susi schulz

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RE: Steilvorlage für den Kindsmörder Magnus Gäfgen? | 05.08.2011 | 14:21

Ja, liebe empörungsweltmeister, es ist schwer zu ertragen, man
muss erstmal schlucken, vor allem wegen der totalen scham-und empathielosigkeit des täters. und die schmerzen der eltern mag man sich nicht vorstellen.
aber das Gäfken-urteil ist dennoch richtig, eine hommage an die allgemeine erklärung der menschenrechte von 1948, eine sternstunde der justiz.
ein bisschen folter gibt es nicht, und gerade wir deutschen
dürfen nicht vergessen, was es bedeutet, wenn das absolute folterverbot abwägungen offensteht.
es geht hier nicht um nothilfe, zu der sicher jeder greifen würde,
sondern um die behandlung auch von tätern, die sich in staatlicher gewalt befinden.
und nein, liebe empörungsweltmeister, der deutsche hinweis auf Auschwitz hat sich nicht erledigt, in gewisser weise erledigt er sich nie. wenn wir Auschwitz vergessen, hören wir auf ,eine
zivilisierte gesellschaft zu sein.
und alle, die sich nun für die opfer stark machen und vorhersehbare säue durch's dorf treiben: es gibt genug opfer
von menschenverachtung direkt vor eurer haustür, wenn ihr mal genau hinschaut. opfer von familiärer gewalt, die in armut leben, flüchtlinge, opfer menschenverachtenden lohnpolitik.
wohlan!

RE: Unser Herz der Finsternis | 29.07.2011 | 17:54

also, hitler war auch zunächst ein wirrer einzeltäter.
probleme gibt es, wenn aus der sogenannten mitte der
gesellschaft schützenhilfe geleistet wird, wenn die in jeder vergesellschaftung enthaltene gewalt sich in eingängigen thesen luft verschafft. selbstreflexion, gesellschaftstheorie sind so viel anstrengender...
erst gestern lag eine zeitschrift namens "unabhängige nachrichten" in meinem briefkasten: wirr, menschenverachtend, nationalistisch. leider denke ich (ausser:wo ist der verfassungsschutz, wenn man ihn braucht?!): das kann auf fruchtbaren boden fallen in einer gesellschaft, die niedriglohn, menschenrechtsblindheit (siehe den UN-Bericht für soziale, ökonomische und kulturelle Rechte vom 20.5.2011 zu u.a.HartzIV), soziale ungleichheit nicht nur erzeugt, sondern rechtfertigt. Wie z.B. Stein/Brück/Meier, die immer noch von der erfolgen der Agenda 2010 phantasieren. Wenn das der kenntnisstand der eliten ist, dann hat politikerbashing, wie es die genannte zeitung auch wohlfeil betrieb, leichtes spiel.
Hoffentlich ist die zivilgesellschaft klüger als das.
a.stark

RE: Unser Herz der Finsternis | 29.07.2011 | 17:52

also, hitler war auch zunächst ein wirrer einzeltäter.
probleme gibt es, wenn aus der sogenannten mitte der
gesellschaft schützenhilfe geleistet wird, wenn die in jeder vergesellschaftung enthaltene gewalt sich in eingängigen thesen luft verschafft. selbstreflexion, gesellschaftstheorie sind so viel anstrengender...
erst gestern lag eine zeitschrift namens "unabhängige nachrichten" in meinem briefkasten: wirr, menschenverachtend, nationalistisch. leider denke ich (ausser:wo ist der verfassungsschutz, wenn man ihn braucht?!): das kann auf fruchtbaren boden fallen in einer gesellschaft, die niedriglohn, menschenrechtsblindheit (siehe den UN-Bericht für soziale, ökonomische und kulturelle Rechte vom 20.5.2011 zu u.a.HartzIV), soziale ungleichheit nicht nur erzeugt, sondern rechtfertigt. Wie z.B. Stein/Brück/Meier, die immer noch von der erfolgen der Agenda 2010 phantasieren. Wenn das der kenntnisstand der eliten ist, dann hat politikerbashing, wie es die genanntezZeitung auch wohlfeil betrieb, leichtes spiel.
Hoffentlich ist diezZivilgesellschaft klüger als das.
a.stark

RE: Unser Herz der Finsternis | 29.07.2011 | 17:51

also, hitler war auch zunächst ein wirrer einzeltäter.
probleme gibt es, wenn aus der sogenannten mitte der
gesellschaft schützenhilfe geleistet wird, wenn die in jeder vergesellschaftung enthaltene gewalt sich in eingängigen thesen luft verschafft. selbstreflexion, gesellschaftstheorie sind so viel anstrengender...
erst gestern lag eine zeitschrift namens "unabhängige nachrichten" in meinem briefkasten: wirr, menschenverachtend, nationalistisch. leider denke ich (ausser:wo ist der verfassungsschutz, wenn man ihn braucht?!): das kann auf fruchtbaren boden fallen in einer gesellschaft, die niedriglohn, menschenrechtsblindheit (siehe den UN-Bericht für soziale, ökonomische und kulturelle Rechte vom 20.5.2011 zu u.a.HartzIV), soziale Ungleichheit nicht nur erzeugt, sondern rechtfertigt. Wie z.B. Stein/Brück/Meier, die immer noch von der Erfolgen der Agenda 2010 phantasieren. Wenn das der Kenntnisstand der Eliten ist, dann hat Politikerbashing, wie es die genannte Zeitung auch wohlfeil betrieb, leichtes Spiel.
Hoffentlich ist die Zivilgesellschaft klüger als das.
a.stark