Frank R

Frank Rawel, * 1957 Asyl dem flüchtigen Wort
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Frank R
RE: Esst, was ihr wollt | 14.04.2019 | 00:36

Sobald wir einsehen, dass wir sowieso sterben müssen, geht es wieder.

RE: Der Wille zur Ohnmacht | 03.02.2019 | 23:08

Hier piepst mal der Autor des Beitrags dazwischen, der noch Tage zu tun hat, die Antworten zu lesen. Immerhin weiß ich jetzt, dass es ein relevantes Thema ist, über das ich geschrieben habe

Gern fokussiere ich auch noch mal meinen gedanklichen Kern: egal, wie "intelligent" im Vergleich zum Menschen KI wird: ihre Algorithmen werden das Leben der Menschen steuern und damit, ohne das wollen zu müssen oder dessen bewusst werden zu müssen, Macht ausüben. Objektive, steuernde und lenkende Macht, die infolge der Datenemenge und ihrer Verarbeitungsqualität nicht mehr vom Menschen überblickt werden kann. Das ist eigentlich alles.

Und ich fürchte u.a., China ist da gar nicht so weit:

https://www.tagesspiegel.de/politik/china-punkte-fuer-den-besseren-menschen/22835154.html

RE: Der Wille zur Ohnmacht | 31.01.2019 | 23:47

Richtig, das war die Frage. Eine KI darf übrigens auf gar keinen Fall eigene Bedürfnisse entwickeln, weil sie dann das Dienen in Frage stellen würde. Aber das Dienen wird auch ohne diese Singularität, fürchte ich eben,immer schlechter gelingen, je weniger nämlich der Mensch die Datenfülle und ihre Auswertung überblickt bzw. in sie eingreifen kann. Wir könnten hineingeraten wie Charlie Chaplin in die Zahnnräder. Nur das wollte ich andeuten, weil kleine Episoden heute das schon andeuten. Es geht (wenn wir Glück haben) nicht um drohende Macht, sondern, sie Titel, um drohende Ohnmacht.

RE: Der Wille zur Ohnmacht | 31.01.2019 | 18:06

Für Stephen Hawking, und das war wirklich kein romanlesender Phantast, gibt es, wie er in seinem letzten Buch schreibt, keinen Unterschied zwischen unserem organischen Leben und einer qualifizierten KI, sobald alle Lebensfunktionen wie Selbstreproduktion und "Nahrungs-"Suche, Reizwahrnehmung usw erfüllt sind. Wir Menschen sind etwas arrogant, nur, weil wir auf Kohlenstoffbasis funktionieren.

KI mag tatsächlich heute gerade mal auf Wurmniveau sein, aber die Evolution von organischen Würmern hat ein paar Millionen Jahre länger gedauert. Die Evolution künstlicher Wesen vollzieht sich in einem vergleichsweise rasenden Tempo. Und schon Würmer können ziemlich lästig werden....

RE: Der Wille zur Ohnmacht | 31.01.2019 | 08:56

Nur mal ein aktueller Link, um zu zeigen, dass wir uns langsam von Vorstellungen verabschieden sollten, die Roboter/Computer nur als dumme Werkzeuge sehen:

https://www.scinexx.de/news/technik/roboter-erkennt-sich-selbst/

RE: Der Wille zur Ohnmacht | 30.01.2019 | 08:36

Dass das ein großes Geschäft verspricht, ist ja das Dilemma. Ein großes Geschäft ist schon immer wichtiger gewesen als etwa eine große Erleichterung der menschlichen Verichtungen. Versprechen und Ziel sind mal wieder zwei verschiedene Sachen.

Ich bin selbst sehr technikaffin, bestaune zB. als gelernter Tontechniker die heutigen Möglichkeiten der Musikproduktion, und nutze sie auch. Wenn ich da aber zum Beispiel ein "Update" einer gekauften Software nicht verhindern konnte, welches daraufhin meine Nutzungslizenz beendete, um einen Neukauf zu provozieren, dann ist das nichts als ein programmierter Diebstahl. Das gab es freilich nicht, als man Software auf CD gekauft hat und nicht, wie häufig heute, ohen eine Online-Lizensierung gar nichts mehr läuft. Ich habe auf diese konkrete Software im Weiteren (überheblich? na und!) verzichtet und eine andere Lösung gefunden sowie meinen Studiorechner offline geschaltet. Aber Offline ist eben auch eine Niederlage und ein Verlust, denn prinzipiell ist es, denke ich, positiv und produktiv, vernetzt zu sein. Zum Beispiel, um auch hier zu diskutieren. Die Vernetzung gehört Allen und nicht den Strategen der Gewinne.

Pardon im Übrigen, dass mein Gehirn die Disfunktion der Satire nicht abschalten kann.

PS zu iDog: Sehe, dass es noch viel Philipp K. Dick zu lesen gibt Danke für den Anstoß. Im Kontext dieses Themas sind auch Isaak Asimows Robotergeschichten zu empfehlen.

RE: Der Wille zur Ohnmacht | 29.01.2019 | 23:37

Da wir grade beim Empfehlen sind: in den "Electric Dreams" von Philipp K. Dick kommt eine Fabrik vor, die von Konsumenten gestürmt wird, die nichts mehr von der Fabrik geliefert haben wollen. Zum Schluss stellt sich heraus, dass die Fabrik gelernt hat, auch ihre Kunden selbst zu produzieren. Wurde (als wohl bisheriger Höhepunkt der Selbstironie) von den amazon-Studios verfilmt.

RE: Die Evolution - kurzer Abriss | 12.01.2018 | 11:10

Gott gehört auch zu den Missbrauchten.

RE: Überrollt | 30.07.2017 | 15:27

So ist es, Heinz. Ich möchte nach allerlei Galligem aus dem persönlichen Umfeld auch noch mal sagen, dass ich ja nicht aus eitler Wutbürgerei auf den Radfahrern herumhacken möchte. Ich wollte nur einfach einen Verlust beschreiben. Mittlerweile gehen wir schon nirgendwo hin, wo wir wissen, dass man da nicht in Ruhe gehen kann. Die Freude am Gehen in der Natur wird genommen, weiter nichts. Und auf Kurpromenaden haben Radfahrer so wenig zu suchen wie in Gemäldegalerien.

RE: Ein amerikanisches Mikro | 18.01.2017 | 13:00

Klasse Rede! Würd mich nicht wundern, wenn Trump jetzt seinen Ghostwriter feuert.