francesco

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RE: Die neue Es-reicht-Haltung | 26.07.2015 | 10:45

Na dann wissen Sie ja aus eigener Erfahrung auch, dass solche Organisationen letztlich immer die Führung haben, die sie verdienen. Ihre Enttäuschung bzw. Wut auf diese Bande ist natürlich verständlich. Ihrer Aussage "Solange die Gewerkschaften nicht eine Revision der Agenda 2010,die diese Politik erst ermöglichte, vehement fordern, ist alles nur Augenwischerei!" würde ich aber nur teilweise zustimmen. Wenn Kollegen bei Amazon, an der Charité Berlin oder bei der Post in den Streik treten und dabei einiges riskieren, ist das natürlich keine "Augenwischerei", sondern etwas sehr reales. Wenn es etwas gibt, das zu einem Umdenken, Kurswechsel und vielleicht auch dazu beitragen kann, dass die Gewerkschaften andere Führungen bekommen, sind es diese Kämpfe und die Menschen, die sie führen.

RE: Die neue Es-reicht-Haltung | 25.07.2015 | 22:02

Sie haben das Wichtigste nicht begriffen, DANKI. Es geht nicht darum, "dass die Gewerkschaften jetzt endlich aufgewacht sind und uns Lohnabhängigen ehrlich vertreten". Es geht nicht darum, was die Gewerkschaftsspitzen tun oder lassen, es geht darum, was SIE tun, falls Sie, wie Sie nahelegen, zu den Lohnabhängigen gehören.

RE: Kampfstark nur im Kleinen | 27.11.2014 | 22:40

Ein bisschen viel "wenn" und "hätte" in Ihrer Argumentation, aber gut. Wenn der EVG-Vorläufer Transnet nicht jahrelang Mehdorns Börsenpläne bei der Bahn unterstützt hätte, wär die GDL vielleicht gar nicht so scharf auf einen eigenen Tarifvertrag geworden. Aber so ist es nunmal gelaufen. Worauf Sie mit Ihrer Argumentation eigentlich hinauswollen, ist mir nicht klar. So wie ich es verstehe, geht es in dem Artikel doch darum, dass Berufsgewerkschaften legitim und ihre Streiks unterstützenswert sind, aber dass sie deshalb noch lange nicht das bessere Gewerkschaftsmodell verkörpern. Sagen Sie doch mal was dazu.

RE: Kampfstark nur im Kleinen | 27.11.2014 | 08:29

@RORA1970: Also, Sie mögen es ja für "eine lange und schlechte Tradition" halten, dass sich Gewerkschaften zu politischen Fragen äußern, obwohl dazu nur ihr Dachverband "befugt" ist. Was für ein schematisches, beckmesserisches Organisationsverständnis. Bloß gut, dass die Wirklichkeit anders läuft. Nur ein Beispiel: Es gäbe heute noch kein Mindestlohngesetz, wenn ver.di und NGG 2006 nicht einfach mit der Kampagne angefangen hätten. Es gab damals im DGB keine Mehrheit, weil IG Metall und IG BCE dagegen waren. Nach Ihrer Logik würde ver.di heute noch auf eine Mehrheit im DGB warten.

RE: Das ist das Mindeste | 24.07.2014 | 15:48

Na, wunderbar. Fast zehn Millionen Menschen arbeiten im Niedriglohnsektor und von Frau Nahles' Mindeslohn hat jeder Dritte was.

RE: Geld ist nicht alles | 12.04.2014 | 11:11

Die öffentliche Daseinsvorsorge ist über die letzten zwanzig Jahre ausgeplündert worden, wo private Investoren damit Geschäfte machen können, ansonsten wurde einfach kaputtgespart. Es wird Zeit, dass die Gewerkschaften gegen diesen Betriebswirtschaftsunsinn etwas unternehmen und nicht nur darauf warten, dass "die Politik" irgendwann umdenkt. Den Kolleginnen und Kollegen an der Charité viel Erfolg. Ya basta!