Flegel

Manches, was vom Tisch gefegt wird, findet sich unter dem Teppich wieder.
Flegel
RE: Termin mit dem „Killer“ | 17.06.2021 | 10:15

Matthias Koch, Chefautor beim RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), stänkert weiter:

Gelingt jetzt Putins Zähmung

Es geht um das Treffen Biden/Putin in Genf, das der Autor zu einer Laudatio auf den Bellizisten und neuen Mann im Weißen Haus instrumentalisiert.

Das tut er nicht nur auf der Homepage seines Verlagshauses, sondern ebenso in meiner Tageszeitung, den Ruhr Nachrichten | Castrop-Rauxel-Ausgabe vom 17.06.2021.

»G7, Nato, Russland-Gipfel: Der alte Hase Joe Biden will allen Ernstes die Welt neu ordnen«, heißt es da.

»In Genf hat der US-Präsident jetzt ein Projekt gestartet, mit dem vier seiner Vorgänger gescheitert sind: die Zähmung des widerspenstigen Wladimir Putin.«

Das ist das Wichtige!

Und es geht weiter mit jener Hetze, die die behaupteten Sünden Putins geißelt, die eigenen Todsünden dabei absichtlich außer Acht lässt, weil man selbst natürlich nur gute Bomben abgeworfen und auf diese Weise selbst niemals gegen internationale Regelwerke verstoßen hat. Als hätte es die völkerrechtswidrigen Handlungen diverser Coalitions Of The Willing nie gegeben.

»Im US-Sender NBC betonte Putin kurz vor dem Genfer Gipfel, der Zustand der Beziehungen zwischen den USA und Russland sei so schlecht wie selten zuvor – dass dies an der inzwischen ellenlangen Liste von russischen Verstößen gegen internationales Recht liegen könnte, von der Annexion der Krim über die Bombardierung von Krankenhäusern in Syrien bis zur Vergiftung politischer Widersacher, lässt der Kremlherr nicht gelten. Für die russische Verwicklung in Wahlkampfmanipulationen und Hackerangriffe, stänkerte Putin, wolle er erst mal Beweise sehen.

In einer für Biden beinahe beleidigenden Weise lobte Putin Trump als ungewöhnliche Persönlichkeit, „egal, ob man ihn mag oder nicht“. Jedenfalls sei er kein Mann aus dem Establishment wie Biden, der eher „ein Karrieremensch“ sei.«

RE: Termin mit dem „Killer“ | 16.06.2021 | 17:01

Ihre Ursprungsaussage ging so: »Ich denke schon, daß … diese Rede noch heute nachhaltig wirkt.«

Meine Nachfrage bezog sich auf die aktuell noch NACHHALTIGE Wirkung, und Sie berichten mir von »jüngeren Leuten,…«, deren nachhaltige Wirkung ich nicht zu erkennen vermag. Sie sind, was die politische Handlungs- und Veränderungsfähigkeit angeht, signifikant nicht wirklich bedeutungsvoll, jedenfalls nicht mehr, wie Sie und ich. Und – seien wir doch ehrlich – wir bewirken hinsichtlich der politischen Großwetterlage so gut wie nichts. Und um die politische Großwetterlage geht es hier doch wohl bei diesem Thema: »Termin mit dem „Killer“«

Außerdem, wer hat Bündnis 90/Die Grünen während der letzten Monate eigentlich zu dem Hype verholfen? Waren es nicht die »jüngeren Leute«, die überhaupt nicht bemerkt haben, dass Annalena Charlotte Alma Baerbock ein nostalgisches Revival, einen Rückfall in alte Zeiten bedeutet, als die Partei von Benzinpreisen träumte, die bei 5 DM pro Liter liegen sollten und völkerrechtwidrig einen schmutzigen Krieg gegen Jugoslawien führte, was selbstverständlich auch nicht umweltschonend war?

Warum hofieren Parteien eigentlich die »jüngeren Leute«? Weil sie über ein noch völlig unzulängliches Geschichtsbewusstsein verfügen und ihnen die Genese der gesellschaftlichen und politischen Gegenwartssituation nicht bekannt ist. Und damit natürlich auch die Todsünden der eigenen Partei nicht. Das ist notwendig für den Verdrängungsprozess hinsichtlich des Drecks am eigenen Stecken und wird vom politisch/medialen Klan des verkommenen Wertewestens massivst betrieben.

»Der derzeit stattfindende inszenierte Infokrieg der Medien« ist kein DERZEITIGER, sondern PERMANENTE PR. Monetäre Machthaber, Politiker, als deren Vasallen und die Medien als deren propagandistische Schreihälse pflegen hierfür eine symbiotische Kultur der Kumpanei und begleiten die Mainstreampolitik mit Chorgesang.

