Scholz der siebte Finanzminister, dem er diente (…). Zum Staatssekretär machte ihn 2005 Peer Steinbrück.

RE: Bald haben wir sie geschafft | 03.12.2021 | 15:30

„Merkels Nachfolger sind nicht zu beneiden.“

Verstehe ich nicht. – Die haben doch alle mitgemacht. Mit Rot-Grün hat die Schose doch angefangen.

Die politische Verantwortung lag von 1998 bis 2005 bei Rot-Grün, bei Schwarz-Rot von 2005 bis 2009 und bei und Schwarz-Gelb von 2009 bis 2013.

RE: Bald haben wir sie geschafft | 03.12.2021 | 13:25

Großer Zapfenstreich am 02.12.2021

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

sehr geehrte Frau Bundestagspräsidentin,

Exzellenzen,

sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger.

Angela Merkel ganz im Duktus ihres Demokratieverständnisses:

Auf den letzten Metern hätte eine reflektierte Angela Merkel andere Maßstäbe setzen und in ihrer Anrede mit dem Souverän beginnen können. In Demokratien hat regelmäßig das Staatsvolk diese verfassungsrechtliche und völkerrechtliche Funktion.

Ganz im Sinne deutscher Politik wird die Bundeskanzlerin mit einer trauerknotigen militärischen Ehrung offiziell verabschiedet. – Merkt eigentlich niemand, wie obszön das vor allem vor dem Hintergrund der vielen, signifikant durch Deutschland, Europa und den USA verschuldeten Ausgebombten und Heimatvertriebenen, ist, die jetzt an Europas Türen klopfen und mit Push-Backs abgewiesen werden?

Situationsangemessener wäre sicher ein Requiem gewesen.

Ansonsten Siehe auch: »Danke« Frau Merkel!

RE: 27 Tote an einem einzigen Tag | 03.12.2021 | 11:20

»Es mag durchaus sein, dass sich Zentraleuropa, nach einer gewissen Übergangszeit, von einer Fläche der In-Migration zu einem Gebiet der Out-Migration entwickelt.«

Was wollen Sie damit sagen? Europa hat doch seine bewährten Strategien, die es anderen überstülpt. Glauben Sie, Europa würde die angesichts von „In-Migration zu einem Gebiet der Out-Migration“ verändern?

Notfalls setzt es nach US-amerikanischen Vorbild Atombomben ein, um seine egomanen Interessen zu sichern.

RE: 27 Tote an einem einzigen Tag | 03.12.2021 | 11:13

Ich betrachte Ihre Antwort als den zweiten Versuch, die Diskussion vom realen Bezug wegzuleiten und auf eine für die Alltagspolitik weniger verbindliche Ebene zu heben.

Der Autor reflektiert hier angesichts der 27 toten Flüchtlinge im Ärmelkanal die AKTUELLE VERSTRICKUNG DER FESTUNG EUROPAS und deren Verweigerung, den Opfern ihrer totbringenden Politik seit 1999 nicht nur Rettung zu „gewähren“, sondern auch ihre längst fällige Rehabilitation über z.B. Reparationsleistungen. – Mit keinem Wort gehen Sie auf meine konkreten Vorhaltungen ein, die sich immer und ausnahmslos AUF DIE EIGENEN signifikanten Verursachungsmomente an der Pathogenese dieser fürchterlichen Kriege beziehen – auf den Dreck am eigenen Stecken also, wie Sie ganz genau wissen. – Alles Andere ist für mich Palaver und der elende Versuch eines amnestischen Verarbeitungsprozesses.

Es geht um das Hier und Jetzt, um die fürchterliche kriegerische deutsche Politik seit Gerhard Fritz Kurt Schröder, Rudolf Albert Scharping, Joseph Martin Fischer, George W. Bush, Colin Luther Powell, Donald Henry Rumsfeld, Paul Wolfowitz, Colin Powell und Tony Blair, sowie Barack Hussein Obama II, Hillary Diane Rodham Clinton, Joe Biden und letztlich auch Angela Merkel mit Massenermordungen und extralegale Hinrichtungen von nahezu einer Millionen und Vertreibungen von inzwischen zig-Millionen Menschen.

Dieser Dreck am eigenen Stecken lässt sich sogar quantifizieren. Ein Beispiel: Rund 6,4 Billionen US-Dollar hat z.B. Washington in den vergangenen 18 Jahren dafür ausgegeben.

»Die barbarischen Religionskriege sind zwar vom Westen durchaus kalkuliert befeuert worden, aber Intoleranz und Haß haben die Elenden schon alleine zustande gebracht.«

Einlassungen wie diese machen mich einfach nur fassungslos, suggerieren sie doch eine Mitschuld der „Elenden“ an den tödlichen Übergriffen des verkommenen „Werte“westens auf ihre Länder. Das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten haben wir ja dafür praktischerweise gegen das Prinzip der Responsibility To Protect ausgetauscht.

RE: Kirche, Osten, Frau | 03.12.2021 | 10:22

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

sehr geehrte Frau Bundestagspräsidentin,

Exzellenzen,

sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger.

Angela Merkel ganz im Duktus ihres Demokratieverständnisses:

Auf den letzten Metern hätte eine reflektierte Angela Merkel andere Maßstäbe setzen und in ihrer Anrede mit dem Souverän beginnen können. In Demokratien hat regelmäßig das Staatsvolk diese verfassungsrechtliche und völkerrechtliche Funktion. - Sie verpasste die Chance!

