Üble Trump-Schelte wg. US-Truppenabzug

Medienkampagne. Medienmitarbeiter betätigen sich als Scharfmacher und zündeln, wo sie können. Dazu scheint auch Roland Nelles (SPIEGEL ONLINE) zu gehören.
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Der politisch-mediale Komplex startete umgehend eine Schmierenkampagne gegen Donald Trumps Bemühungen, den "Regime-Change-Kriegseinsatz" der USA in Syrien zu beenden.

Joseph Biden, Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei für die US-Wahl 2020, gar behauptete, beim Krieg in Syrien gehe es darum, das "Auslöschen" tausender Menschen zu verhindern. - Eine Frechheit angesichts des Bluts an den Händen US-amerikanischer Präsidenten auch und gerade in Syrien.

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Ich habe Roland Nelles soeben nachfolgende Email geschrieben:

Dienstag, 15.10.2019 05:26 Uhr

Die Lage am Dienstag

»Trumps panische Kehrtwende«

»Nach Tagen der Untätigkeit, der großen Worte und des Durcheinanders im Weißen Haus versucht US-Präsident Donald Trump nun panisch, seine Syrienpolitik zu korrigieren. Offenbar zeigt die massive Empörung vieler seiner Parteifreunde über die einsame Entscheidung des Präsidenten, die türkische Offensive in Nordsyrien zuzulassen, Wirkung. Trump hat in der Nacht gegen die Türkei eine Reihe von Sanktionen verhängt und neue Strafzölle auf türkischen Stahl erlassen. Außerdem soll Vizepräsident Mike Pence in die Türkei reisen, um dort auf Präsident Recep Tayyip Erdogan Druck auszuüben. Erdogan soll seine Offensive und das brutale Vorgehen des Militärs gegen die Kurden sofort beenden.

Natürlich wird die Kehrtwende von der US-Regierung als wohldurchdachte und bahnbrechende Entscheidung des Präsidenten verkauft, in Wahrheit geht es jetzt jedoch allein darum, dass Trump noch irgendwie gesichtswahrend aus dieser selbstverschuldeten Misere herauskommt. Fest steht: Der Fehler ist gemacht, und die Kurden, die in den vergangenen Tagen getötet wurden, werden durch Trumps Sanktionen nicht wieder lebendig.«

Hallo Roland Nelles,

Medienmitarbeiter betätigen sich als Scharfmacher und zündeln, wo sie können. Dazu scheinen auch Sie zu gehören.

Donald Trump hat keine "panische Kehrtwende" vorgenommen. Diese selbstgefällige Behauptung offenbart Ihre verdammten Indoktrinationsabsichten, die durch Hetze gegen den Mann gekennzeichnet ist.

»Offenbar zeigt die massive Empörung vieler seiner Parteifreunde über die einsame Entscheidung des Präsidenten, die türkische Offensive in Nordsyrien zuzulassen, Wirkung.« Auch das ist bewusste Irreführung.

War es nicht gerade die Partei des Donald Trump und ihres verkommenen George W. Bush, die u. a. mit der völkerrechtswidrigen Zerstörung Iraks die Zerstörung des Nahen Osten vorantrieb?

Und ausgerechnet diese Partei bemühen Sie für Ihre Agitation gegen Donald Trump?

Hätten Sie nicht allen Grund, Herrn Trump für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen, weil er ja ganz offensichtlich nicht so bombengeil ist wie sein Parteigenosse George W. Bush und der demokratische Friedensnobelpreisträger Barack Hussein Obama II? Promoten Sie deren Kriegspolitik? Wollen Sie ein Weiter-so der Verkommenheit des westlichen Angriffsbündnisses westliche Wertegemeinschaft mit den dafür vorgesehenen Institutionen NATO und diversen Coalitions Of The Willing? Oder was soll Ihre verdammte Argumentation?

[Nachträgliche Einfügung: Die Beendigung der von seinen Vorgängern begonnenen Kriege war und ist eine seiner wichtigsten Wahlversprechen.]

Der „einsamen Entscheidung des Präsidenten“ gingen Bekanntmachungen voraus: Dreimal hat Trump angekündigt, die US-Truppen aus Syrien abzuziehen, dreimal wurden ihm dafür innenpolitisch Steine in den Weg gelegt – von den Demokraten, aber auch vom Pentagon und dem Außenministerium sowie von NATO-Verbündeten. Ein dreiviertel Jahr nach der Ankündigung eines Truppenabzugs aus Syrien machen die USA nun Ernst. – Und auch mögliche Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei hat der vor dem tatsächlichen Truppenabzug angekündigt. – Anders, als Sie ihm nachreden, betreibt Trump keine Politik aus dem hohlen Bauch heraus.

»… die Kurden, die in den vergangenen Tagen getötet wurden… «, gehen nicht auf die Kappe von Donald Trump, sondern auf die von Recep Tayyip Erdoğan und naiven Kurden-Führen, die meinen, auf syrischem Hoheitsgebiet Politik gegen Baschar al-Assad, dem legitimen Präsidenten der rechtmäßigen Regierung der Arabischen Republik Syrien betreiben zu können.

Ach, und übrigens: Anders, als die angeblich seriösen Medien kampagnenhaft verbreiten, hat Trump die Kurden nicht im Stich gelassen. Es war vielmehr so, dass die USA die infrage stehenden Kurden von vorneherein für die Drecksarbeit für ihre eigenen Überfallgelüste missbraucht haben. Die durften am Boden blutig kämpfen, während die USA und die mit ihnen in einem „Schützenverein“ mit dem Namen internationale Allianz gegen den Islamischen Staat verbündeten Nationen quasi über den Wolken schwebten und nach Maßgabe deutscher Zielkoordinaten völkerrechtswidrig zerstörerische Bomben abwarfen.

Jürgen Beineke

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11:10 15.10.2019
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Geschrieben von

Flegel

Manches, was vom Tisch gefegt wird, findet sich unter dem Teppich wieder.
Flegel

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