»Junge Leute denken heutzutage über parteipolitische Programme und Ideen hinaus und wollen eine friedliche fortschrittliche Welt gestalten.« – Meinen Sie wirklich, das mache Eindruck auf die Architekten des politischen Mainstreams? Klar, Sie und ich gehören auch zu denen, die der verlogenen Propaganda nicht auf den Leim gehen! Doch bewirken wir etwas signifikant anderes?

Annalena Charlotte Alma Baerbock predigt Veränderung, hört man allenthalben und hat doch nur Altbekanntes im Portfolio. Als sich ihre Partei gründete, lag sie selbst noch in den Windeln, als ihre Partei den völkerrechtswidrigen Überfall auf Jugoslawien betrieb, war sie gerade mal 18 Jahre alt. Hören Sie? Ich spreche von mangelhaftem Geschichtsbewusstsein Jüngerer. Heute will Frau Baerbock – wie damals – auch wieder Krieg ohne UNO-Mandat ungehindert führen dürfen.

Sie verweisen auf Sachsen-Anhalt. Was, bitteschön, ist dort denn Spektakuläres passiert, außer, dass DIE LINKE spektakulär in die Schranken verwiesen und die AFD etwas zurechtgestutzt wurde?

Denn neben Partei DIE LINKE und AfD stand nur das »Parteienkartell aus CDU, SPD, FDP und GRÜNEn« zur Wahl, das seit Gerhard Schröder sämtliche Regierungen der BRD bildeten.

»Deshalb ist es ratsam sich mit Putin näher zu beschäftigen um verlorengegangenes Vertrauen, so weit dies überhaupt möglich ist, wieder gutzumachen.«

Ja, es ist ratsam, aber vor allem eines wirklich anderen Konzepts wegen: Wieso kann es nicht darum gehen, ein »Gemeinsames Haus Europa« als Mittel zur Überwindung der Vorstellung von zwei feindlichen Blöcken und zur Integration Ost- und Westeuropas zu gestalten. Es gibt gute Gründe, gegen Bündnisse mit den USA zu sein und ein »Gemeinsames Haus Europa« unter Einbeziehung Russlands zu gestalten.

RE: Termin mit dem „Killer“ | 16.06.2021 | 11:24

"diese Rede noch heute nachhaltig wirkt"?

Das müssen Sie wohl näher erklären! Ich jedenfalls erlebe nur Putin-Hetze vom Feinsten.

RE: Suchen wir nach Zauberworten! | 16.06.2021 | 11:21

Letztlich geht es darum, was die verwendeten Begriffe beabsichtigen sollen. Sollen sie als Schmähbegriffe diskreditieren, sollen sie in camouflierender Weise die eigene Weste reinwaschen oder eine besondere Spezies kennzeichnen. Drei Beispiele:

Schwule: Sie haben das Diskreditierende des Ausdrucks weitgehend relativiert, indem sie den Begriff sozusagen in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeführt haben, etwa dadurch, dass sie sich selbst selbstbewusst als Schwule bezeichnen.

„Geistige Behinderung“ bezeichnet zunächst einmal wertfrei einen bestimmten Intelligenzstatus des Intelligenz- Spektrums schlechthin. Die Errichtung eines Netzes beschützender Einrichtungen von Fürsorge und Betreuung war der Einsicht geschuldet, dass diese Klientel zeitlebens auf kompensatorische Assistenzen angewiesen ist. – Erst die diskriminierende Absicht, Andere verletzen zu wollen, verwendete diesen ursprünglich statistischen Normbegriff als Schmähbegriff. – Derartige asoziale Entgleisungen sind nie in den Griff zu kriegen, zumal es schon einmal eine staatliche Obrigkeit gab, die „Geistig Behinderte“ vergaste.

„Was die WHO Deutschland immer wieder vorwirft“, ist dessen SEPARIERENDES „Netz beschützender Einrichtungen von Fürsorge und Betreuung“. Die WHO favorisiert ein inklusives Vorgehen, das „Geistig Behinderte“ in die gesellschaftlichen Systeme und Einrichtungen einschließt.

Deutschland hat UN-Behindertenrechtskonvention mit Zusatzprotokoll am 24. Februar 2009 ratifiziert, und damit sind sie deutsches Recht. Es handelt sich also um einen Gesetzesauftrag, ein Ewigkeitsvorhaben, das nicht recht vorankommt.