Ganz im Sinne deutscher Politik wird die Bundeskanzlerin mit einer trauerknotigen militärischen Ehrung offiziell verabschiedet. – Merkt eigentlich niemand, wie obszön das vor allem vor dem Hintergrund der vielen, signifikant durch Deutschland, Europa und den USA verschuldeten Ausgebombten und Heimatvertriebenen, ist?

Situationsangemessener wäre sicher ein Requiem gewesen.

RE: 27 Tote an einem einzigen Tag | 02.12.2021 | 17:53

Wissen Sie, angemessen wäre gewesen, wenn sie von den signifikant zerstörenden und mordenden Horden, Nationen wie der „Werte“westen, Wiederaufbau und Reparation gefordert hätten.

RE: 27 Tote an einem einzigen Tag | 02.12.2021 | 17:44

Niemand, der sich nicht in materieller (auch sozialer) Not befindet, verlässt seine Heimat, um dauerhaft in der Fremde zu immigrieren. Wie anders sind denn die USA entstanden? Und es gilt noch ein Lehrsatz: Ethnien mischen sich nicht.

Das ist auch mit ein Grund ewiger „Migranten“-Diskussion, die letztlich eine Ethnien-Diskussion ist, auch und vor allem in der Gesellschaft der USA, aber natürlich auch in Europa und Deutschland.

RE: 27 Tote an einem einzigen Tag | 02.12.2021 | 17:32

»die Flüchtenden (ausgenommen diejenigen, die ein temporäres Exil suchen) sind Egoisten, unsolidarisch. Aber ja, jeder ist sich selbst der Nächste.«

Was treiben Sie hier eigentlich mit diesem provozierenden Spruch. Wenn doch alle Egoisten sind, WEIL DOCH EBEN JEDER SICH SELBST DER NÄCHSTE IST, warum heben sie das dann ausgerechnet in Verbindung mit diesen, zumeist durch uns (den "Werte"westen) verelendeten Menschen so hervor. Entsprechend obszön sind Ihre Schlussfolgerungen, die Bemerkung zu Frau Wagenknecht deplatziert.

w.endemann, ich verliere meinen Respekt vor Ihnen. – Ich bin hoch empört!

RE: 27 Tote an einem einzigen Tag | 02.12.2021 | 17:21

»Die Ankündigung von Präsident Macron, Frankreich werde nicht zulassen, dass die Gewässer vor Calais zum Friedhof würden, kommt – wie üblich in solchen Fällen – zu spät.«

Hatten wir das nicht schon einmal? Ein besonders unappetitliches Beispiel:

José Manuel Barroso! Er war von 2002 bis 2004 Regierungschef von Portugal. – Als es darum ging, den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Coalition Of The Willing von 2003 gegen den Irak zu organisieren, stand der Portugiese in der ersten Reihe neben George W. Bush und Tony Blair. Genau wie die beiden anderen müsste er eigentlich vor das Haager Kriegsverbrechertribunal gestellt werden – stattdessen kürte man ihn für zwei Amtszeiten (2004 bis 2014) zum Präsidenten der Europäischen Kommission.

Über ihn ist auf SPIEGEL ONLINE zu lesen: »Als das Schiff mit 500 Flüchtlingen an Bord kenterte, als immer mehr Leichen aus dem Mittelmeer gezogen wurden, war Europa schockiert. Der Chef der EU-Kommission flog nach Lampedusa, hielt eine Schweigeminute vor den aufgereihten Särgen ab und versprach, so etwas werde sich nicht wiederholen. 'Wir akzeptieren nicht, dass Tausende an Europas Grenzen sterben', sagte José Manuel Barroso. Das war im Jahr 2013, nach der Katastrophe von Lampedusa.« – Dabei trifft ihn durch seine Mittäterschaft beim völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak Mitschuld an der Zerstörung des Nahen Osten mit Hunderttausenden Toten und Millionen Flüchtlingen.

José Manuel Barroso wurde inzwischen von der US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs International als Berater und »Präsident ohne Geschäftsbereich“ angeheuert!

Er werde die Bank bei der Beratung von Kunden unterstützen, die »mit dem herausfordernden und unsicheren wirtschaftlichen Marktumfeld« zurechtkommen müssten, teilten die Co-Chefs von Goldman Sachs International, Michael Sherwood und Richard Gnodde damals mit. "José Manuel bringt eine enorme Erfahrung mit und vor allem ein tiefes Verständnis von Europa.«

»Dass London schon vor Monaten Push-Backs auf offener See plante, ist bekannt. Die EU war gut beraten, ihr Ex-Mitglied dafür nicht zu maßregeln, wie ein Blick auf die eigenen Außengrenzen zeigt.«

Die EU selbst ist ein krimineller Haufen, der die Flüchtlingsproblematik signifikant verursacht hat und das verbotene Push-Back praktisch täglich praktiziert, Frontex ein einziger Skandal.

Die nächste Push-Back-Variante: Die EU will nun Asylregeln an der Grenze zu Belarus aussetzen! Angesichts der Lage an den Grenzen zu Belarus will die EU den Mitgliedsländern Polen, Lettland und Litauen erlauben, bestimmte Schutzrechte von Migranten vorübergehend auszusetzen. Die EUKommission präsentierte am Mittwoch in Brüssel einen Vorschlag zur Aufweichung von Asylregeln. Andere Flüchtlinge lässt Europa im Mittelmeer ersaufen.