Trumps Makel II: Freigesprochen

Medienkampagne. Borniert, selbstverliebt, besoffen von sich selbst.
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»Der US-Senat hat Donald Trump in der Ukraineaffäre freigesprochen, die Demokraten sind mit dem Amtsenthebungsverfahren gescheitert«, so die Kopfzeile zweier Präsidenten-Hunter am heutigen Tage.

Doch die Präsidenten-Hunter machen weiter. Roland Nelles und Marc Pitzke verbreiten auf SPIEGEL ONLINE von heute: »1. Trumps Machtmissbrauch wird legitimiert« und »2. Das Volk muss über Trump entscheiden«.

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Von welchem Machtmissbrauch Trumps sprechen sie in ihrer Arroganz? Und wieso muss nun in Anspielung auf die anstehenden Präsidentschaftswahlen das Volk über Donald Trump entscheiden: US-amerikanische Präsidenten werden bekanntlich von Wahl-Frauen und Wahl-Männern gewählt und nicht vom Volk.

Der Sieg des Präsidenten Donald Trump markiert ihre eigene, ihre verdiente Niederlage!

In meiner Tageszeitung, den Ruhr Nachrichten, von heute verbreiten Can Merey und Christiane Jacke das neue Narrativ »Trump spaltet Amerika«, was eine glatte Lüge ist: Die De-Solidarisierung der US-amerikanischen Gesellschaft wurde bereits von seinen Vorgängern betrieben. Dieses Narrativ soll wohl das untaugliche »Trumps Makel« ablösen, oder – noch besser – ergänzen. – Und ja, Trump hat sich zumindest verbal auf eine Seite der gespalteten Nation geschlagen, was ja diese verkommene Hexenjagd der anderen Seite auslöste.

Drei Jahre lang haben Medienmitarbeiter bisher gegen ihn gestänkert, haben ihn vorverurteilt, haben sie gegen ihn gehetzt. Nun ist es vorbei! – Ich spreche vom Impeachment-Verfahren gegen den US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Ob die Schmutzkampagne gegen ihn aber auch beendet ist, ist fraglich.

Gegen Kritik an Donald Trump oder an jeder anderen Persönlichkeit öffentlichen Lebens ist nichts einzuwenden, sofern es sich um faktenbezogene Kritik handelt und nicht um boulevardeske Erzählungen, abenteuerliche Spekulationen oder juristische Übergriffigkeiten mit der didaktischen Übung einer Verleumdung, die man in diesem Fall ganz überwiegend als Hetze gegen Trump klassifizieren muss.

Dass Donald Trump mit Russlandkontakten, Ukrainekontakten oder sonst wie justiziable Straftaten begangen und hierdurch die USA beschädigt hat, ist bis heute strafrechtlich nicht bewiesen. Der Kampagnenjournalismus betreibt seit Oktober 2016 üble Nachrede und überschlägt sich in der Verbreitung von Gehässigkeiten.

Nachfolgend ein paar unakzeptable Beispiele, die ganz offensichtlich die Trump-Demontage zum Ziel hatten:

Damir Fras, RedaktionsNetzwerk Deutschland, Ausgabe 'Ruhr Nachrichten Haltern', 20.12.2019, Seite 2:

Er verwendete für seine Propaganda das Narrativ »Trumps Makel«

»Trump übte als Präsident Druck auf die Ukraine aus, weil er sich einen persönlichen Vorteil bei der Wahl im kommenden November verschaffen wollte.« – Woher weiß er das eigentlich so genau. Er spielt sich auf, wie sich selbst der oberste Richter der Vereinigten Staaten nicht aufspielen würde.

Und er definiert das Stigma:

»Trump, das ist nun schon klar, wird den Makel des Impeachments nicht mehr loswerden. Der Eintrag dazu wird in den Geschichtsbüchern nicht nur eine Fußnote sein.« – So die Medienlandschaft unisono im Chorgesang, das ist ihr wichtig, das ist ihre überaus wandlungsfähige, neue Fokussierung zur zwanghaft/pathologischen Diskreditierung des Mannes.

Roland Nelles, Mittwoch, SPIEGELONLINE 29.05.2019: Russlandaffäre_ Muellers Mahnung:

»Der Sonderermittler in der Russlandaffäre meldet sich erstmals persönlich zu Wort - und dabei verzichtet Robert Mueller ausdrücklich auf einen Freispruch für Donald Trump.«

Freispruch, von was?

