JOURNALISTEN, WACHT AUF!

Die Wahrheit (1). Schon seit längerem mangelt es an Meldungen über „Flüchtlinge auf dem Mittelmeer“. Zum Glück. Denn: Wer gar nicht berichtet, kann auch keinen Blödsinn verbreiten.
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JournalistInnen, die in ihren Publikationen darüber berichten, dass „zahlreiche Flüchtlinge aus Entwicklungsländern auf dem Weg nach Europa seien, um hier ein besseres Leben zu führen“, sollten unverzüglich in sich gehen -und erst wieder herauskommen, wenn sie bereit sind, bei ihren Formulierungen höchste Präzision walten zu lassen.

So ist der Ausdruck „Entwicklungsland“ im Gegensatz zu „Dritte-Welt-Land“ zwar nicht schwachsinnig-rassistisch, aber sinnlos und dumm, weil es kein Land gibt, das sich nicht (irgendwie) entwickelt. Die zutreffende Bezeichnung lautet hier: „von den Industrie-Nationen ausgebeuteter Staat“, abgekürzt: „vdIa-Staat“.

Als gänzlich inakzeptabel jedoch muss der respektlose, abwertende Begriff „Flüchtlinge“ eingestuft werden. Korrekt ist: „Vertriebene“ -aus ihrer geliebten Heimat vertrieben von den kriminell-hirnlos nach Profit gierenden Wirtschaftsführern der Industrie-Staaten mitsamt ihren Politiker-Marionetten.

Eine gewissenhafte Journalistin/ein gewissenhafter Journalist muss stets die Hintergründe einer derart katastrophalen Tragödie in Erinnerung rufen, auch wenn dies jedem halbwegs informierten Publikum bekannt sein dürfte.

Man kann nicht oft genug betonen, dass vor allem der afrikanische Kontinent systematisch zerstört wurde und systematisch zerstört wird durch die skrupellosen Machthaber in Europa und in Nordamerika: Entführung und Versklavung fast 15 Millionen Einheimischer ab dem 16.Jahrhundert, mit Massenmord verknüpfte koloniale Ausbeutung, Förderung dem „Westen“ höriger Regimes heutzutage. Dass in fast allen Staaten Afrikas Englisch oder Französisch (also die Sprache der Täter, Verbrecher, Mörder, Terroristen) als Amtssprache gilt, zeigt sehr anschaulich, in welche Würdelosigkeit wir diese Länder gestürzt haben.

Unsere Regierungen sind verantwortlich für die katastrophale Situation der dort lebenden Bevölkerung, den Tod vieler Millionen Menschen auf Grund von Unterernährung oder eigentlich harmlosen Krankheiten, Erblindung wegen Vitamin-Mangel, Landraub, Ausbeutung, Zerstörung der Natur (auch durch die von uns verursachte Klima-Erhitzung), Boden-Vergiftung, Ruin der Wirtschaft durch unsere subventionierten Lieferungen, Waffenhandel und Krieg.

Und genau deshalb ist es verlogen und widerlich, gütiges Mitleid für diese „armen Menschen“ zu erjammern.Nicht gnädige Hilfsbereitschaft ist angemessen, sondern Gerechtigkeit, also die sofortige und umfangreiche Wiedergutmachung unserer fürchterlichen teuflisch-rassistischen Verbrechen. Oder juristisch ausgedrückt: Schadensersatz und Schmerzensgeld, mindestens in vielfacher Milliarden-Höhe.

Anständige JournalistInnen haben die Aufgabe, ein öffentliches Bewusstsein zu erzeugen, das unsere PolitikerInnen dazu bewegt, ihr kriminelles, teuflisch-rassistisches Fehlverhalten einzustellen, die Opfer um Verzeihung zu bitten und unverzüglich den Aufbau politisch, sozial und wirtschaftlich starker, souveräner Staaten v.a. in Afrika grundlegend und vollständig zu finanzieren.

Außerdem muss es selbstverständlich sein, dass die nach Europa vertriebenen MitbürgerInnen hier als (Dauer-)Gäste herzlichst willkommen sind, in deren tiefer Schuld wir stehen. Sie verdienen die Beherbergung in geräumigen, schönen Wohnungen oder erstklassigen Hotels und dazu angemessene Entschädigungs-Zahlungen, die es ihnen ermöglichen, wenigstens jetzt ein angenehmes Leben zu führen, ohne je wieder arbeiten zu müssen.

Ich bedanke mich im voraus sehr herzlich für jeden Kommentar.Ab sofort werde ich meine Beiträge nicht mehr unter dem bis jetzt gültigen Pseudonym, sondern als Manuela Eisensteinveröffentlichen.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Fräulein Sonnenschein

ab dem 8.März 2014 veröffentliche ich meine Beiträge unter dem Namen "Manuela Eisenstein"
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Fräulein Sonnenschein

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