„System Putins“ Kriegstreiberei in Syrien

Bösartige Medienagitation »Putin sucht Russlands direkte Nachbarn zu destabilisieren, damit sie der russischen Bevölkerung kein gutes, gar demokratisches Beispiel abgeben können.«
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Solches Gift propagandiert Sebastian Fischer.

Was er geflissentlich verschweigt:

Insgesamt lagen die Militärausgaben der 29 NATO-Mitgliedsstaaten 2019 bei etwa 1.035 Milliarden US-Dollar (circa 958 Milliarden Euro). Die Deutschlands rund 51,19 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Russlands Ausgaben lagen im selben Jahr bei 65,1 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen geben zudem beredte Auskunft über die Machtverhältnisse zwischen dem Wertwesten und Putin-Russland. Sie geben auch signifikant Auskunft über die Anzahl Kriegsopfer und Heimatvertriebenen durch den Wertwesten resp. Putin-Russland. Ich möchte leiden, die selbstgefällige „vierte Gewalt“ würde sie mal ermitteln und vergleichen!

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[Dieser Post ist auch auf meiner persönlichen Homepage zu finden]

Siehe auch: Jetzt weinen sie wieder – die Heuchler

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Und Sebastian Fischer bezichtigt das „System Putin“ der Kriegstreiberei in Syrien, die doch bekanntermaßen durch seine eigene Gilde der Systemschreiber bis zur Perversion selbst praktiziert wurde und die Obama dafür rügte, den verkommenen Zerstörungskrieg durch 120 Nationen der internationalen Völker“gemeinschaft“ nicht weiter zu eskalieren. Diese Schreiber-Gilde insistierte unablässig bezüglich der sogenannten roten Linien, die Obama angeblich überschreiten ließ. Eine ganz böse Truppe der sogenannten Leitmedien erklärte uns den Unterschied zwischen den guten Kriegen des Wertewestens und den bösen Kriegen von Schurken-Staaten, die sie selbst dazu erklärten. Dazu gehörte und gehört auch das Boulevard-Magazin DER SPIEGEL mit Maximilian Popp und Sebastian Fischer dem Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtbüros.

Nachfolgend meine Protest-E-Mail an Sebastian Fischer vom heutigen Tage.

SPIEGEL.de, 08.09.2020, 05.48 Uhr

Die Lage am Morgen

Dreht Merkel der Pipeline den Hahn zu?

»Putin sucht Russlands direkte Nachbarn zu destabilisieren, damit sie der russischen Bevölkerung kein gutes, gar demokratisches Beispiel abgeben können. So etwa geschehen in der Ukraine.«

Hallo Sebastian Fischer,

mit Verlaub, aber Sie haben nicht alle Tassen im Schrank:

Es war der Wertewesten, der die Gunst der Stunde nutzte, seine Grenzen immer näher an die Russische Föderation heranzuverlegen.

»Eine russische Grunderfahrung aus den späten 1980er Jahren reflektiert, dass die seinerzeit unter Parteichef Gorbatschow begonnene Entspannungspolitik gegenüber dem Westen, vor allem die Bereitschaft zum historischen Rückzug aus dem Ost-West-Konflikt, ohne den erhofften politischen Ertrag blieb.« (Lutz Herden)

Es war Russland, das sich 1990/1991 aus den 15 sowjetischen Unionsrepubliken zurückgezogen hat. Niemand hätte Russland daraus vertreiben können. Es war Michail Sergejewitsch Gorbatschow der die DDR hat ziehen lassen. Und hat die Rede Putins vor dem Deutschen Bundestag am 25. September 2001 nicht stattgefunden?:

»Noch vor kurzem schien es so, als würde auf dem Kontinent bald ein richtiges gemeinsames Haus entstehen, in welchem Europäer nicht in östliche und westliche, in nördliche und südliche geteilt werden. Solche Trennungslinien bleiben aber erhalten, und zwar deswegen, weil wir uns bis jetzt noch nicht endgültig von vielen Stereotypen und ideologischen Klischees des Kalten Krieges befreit haben. Heute müssen wir mit Bestimmtheit und endgültig erklären: Der Kalte Krieg ist vorbei.

Die Welt befindet sich in einer neuen Etappe ihrer Entwicklung. Wir verstehen: Ohne eine moderne, dauerhafte und standfeste internationale Sicherheitsarchitektur schaffen wir auf diesem Kontinent nie ein Vertrauensklima und ohne dieses Vertrauensklima ist kein einheitliches Großeuropa möglich. Heute sind wir verpflichtet, zu sagen, dass wir uns von unseren Stereotypen und Ambitionen trennen sollten, um die Sicherheit der Bevölkerung Europas und die der ganzen Welt zusammen zu gewährleisten.«

Effekt: Ignoranz des Wertewestens, der hatte nämlich längst andere Pläne.

Am 10. Februar 2007 dann, da war der Wertewesten (auch die BRD) bereits in Jugoslawien eingefallen, in Afghanistan und hatte den Irak zerstört, hatte sich Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn einverleibt und auf diese Weise seine Grenzen immer weiter an Russland heran verlegt. Mit der Aufnahme von Rumänien und Bulgarien zum 1. Januar 2007 war die EU auf 27 Mitgliedstaaten gewachsen. Und das immer schön mit Chorgesang promotet von euch Medien! – Putin der Feind? Ja, das ist die provozierende Metapher, die ihr für eure Scharfmacherei verwendet. - Dabei ist Putin dem Wertewesten 25 Jahre lang nicht in die Quere gekommen.

