EZB Forex Trader – Draghi-Leitzins und DAX

FX Trading Devisen Die Zentralbank wird heute Ihre Zinsentscheidung um 13.45 Uhr MEZ bekanntgeben. Nach alter Manier wird der EZB-Präsident Mario Draghi um halb drei die Entscheidung...
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

http://www.smartestfinance.com/files/9014/4551/2864/ezb-forex-trading.jpg

EZB Forex – FX-Trader und der Euro-Zone-Leitzins

Die Zentralbank wird heute Ihre Zinsentscheidung um 13.45 Uhr MEZ bekanntgeben. Nach alter Manier wird der EZB-Präsident Mario Draghi um halb drei die Entscheidung vor der Presse erläutern.

Die FX-Trader warten traditionell auf den wichtigen Termin und passen die Positionsgröße entsprechend an. Wichtige Impulse könnte die Leitzins-Entscheidung auch auf den deutschen Aktienindex haben. Dieser war durch die Verwerfungen, ausgelöst durch den VW-Skandal, stark belastet worden.

FX-Research – Wirtschaftskrieg und Brasilien-Rating

Der globale Wirtschaftskrieg zwischen dem BRIC-Block und dem EU-USA-Block geht in die nächste Runde. Fitch senkte den Rotstift an und vergab dem Land die Note BBB-. Die Begründung der Bonitätswächter konzentrierte sich sowohl auf die Politikkrise als auch auf die Rezession. Die genaue Analyse: Brasilien ist Mitglied in der New Development Bank, die von den BRIC-Staaten als Gegenentwurf zur Weltbank gegründet worden ist. Es ist wahr, dass es in Brasilien Skandale wie den um Petrobas gab. Das Land steckt zudem wie der Rest der Weltökonomien in einer Rezession.

Des Weiteren zielt die Fitch-Drohung auf das Ramschniveau ab. Dieser Schritt wurde seitens der Ratingagentur Standard & Poor‘s bereits vollzogen, so dass sich für den BRIC-Staat eine Versorgung mit Krediten auf dem internationalen Kapitalmarkt erheblich schwieriger gestaltet. Die Investitionsströme versiegen, Pensionsfonds sind im Rahmen ihrer strengen Anlagevorschriften dazu gezwungen die Anlagen in Brasilien ad acta zu legen. Die Kapitalströme würden aus Mangel an guten Alternativen im Euro-Raum landen.

Vergleiche sind immer gut, also lassen Sie uns einen gemeinsamen Blick auf den 24.04.2015 werfen. Fitch war im April bezüglich Spanien und Italien der Meinung, dass dort Handlungsbedarf nicht angebracht ist, ganz im Gegenteil, hier wurden die Noten BBB+ vergeben. Für Norditalien würde man persönlich eine Lanze brechen, so viel ist sicher.

Für Spanien würde man seine Hände vermutlich nicht einmal in lauwarmes Wasser legen, von Feuer ganz zu schweigen. Standard & Poor’s rankt übrigens Russland auf der internen Skala mit 40.82, das stark angeschlagene Frankreich mit 88.97 und Spanien mit 61.97. Der Wirtschaftsriese Rumänien liegt mit 51.22 deutlich über Russland, während die Wirtschaftsmacht Bulgarien auf 52.1 residiert. Die globalen Wirtschaftsmächte Bulgarien und Rumänien sind beide im EU-Block. Ein wenig Sarkasmus kann ja nicht verkehrt sein.

Dies alles führt einem, vorausgesetzt man ist nicht vollkommen blind, eines deutlich vor die Augen. Das, was momentan auf Wirtschaftsebene passiert, wird in spätestens fünf Jahren auf globaler Ebene mit Waffengewalt ausgetragen werden, wenn man nicht entgegenlenkt.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt dar. Der komplette Bericht, sowie weitere Publikationen können im unabhängigen FX-Wirtschaftsblog gesichtet werden. Übrigens, weitere Wirtschaftsdaten können im Kalender oder im Live-TV bei Smartest Finance FX gesichtet werden.

Bildnachweis: pixabay.com

13:31 22.10.2015
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

smartest-finance

Studierter Volkswirt, gegen den Wahnsinn des Pumpkapitalismus. Mag Theater, Literatur, Kunst. Impressum: https://goo.gl/PZcBPX
smartest-finance

Kommentarfunktion deaktiviert

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert. Deshalb können Sie das Eingabefeld für Kommentare nicht sehen.

Kommentare