Bis zum bitteren Ende

Austerität Ein kluger Band über Gesundheitspolitik erklärt, wie Sparprogramme töten – und Proteste Leben retten können
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 25/2014
Kollaps: In Griechenland wurden Hunderte Polikliniken der gesetzlichen Krankenversicherung geschlossen
Kollaps: In Griechenland wurden Hunderte Polikliniken der gesetzlichen Krankenversicherung geschlossen

foto: aris messinis/afp/getty images

Im Februar dieses Jahres schlugen Gesundheitsexperten aus Oxford und Cambridge Alarm. Griechenlands Gesundheitssystem befinde sich aufgrund der drastischen Sparpolitik am Rande eines Kollapses. Einige ihrer schlimmsten Befunde: Die Säuglingssterblichkeit stieg dort seit Beginn der Krise 2008 um 43 Prozent. Auch die Zahl der HIV- und TBC-Infektionen wuchs, und nicht alle Diabetiker können mehr umfassend mit Medikamenten versorgt werden. 800.000 Griechen, wird geschätzt, verfügen heute über keinen Krankenversicherungsschutz. Auch Depressionen haben massiv zugenommen. Die Selbstmordrate ist in Griechenland zwischen 2007 und 2011 um 45 Prozent gestiegen.

Als Tragödie bezeichneten die Autoren der Studie die Gesundheitspolitik Griechenlands, das gemäß den V