Ukraine-Affäre: Urteil ist bereits gefällt

Politik/Medien-Kumpanei. Die Biden/Trump-Causa: Nur eine Variante nahezu pausenloser US-amerikanischer Übergriffe als einseitige Keule gegen DonaldTrump
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Sie pflegen ihre Feindbilder und schütten dafür kübelweise Dreck über von ihnen ausgesuchte Personen aus, ganz im Dienst der monetären Machthaber: Politiker und Medienmitarbeiter in symbiotischer Verbundenheit.

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Augenblicklich haben sie Boris Johnson und seit drei Jahren auch Donald Trump, den politischen Newcomer, auf dem Schirm. Denunziation, Ausgrenzung - geübt haben sie an Personen wie Putin, Assad oder auch Erdogan, hofiert Gerhard Schröder, Tony Blair, George W. Bush, José Barroso, später auch den Friedensnobelpreisträger Barack Obama (der mediale Prügel einstecken musste, weil er den Syrienkrieg nach deren Verständnis nicht aggressiv genug führte), die völkerrechtswidrigen Zerstörer muslimischer Staaten.

Und jetzt tun interessierte Personen des politisch-medialen Komplexes so, als sei Herr Trump ein besonders fieses Exemplar US-amerikanischer Diplomatie. Ihr Probelauf für das, was sie jetzt Ukraine-Affäre nennen, war die Russland-Affäre, mit der sie Donald Trump aus dem Amt jagen wollten. Eine gigantische Lüge dieser Horde, mit der sie den Mann verleumdet haben.

Das, was hier in Rede steht, ist allenfalls die Biden/Trump-Variante nahezu pausenloser US-amerikanischer Übergriffe, die bekanntlich seit Bestehen der USA für ganze Völker tödlich verlaufen sind.

Sie sollten die Backen nicht so dick aufblasen und stattdessen mal diesen Artikel lesen:

The Untold Story of the Trump-Ukraine ‘Scandal’: The Routine Corruption of US Foreign Policy. [Die unerzählte Geschichte des Trump-Ukraine Skandals": Die routinemäßige Korruption der US-Außenpolitik]

In der Biden/Trump-Variante nahezu pausenloser US-amerikanischer Übergriffe wird vom genannten politisch-medialen Komplex nahezu ausschließlich der Trump-Auftritt skandalisiert:

"Der Präsident hat in schwerer Form gegen die Verfassung verstoßen": Die US-Demokraten um Nancy Pelosi haben die Losung ausgegeben. Und Joe Biden, der 47. US-Vizepräsident unter Präsident Barack Obama, sekundierte: "Hier findet ein Machtmissbrauch statt, der unsere Nationale Sicherheit gefährdet und der gegen den Amtseid des Präsidenten verstößt."

Und dabei hat er doch selbst so viel Dreck am Stecken:

Der Chefredakteur von RT Deutsch, Ivan Rodionow, entlarvt einen Teil davon in einem Video (bei Minute 0:58).

Transkript des in Rede stehenden Redeauszugs von Joe Biden:

„Poroschenko und Jazenjuk haben sich mir gegenüber verpflichtet, gegen den Generalstaatsanwalt vorzugehen. Und sie taten es nicht. Nun kommen sie aus der Pressekonferenz heraus und ich sage ihnen: Ich gebe, ähm, wir geben euch die Milliarde Dollar nicht. Sie sagten, „Sie haben keine Befugnis dafür, Sie sind kein Präsident“. Ich sagte: ruft ihn an. Ich sage euch, ihr kriegt das Geld nicht. Ich sagte, ich reise in sechs Stunden ab. Ihr habt also sechs Stunden. Wenn der Generalstaatsanwalt bis dahin nicht gefeuert ist, gibt es kein Geld. Dieser Hurensohn. Und er wurde gefeuert.