Es hat sie nicht gegeben, die von Roland Nelles seit mehr als zwei Jahren penetrant behauptete »Russlandaffäre«. Die »Russland-Affäre« des Donald Trump ist in Wahrheit die Russland-Affäre der pathologisch völlig entgleisten Medien, die zusammen mit den entsprechenden Politikern die Welt in Brand stecken.

Prof. Dr. Christian Stöcker, SPIEGELONLINE 22. Januar 2017: Trumps erster Tag_ Narziss und Schoßhund:

Der Kognitionspsychologe und Professor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) teilt einer breiten Öffentlichkeit mit, dass er Herrn Trump für einen Psychopathen hält und suggeriert eine narzisstische Persönlichkeitsstörung des Mannes:

»Die Betroffenen haben ein grandioses Gefühl der eigenen Wichtigkeit, sie verlangen nach übermäßiger Bewunderung, sie idealisieren sich selbst und sind stark von Fantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Glanz oder Schönheit eingenommen. (Aus dem "Deutschen Ärzteblatt" zum Thema "Narzisstische Persönlichkeitsstörung")

Was ist eigentlich so wichtig an der Nachricht in Form einer unseriösen, populistischen Ferndiagnose – ganz im Zeitgeist, der durch Hetze nicht nur gegen Donald Trump gekennzeichnet ist. Für westliche Leitmedien ist die Sache klar: Was auch immer Donald Trump tut, spricht oder ankündigt, ist von Übel.

Am Sonntag, 15.10.2017 teilt er uns, ebenfalls auf SPIEGELONLINE, mit:

»Donald Trump ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nur Präsident, weil Wladimir Putin und seine Geheimdienste enorme Anstrengungen unternommen haben, damit er es wird.«

Donnerwetter – wer hätte das nun gedacht? Dabei wissen wir doch, dass Donald Trump das Ergebnis demokratischer Wahlen nach amerikanischen Regelwerken ist. – Offensichtlich will dieser Influencer Illegalität bzw. die Illegitimität suggerieren.

Was spekuliert also dieser Professor? Ich sandte ihm meine Replik per E-Mail zu, obgleich er seine E-Mail-Adresse auf SPIEGEL ONLINE, seinem Sprachrohr also, nicht mitteilt:

‚Heißt das nun Signifikanz, verehrter Herr Professor, oder ist »hohe Wahrscheinlichkeit« das Ergebnis Ihrer Interpretationen. Ich meine – Ihre Profession suggeriert doch die Validität der Mitteilung, die statistische Signifikanz Ihrer Behauptungen.

Außerdem sollten Sie uns mal erklären, was anstößig daran ist, gedeihliche Beziehungen zu Russland, zu Wladimir Wladimirowitsch Putin zu unterhalten?

Das Donald Trump mit Russlandkontakten justiziable Straftaten begangen und hierdurch die USA beschädigt hat, ist bis heute strafrechtlich nicht bewiesen. Der Kampagnenjournalismus betreibt seit Oktober 2016 üble Nachrede. – Und Sie beteiligen sich daran!‘

Hubert Wetzel, auf SZ.de am 01.02.2020, Wunder passieren in Märchen, nicht in Washington:

Hier behauptet er: »Trumps Versuch, die Ukraine zu erpressen, um sich ein bisschen Wahlkampfhilfe gegen Joe Biden zu verschaffen, war so dreist und undemokratisch, dass ein Impeachment unausweichlich war.«

Auch ihm muss man entgegenhalten, dass Donald Trump im Kontext der behaupteten Ukraineaffäre justiziable Straftaten begangen und hierdurch die USA beschädigt hat, ist bis heute strafrechtlich nicht bewiesen.

Noch viel dreister drückte er sich in seinem Kommentar auf SZ.de vom 02.11.2019 aus:

»Und die Wahrheit ist: Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat sein Amt und seine Macht missbraucht, um sich einen persönlichen politischen Vorteil zu verschaffen. Er hat die ukrainische Regierung erpresst, damit diese ihre Staatsanwälte gegen einen innenpolitischen Gegner Trumps ermitteln lässt, den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden.«

Die grandiose pathologische Fokussierung auf Trump lässt völlig außer Acht, dass da draußen zwei Politik-Verbrecher unbehelligt herumlaufen, die nahezu vier Millionen Menschenleben auf dem Gewissen und allein für den War On Terrorism 6,4 Billionen US-Dollar ausgegeben haben. – Bornierte und selbstverliebte Medienmitarbeiter skandalisieren ein vergleichsweises harmloses Telefonat zwischen Donald John Trump und Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj. Was für eine pathologisch/amnestische Entgleisung!!!