Die Russische Föderation als Nachfolgerin der Sowjetunion wurde kein geachteter, kein unanfechtbarer Platz in Europa zuerkannt, sie wurde unter eurer Mithilfe zum Außenseiter gemacht, indem ihr stänkert, was das Zeug hält, kübelweise Dreck über ihn auskippt. Wladimir Putin neigt dazu – das zeigen seine Entscheidungen und Äußerungen seit der Ukraine-Krise 2014 –, darin die Folge einer unangebrachten, weil im Westen nicht erwiderten Konzilianz und Kompromisswilligkeit zu sehen. (*)

Entsprechend die Rede des Präsidenten der Russischen Föderation auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2007:

»Die Steine und Betonblöcke aus der Berliner Mauer sind längst als Souvenirs verscherbelt worden. Man darf aber nicht vergessen, dass der Mauerfall auch dank der historischen Wahl auch unseres Volkes möglich geworden ist, einer Wahl für Demokratie und Freiheit, Offenheit und aufrichtige Partnerschaft mit allen Mitgliedern der großen europäischen Familie.

Jetzt will man uns aber bereits neue Trennlinien und Mauern aufzwingen, die zwar virtuell sind, aber unseren gemeinsamen Kontinent dennoch trennen und zerschneiden. Werden denn wieder viele Jahre und Jahrzehnte sowie der Wechsel von mehreren Politikergenerationen erforderlich sein, um diese neuen Mauern abzutragen und zu demontieren?«

Und er zog Bilanz, erschreckte die westlichen Honoratioren:

Die "monopolare Weltherrschaft" (gemeint sind die USA) sei vorbei. Dieses monopolare System habe keine ethischen Grundlagen, und weniger Konflikte gebe es auch nicht: "Es kommen mehr Menschen zu Tode als früher." Niemand fühle sich sicher. Putin warnt EU und Nato davor, allein als Konfliktlöser auftreten zu wollen. Es gebe eine fast ungezügelte Anwendung von Gewalt, das Völkerecht werde zunehmend missachtet. Grundlage für den Einsatz von Waffen könnten jedoch nur die Statuten der Vereinten Nationen sein. Man solle die Vereinten Nationen nicht durch EU oder Nato ersetzen.

Ist das nicht deutlich?

Wenige Jahre später vor der UN-Vollversammlung konnte man dies hören: »Meine Damen und Herren, ich habe jetzt nicht zufällig von einem gemeinsamen Raum der wirtschaftlichen Kooperation gesprochen. Erst vor kurzem schien noch, dass wir es lernen, in der Wirtschaft, wo objektive Marktgesetze herrschen, ohne Trennlinien auszukommen und auf der Grundlage der transparenten und gemeinsam ausgearbeiteten Regeln, darunter den Prinzipien der WTO handeln können, die Handels- und Investitionsfreiheit sowie eine offene Konkurrenz bedeuten. Doch heute wurden einseitige Sanktionen unter Umgehung der UN-Charta fast schon zur Norm. Sie verfolgen nicht nur politische Ziele, sondern dienen auch als Mittel der Beseitigung der Marktkonkurrenz.«

Sie bezichtigen Putin der »Kriegstreiberei in Syrien«! Für wie doof halten Sie eigentlich den Michel?

Ganz offensichtlich hat Putin in Syrien dem Wertewesten und seinen medialen Chorknaben ein Trauma zugefügt.

Merke: Baschar al-Assad ist der legitime Präsident der rechtmäßigen Regierung der Arabischen Republik Syrien. Über sein Schicksal darf daher nach allgemeinem westlichem Rechts-Verständnis lediglich das syrische Volk entscheiden. Russland ist neben dem Iran die einzige Nation, die für ihre Syrien-Intervention nach internationalem Recht über einen legalen Status verfügt, da es Schutzmacht dieser legalen Regierung Syriens ist.

Aus geopolitischer Rivalität haben zuerst Katar und später auch Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate im Verbund mit Großbritannien, Frankreich und den USA einen der brutalsten Kriege der Neuzeit entfacht, der unter anderem zu einem Magneten für Dschihadisten jeglicher Couleur wurde. Auch Deutschland und die Türkei hatten einen nicht zu verleugnenden Anteil an der Zerstörung der arabischen Republik Syrien, bis der Iran und vor drei Jahren auch Russland der syrischen Regierung von Baschar al-Assad zu Hilfe eilten. Dort kochen ca. 120 Nationen der internationalen Völker“gemeinschaft“ ihr Süppchen.

Was für eine verdammte Irreführung, die Sie betreiben.

Mit eher unfreundlichen Grüßen, Jürgen Beineke

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(*) (Mit Material von Lutz Herden)

Siehe auch: Jetzt weinen sie wieder – die Heuchler

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16:06 08.09.2020
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Geschrieben von

Flegel

Manches, was vom Tisch gefegt wird, findet sich unter dem Teppich wieder.
Flegel

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