Zur Erinnerung: Der Sohn des amtierenden Vizepräsidenten, Hunter Biden, gehörte dem Vorstand von Burisma Holdings, dem größten Gasproduzenten der Ukraine an. Und Biden's Sohn war nicht der Einzige. Ein Familienfreund des damaligen Außenministers John Kerry schloss sich ebenfalls dem Vorstand Burismas an. Der US-amerikanische Agrarriese Monsanto erhielt kurz nach dem Sturz des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch einen ukrainischen Vertrag. Und der erste, post-coup ukrainische Finanzminister war ein amerikanischer Bürger, ein ehemaliger Beamter des Außenministeriums, der erst am Tag vor Amtsantritt die ukrainische Staatsbürgerschaft erhielt.

Das kann durchaus als ein durchsichtiges neokoloniales Manöver angesehen werden, um ein Land zu übernehmen und die eigenen Leute zu installieren.

Nachdem der ukrainische Generalstaatsanwalt anfing, mögliche Korruption bei Burundi zu untersuchen, gab Joe Biden (wie oben dargestellt) auf einer Konferenz im vergangenen Jahr offen zu, dass er als Vizepräsident eine Kreditlinie in Höhe von 1 Milliarde Dollar an die Ukraine zurückhielt, bis die Regierung den Staatsanwalt entließ. Wie Biden selbst sagt, dauerte es nur sechs Stunden, bis es passierte.

(Mit Material von consortiumnews.com)

Anlässlich ihrer fanatisch/einseitigen Trump-Berichterstattung habe ich einigen Medienmitarbeitern Protest-Emails zugesandt, von denen ich drei ab hier widergebe:

From: j.beineke@t-online.de

Sent: Tuesday, September 17, 2019 10:06 AM

To: Nelles Roland

Cc: SPIEGEL

Subject: SPIEGEL ONLINE | Dienstag, 17.09.2019 06:34 Uhr | Gefahr eines Militärschlags im Nahen Osten_ Was Trump von einem Krieg abhält

Was Trump von einem Krieg abhält

Hallo Roland Nelles,

»Fassen wir einmal kurz zusammen«: »Es ist eine gefährliche Mischung aus Inkompetenz, Hybris und Fanatismus«, von der Sie sich in Ihrer Berichterstattung zu Donald Trump leiten lassen.

Was qualifiziert Sie denn eigentlich, Donald Trump, den »Immobilienhändler und Hotelbesitzer, der in seinem Leben vermutlich noch kein Buch über Außenpolitik gelesen hat und der mit Sicherheit Probleme hätte, den Unterschied zwischen Sunniten und Schiiten zu erklären«, so herunterzumachen? Ich gehe davon aus, dass er Ihnen in vielerlei Hinsicht ganz sicher das Wasser reichen kann – jedenfalls im Bereich ordinärer Rhetorik. Haben Sie ihn nicht jahrelang mit einer nie bewiesenen USA-schädigenden Russland-Affäre verleumdet?

Was Sie hier abliefern ist an Unverschämtheit nicht zu toppen und hat mit seriösem Journalismus nichts zu tun. Sie verhalten sich hinsichtlich Ihrer Berichterstattung zu Donald Trump bereits seit Jahren wie ein Hassprediger.

Mit eher unfreundlichen Grüßen

Jürgen Beineke

...

DER SPIEGEL GmbH & Co. KG

Ericusspitze 1

20457 Hamburg

Per Email: spiegel@spiegel.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist für mich völlig unverständlich, dass Sie derlei Hetzschriften veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Beineke

From: j.beineke@t-online.de

Sent: Thursday, September 26, 2019 11:27 AM

To: hubert.wetzel@sueddeutsche.de

Subject: SZ.de, 26. September 2019, 4:56 Uhr | USA: Ein zu hoher Preis

Ein zu hoher Preis

Hallo Hubert Wetzel,

»einerseits ist es geradezu geboten, dass die Demokraten ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump betreiben. Andererseits dürfte am Ende ausgerechnet Trump davon profitieren.«

Und was wäre so schlimm daran??? Und warum ist ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump geboten???