„Hilft es den Menschen im Asylrechtsapparat, wenn wir sie „Geflüchtete“ nennen“

Das ist Camouflage, die eigene Weste reinwaschen, denn es handelt sich in Wahrheit um Ausgebombte, Vertriebene, Flüchtlinge, die vom Propagandaapparat des verkommen Wertewestens so genannt werden, obgleich eben dieser verkommene Wertewesten sie mit völkerrechtswidrigen Kriegen zu Ausgebombten, Vertriebenen, Flüchtlinge gebombt hat.

RE: Das Mütterliche ist die soziale Grundform | 16.06.2021 | 10:16

Ob Sie es schön finden oder nicht, Vater- UND Mutterliebe resp.-rolle sind einzigartig und Schicksal prägend für den Nachwuchs. Nicht, weil die Gesellschaft das so (fehl)interpretiert. Individuelle (kindliche) Lebensläufe werden durch das mutter- resp. vaterspezifische Verhalten IHREM Kind gegenüber entscheidend geprägt, vielfach auch in die Neurose getrieben.

Wieso die Ehe eine Zwangsgemeinschaft ist, erschließt sich mir auch nicht. Sie wird in der Regel „freiwillig“ eingegangen und kann jederzeit „freiwillig“ beendet werden – niemals aber ohne Konsequenzen ALLER Beteiligten dieses sozialen Bezugsfeldes.

Das trifft im Übrigen auf ALLE sozialen Bezugsfelder zu, unabhängig vom rechtlichen Status.

RE: Termin mit dem „Killer“ | 16.06.2021 | 09:52

Ekelhaft, wie die politischen Spitzen des verlogenen Wertewestens dem Bellizisten und 46. USA-Präsidenten Joe Biden in den Hintern kriechen, als hätte es die Annäherungsversuche des Wladimir Putin nie gegeben.

RE: Termin mit dem „Killer“ | 16.06.2021 | 09:36

Hat die Rede Putins vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001 nicht stattgefunden?

Siehe auch

"'Gorbi, Gorbi!' Hunderttausende feierten im Juni 1989 in Bonn Staatsgast Michail Gorbatschow, auch die Politiker waren hin und weg.“ Zwölf Jahre später, im September 2001, sprach Gorbatschows Nach-Nachfolger Wladimir Putin im Reichstag in Berlin über deutsch-russische Freundschaft, auf Deutsch. Und wieder war das Publikum begeistert und berührt. "Unvergessene Szenen", betitelte der Sender Phoenix die Videoaufzeichnung des Auftritts.

Hat die Rede des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2007 nicht stattgefunden?

RE: Kumpel Kaeser nennt es „Inclusive Capitalism“ | 14.06.2021 | 16:23

Ich weiß überhaupt nicht, warum über BÜNDNIS 90/DIE GRÜNE-Politik nach September 2021 so viel spekuliert wird. Die ganze (deutsche) Welt tut so, als habe es diese Partei währen der letzten 23 Jahre nicht gegeben, dabei haben Sie alle Schweinereien deutscher Politik nicht nur mitgemacht, sondern mit initiiert.

»Ende März legte der Bundesvorstand der Grünen seinen Programmentwurf zur Bundestagswahl vor. Von besonderem Interesse sind die Teile, in denen sich die Grünen außenpolitisch positionieren. Hier lässt sich die inzwischen durchweg neokonservative Grundhaltung grüner Außenpolitik ablesen. Der weichgespülte Ton kann im Bereich der internationalen Programmatik kaum darüber hinwegtäuschen: Grüne Politik ist neoimperial, neokolonial, aggressiv und konfrontativ. Die Grünen behaupten in allen politischen Bereichen eine Überlegenheit, an der sich die Welt auszurichten hat. Es ist eine erschreckende Entwicklung, welche die Grünen genommen haben.

Zentral fehlt grüner Politik ein grundlegendes, reflexives Element, das sie zur tatsächlichen Diplomatie und zu einer tatsächlichen Gestaltungsmacht auf internationalem Parkett befähigen würde. Es fehlt der Blick und das Verständnis für historische Prozesse, Entwicklungen in anderen Ländern und Kulturen. Es fehlt, das mag überraschen, der Blick für die Diversität und Vielfalt in der Welt…

Der Programmentwurf atmet in seinen außenpolitischen Teilen den Geist einer dunklen Vergangenheit. Er wurzelt in einem Überlegenheitsgefühl und wertet andere Länder, Kulturen und Regionen ab, insbesondere dann, wenn sie sich dem transatlantischen Führungsanspruch verweigern. Gegenüber dem transatlantischen Bündnis und der EU bleibt der Programmentwurf unkritisch – obwohl gerade hier die Entwicklungen aktuell einen besonders problematischen Verlauf nehmen.«

Das sollte erstmal genügen. Weiter geht es hier!