Franz Hörmann

ao.Univ.-Prof. Dr. Franz Hörmann Wirtschaftsreformer und Geldsystemkritiker
Franz Hörmann
RE: Bankensanierung ohne einen Cent Steuergeld | 15.08.2016 | 19:58

Durch die Bankenrettung werden nicht die Banker gerettet sondern die Infrastruktur und die Jobs der Mitarbeiter (sowie deren Fähigkeiten im Bereich Vernetzung mit der Realwirtschaft). Die Infrastruktur der Banken (IT-Systeme v.a.) kann ja (mit neuen Regeln) weiter verwendet werden, die Mitarbeiter können umgeschult werden um die realwirtschaftlichen Prozesse zu steuern, anstatt getürkte Finanzpläne abzusegnen. Da im Vollgeldsystem ebenso wie im Informationsgeldsystem die Geldschöpfung (früher in der "Kreditvergabe") nicht mehr in die Zuständigkeit der Geschäftsbanken fällt, organisieren sie die realwirtschaftlichen Prozesse im Interesse des Gemeinwohls und der lernenden, kooperierenden Gemeinschaften. Der Debt-Equity-Swap ist die Methode, nach der sich die "Banker alter Prägung" in Ruhe zurückziehen können und die Technologie und Infrastruktur von den autonomen Gemeinschaften übernommen werden kann.

RE: Bankensanierung ohne einen Cent Steuergeld | 15.08.2016 | 19:53

Autarke Gemeinschaften, welche ihre Gesellschaftsvertrags-Regeln konsenieren benötigen keine "Politiker" mehr sondern kooperieren in Sachfragen. "Repräsentative Demokratie" als Scheindemokratie sollte uns nicht mehr verwirren können.

RE: Bankensanierung ohne einen Cent Steuergeld | 15.08.2016 | 19:51

Da das Informationsgeld auch das Rechtssystem umfasst (jeder hat einen Gesellschaftsvertrag anstatt bilateraler Schuldverträge nach römischem Sklavenrecht) ist darin das Subsidiaritätsprinzip mit verpackt, d.h. wenn jeder vor seiner Türe kehrt ist überall gekehrt. Die Genossenschaft (OSBEEE) stellt lediglich die Infrastruktur (die "Expert System Shell", also die leere Regelbank und die Sprachsyntax) zur Verfügung. Die Regeln selbst konsensieren die autonomen Gemeinschaften.

RE: Bankensanierung ohne einen Cent Steuergeld | 15.08.2016 | 09:06

Im Debt-Equity-Swap werden Schulden nicht einfach "sozialisiert" sondern eben in Eigenkapital (eine STAATSBETEILIGUNG) umgewandelt, die für niemanden (weder Steuerzahler noch Sparer) eine Enteignungsgefahr darstellt. Dies ist das genaue GEGENTEIL einer Schuldensozialisierng!

Was "eine Bank" nach Verstaatlichung tut, obliegt den Eigentümervertretern des Staates, also der neuen POLITIK, die im Bereich Banken- und Geldsysteme dann (hoffentlich von UNS ALLEN IM KONSENS) implementiert werden wird.

Wer dies positiv mitgestalten will, ist herzlich eingeladen. Wer sich aus ideologischen Gründen verweigert, darf auch sehr gerne mit "Nein Danke!" antworten.

;-)

RE: Bankensanierung ohne einen Cent Steuergeld | 15.08.2016 | 09:02

Die Banken buchtechnisch zu retten (und damit auch den Euro) hat folgende Gründe:

1) Aufzuzeigen, dass dies auch OHNE Enteignung von Steuerzahlern und Sparern möglich ist und daher Politik und Öffentlichkeit über die rein informationstechnische Funktionalität eines jeden "Geldsystems" aufzuklären (weder Gold noch andere "knappe Güter" sind für ein "stabiles Geldsystem" erforderlich;

2) Steuerzahler und Sparer vor Enteignung zu schützen;

3) noch etwas Zeit zu gewinnen um bessere, auf reine Information (anstatt auf "knappe Güter") gegründete Kooperationssysteme zu implementieren wie sie etwa hier beschrieben sind:

https://osbeee.com/

http://www.informationsgeld.info/

http://www.zukunftsbanken.eu/

RE: Bankensanierung ohne einen Cent Steuergeld | 14.08.2016 | 11:16

Der Staat kann sich unter den im offenen Brief formulierten "Bedingungen" (nämlich bei Beschluss dieses kleinen Ein-Absatz-Gesetzes) SOFORT an den Banken in Form des Debt-Equity-Swaps beteiligen. Und übrigens ist das auch EU-konform, denn alle EU-Mitgliedsstaaten können sofort und eigenständig jede Maßnahme beschließen und umsetzen, die den Euro stärkt - und das ist ja wohl zweifellos der Fall!

;-)

RE: Bankensanierung ohne einen Cent Steuergeld | 14.08.2016 | 11:13

Lieber Otmar,

was Du hier überhaupt nicht verstehst, ist, dass das Giralgeld der Kreditnehmer IN EINEM ANDEREN (untergeordneten) RECHNUNGSKREIS zirkuliert, als die Bilanzpositionen "Sichteinlage". Letzteres ist der Bilanzrechnungskreis, darunter liegen die Geschäftskonten, darunter (bzw. daneben) noch andere Rechnungskreise.

Daher ist es

1) völlig egal, was inzwischen mit dem Giralgeld geschah (auf Bilanzebene), weil zwischen diesen immer nur pauschal die Salden abgestimmt und übertragen werden und

2) ist auch die elegante Übertragung der Giralkonten (am untergeordneten Kontenkreis) in einen treuhänderisch verwalteten Vollgeldrechnungskreis jederzeit möglich.

Ideologen und Volkswirte (es wird für mich immer schwerer zwischen diesen noch den Unterschied zu erkennen!) wissen das nicht, sie sind und waren auch nie Wirtschaftsprüfer und haben diese auch nie ausgebildet und haben nie Buchhaltungssoftware entwickelt noch geprüft, so wie ich das jahrelang getan habe.

Wenn Ihr Euch einmal die Mühe macht mit einem Experten für Bankensoftware oder einem Wirtschaftsprüfer, der die Buchhaltungssoftware von Banken prüft, zu reden, dann werden die das bestätigen. Das ist einfach der Unterschied.

Ich möchte das hier ausdrücklich nicht als Vorwurf formulieren, ersuche lediglich um eine tiefgehendere, kompetente Analyse, bevor wertvolle Beiträge einfach als "Unsinn" klassifiziert werden.

Vielen Dank dafür im Voraus und beste Grüße

Franz Hörmann

RE: Bankensanierung ohne einen Cent Steuergeld | 14.08.2016 | 11:06

Die "Auflösung" dieses "Dilemmas" ist geradewegs lachhaft einfach: für die Geschäftsbank ist es nach wie vor eine Verbindlichkeit nur hat sich der "formale Gläubiger" geändert. Daher wird auch diese "Verbindlichkeit" ganz einfach in den Debt-/Equity-Swap integriert. Für die Nationalbank macht es keinen Unterschied, denn sie schöpft buchungstechnisch ja ohnedies im Vollgeldsystem das gesamte (Voll-)Geld.

Also, wer das Zusammenspiel zwischen National- und Geschäftsbanken und dazu das Vollgeldsystem verstanden hat, sieht auch darin kein Problem.

;-)