Ihr Medienmitarbeiter solltet nach eurer absurden und erfolglosen Russland-Affären-Verleumdung mal still in euch gehen und demütig mea culpa machen. – Ekelhaft eure konzertierte Dauerdenunziation des Mannes, die immer nur auf böswillige Annahmen und Interpretationen beruht.

Billige Journalisten-Polemik vs. ordentlicher Rechtsprechung.

Mit eher unfreundlichen Grüßen

Jürgen Beineke

Antwort Hubert Wetzel

From: Wetzel, Hubert

Sent: Thursday, September 26, 2019 10:31 PM

To: j.beineke@t-online.de

Subject: Re: SZ.de, 26. September 2019, 4:56 Uhr | USA: Ein zu hoher Preis

Sehr geehrter Herr Beineke,

haben Sie den Artikel denn gelesen? Gibt es irgendeine Passage darin, der sie widersprechen wollen, die Sie erklärt haben wollen oder über die wir vernünftig diskutieren sollten? Dann antworte ich Ihnen gerne. Wenn Sie allerdings nur den Anreisser rüberkopiert haben, weil Sie für das ganze Stück nicht bezahlen wollen, und jetzt auf den zwei Sätzen rumhacken, sehe ich keinen Grund, mich weiter mit Ihrem Schreiben zu beschäftigen.

Mit herzlichen Grüßen!

H. Wetzel

Hubert Wetzel

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

U.S. Political Correspondent

Washington, DC

Meine Antwort auf die Antwort von Hubert Wetzel

From: j.beineke@t-online.de

Sent: Friday, September 27, 2019 4:01 PM

To: Wetzel, Hubert

Subject: Re: SZ.de, 26. September 2019, 4:56 Uhr | USA: Ein zu hoher Preis

Hallo Hubert Wetzel,

Sie sollten die Backen nicht so dick aufblasen und stattdessen mal diesen Artikel lesen. Ihr Reporter tut so, als sei Herr Trump eine besonderes Dreckstück US-amerikanischer Diplomatie. Auch er liefert nur das übliche Betriebsgeräusch und lässt medienwirksam 42 Millionen Follower per Twitter daran teilnehmen.

Beste Grüße von einem, der allen Respekt vor den Medienmitarbeitern verloren hat – und damit kam er nicht bereits auf die Welt. Sie – die Medien – haben es danach getrieben in Kumpanei mit verkommener Interventionspolitik westlicher Politiker. Sie kennen meine diesbezügliche Kritik.

Jürgen Beineke

From: j.beineke@t-online.de

Sent: Saturday, September 28, 2019 7:06 PM

To: stefan.kornelius@sueddeutsche.de

Subject: SZ.de, 27. September 2019, 18:48 Uhr | Trump-Impeachment: Zerreißprobe für die US-Demokratie

Zerreißprobe für die US-Demokratie

Hallo Stefan Kornelius,

Sie sollten die Backen nicht so dick aufblasen und stattdessen mal diesen Artikel lesen:

The Untold Story of the Trump-Ukraine ‘Scandal’: The Routine Corruption of US Foreign Policy

Ihr Medienmitarbeiter tut so, als sei Herr Trump eine besonderes Dreckstück US-amerikanischer Diplomatie. Auch er liefert nur das übliche Betriebsgeräusch und lässt medienwirksam 42 Millionen Follower per Twitter erfolgreich daran teilnehmen.

Beste Grüße von einem, der allen Respekt vor den Medienmitarbeitern verloren hat – und damit kam er nicht bereits auf die Welt. Sie – die Medien – haben es danach getrieben in Kumpanei mit verkommener Interventionspolitik westlicher Politiker. Sie kennen meine diesbezügliche Kritik.

All die aufgeblasenen Hassprediger gegen Trump werden letzten Endes von Ihm vorgeführt – nicht umgekehrt.

Jürgen Beineke

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[Dieser Post ist auch auf meiner eigenen Homepage zu finden]

18:15 29.09.2019
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Geschrieben von

Flegel

Manches, was vom Tisch gefegt wird, findet sich unter dem Teppich wieder.
Flegel

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