Hallo Damir Fras, Roland Nelles, Prof. Dr. Christian Stöcker, Hubert Wetzel,

nun hat Ihre (Plural) boulevardeske Sensationsberichterstattung zur Verleumdung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump doch nichts genützt. Wie schon die virtuelle mediale Russlandaffäre ist nun auch die virtuelle mediale Ukraineaffäre als das entlarvt, was sie ist: Ein gigantischer, skrupelloser Versuch interessierter Machteliten zur egomanen Verteidigung eigener Pfründe. Und große Teile der Medien haben das im Rahmen einer Kultur der Kumpanei, wie zumeist, mit Chorgesang begleitet.

Unisono habt ihr Medien seit Trumps Kandidatur für das Amt des Präsidenten gegen den Mann gestänkert und gehetzt, habt ihn verleumdet und ihm dafür eine virtuelle Russlandaffäre nachgesagt, aber nie bewiesen, musstet nach der Mueller-Untersuchung gar den Schwanz einziehen. Und auch jetzt reichte es nicht für ein Impeachment-Verfahren, weil auch diese Ukraine-Affäre eine virtuelle ist, trotz eurer einseitigen und undifferenzierten trumpfeindlichen Agitation. – Dabei habt ihr euch doch so viel Mühe gegeben, uns den Mann als ein besonders verkommenes Präsidentenexemplar zu verkaufen, als Psychopath gar.

Auch Sie gehörten dazu! Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Misserfolg.

Das Impeachment-Verfahren ist kein zwingendes, objektives Verfahren. Ob ein Impeachment-Verfahren durchgeführt wird, hängt nicht etwa vom sauberen Rechtsverständnis der US-Demokraten ab, sondern z.B. davon, ob Nancy Patricia D’Alesandro Pelosi gerade mal wieder die Hosen voll hat, wie uns die virtuelle Russlandaffäre des Donald Trump gelehrt hat. Darin unterscheiden sich Demokraten und Republikaner nicht.

Das Impeachment-Verfahren: Eine Nebelkerze, die von Ihnen als Popanz benutzt wird.

»Es ging nicht um die Wahrheit, und es ging auch nicht um ein episches Ringen um Befugnisse des Präsidenten und des Kongresses. Es ging einzig darum, dass die Partei in der Opposition – im amerikanischen Kontext jene, die das Weiße Haus meist von außen betrachtet – dem Staats- und Regierungschef das Leben so schwer wie möglich macht, vor allem in einem Wahljahr.

Der Beweis ist einfach zu erbringen. Es genügt, die Verlautbarungen von Republikanern, Demokraten, Anwälten und Experten anzuschauen, die beim letzten Versuch, einen Präsidenten aus dem Amt zu entfernen, in genau umgekehrter Rolle auftraten: Die Demokraten – unter ihnen ein gewisser Joe Biden – verteidigten 1999 ihren Präsidenten Bill Clinton, der «etwas Dummes» getan habe, und die Republikaner betrachteten Clintons Meineid in einer persönlichen Verfehlung als schwerwiegenden Angriff auf Staat und Verfassung.« (Quelle: Peter Winkler, Neue Zürcher Zeitung)

Zusammenfassung:

Dass Donald Trump mit Russlandkontakten, Ukrainekontakten oder sonst wie justiziable Straftaten begangen und hierdurch die USA beschädigt hat, ist bis heute strafrechtlich nicht bewiesen. Der Kampagnenjournalismus betreibt seit Oktober 2016 üble Nachrede und überschlägt sich in der Verbreitung von Gehässigkeiten.

Die grandiose pathologische Fokussierung auf Trump lässt völlig außer Acht, dass da draußen zwei Politik-Verbrecher unbehelligt herumlaufen, die nahezu vier Millionen Menschenleben auf dem Gewissen und allein für den War On Terrorism 6,4 Billionen US-Dollar ausgegeben haben. – Und Sie skandalisieren ein vergleichsweises harmloses Telefonat zwischen Donald John Trump und Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj. Was für eine pathologisch/amnestische Entgleisung!!!

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11:48 06.02.2020
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Geschrieben von

Flegel

Manches, was vom Tisch gefegt wird, findet sich unter dem Teppich wieder.
Flegel

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