Franz malef

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RE: Ein Schatten auf Tellkamps Heiligenschein | 27.01.2010 | 18:34

Danke für den "Bernhard" - das trifft meine Intensionen tatsächlich. Aber man könnte ja auch wirklich "Holzfällen" bei dem Theater. Nein, ich saß im Ohrensessel und betrachtete die Festgäste. Die Berkewicz fast wie die Auersberg und "Burgtheaterschauspieler" waren gleich im Dutzend anwesend. Und überhaupt. Ich wäre geneigt, über diesen Festakt ein Stück im Bernhardschen Stil zu schreiben. Es tut not.

RE: Regenbogen in Prenzlauer Berg | 27.01.2010 | 18:23

... und habt ihr gesehen? Das Mützchen von Frau Berkewicz! Genau wie ihr Star-Autor. Nur die Zierleiste fehlt bei ihr noch. Tellkamp schob übrigens einen besetzten Kinderwagen durch die Festgäste. Man ist ja was Besonderes - in allen Lebenslagen. Ob Handke ihm die Hand gegeben hat? Man weiß es nicht. Und gesagt hat er auch was - in die Kameras. Ich hab es vergessen. Es war wohl zu bedeutend.

RE: Ein Schatten auf Tellkamps Heiligenschein | 27.01.2010 | 10:33

Das Mützchen macht´s! Habt ihr gesehen, was für ein Mützchen Ulla Unseld-Berkewicz zum Festakt anlässlich ihrer Berlin-Eroberung trug? Fast wie das Winzermützchen ihres Starautors, nur ohne die schwarz-weiße Kante. Ansonsten schob Uwe Tellkamp seinen Kinderwagen mit Töchterchen Malasinta(!)durch die Ehrengäste. Auffallen ist Pflicht! Auch in die Kamera hat er bedeutende Worte gesagt - ich hab sie allerdings komplett vergessen. Ob Handke und Tellkamp sich die Hand gegeben haben, ist nicht überliefert, aber mit ein paar anderen wird er schon Küsschen getauscht haben, bestimmt sogar mit der Ulla. Ja, die Frauen sind ihm zugetan, von kleinen Provinzbuchhändletrinnen bis zu Verlagschefinnen. Alle lieben ihn - weil es in bestimmten Kreisen jetzt Mode ist, Tellkamp zu loben und zu preisen. Ich war übrigens auch zu diesem Festakt - in Verkleidung. Ratet mal als was?

RE: Ein Schatten auf Tellkamps Heiligenschein | 24.01.2010 | 13:00

Hallo, nach einiger Pause - hier etwas Tratsch: Von gut informierten Nachbarn aus dem Nobelviertel erfuhr ich, dass der Großschriftsteller beim Versuch, seinen Sohn im Kindergarten/Kinderkrippe anzumelden, eine Absage hinnehmen musste und ihm beschieden wurde, sich wie alle anderen in eine Warteliste einzureihen. Daraufhin Tellkamp, empört: Wieso denn das!? Sie wissen wohl nicht, wen Sie vor sich haben? - Ja, das scheinen die bedauernswerten Mitarbeiter der Kindereinrichtung wirklich nicht gewusst zu haben ...

RE: Ein Schatten auf Tellkamps Heiligenschein | 15.01.2010 | 16:27

Hallo Magda, nimm mal bitte meine Dopplungen heraus. Versehentlich entstanden. Danke.

RE: Ein Schatten auf Tellkamps Heiligenschein | 15.01.2010 | 16:04

www.dnn-online.de/aktuell/content/120247.htm - da schaut den Festakt der Dresdner Provinzzeitung DNN an. Tellkamp unter den Geehrten, neben den Paradiesvögel Stumph, Pauls usw. - bemerkenswert, Biedenkopf hielt die Laudatio und ist natürlich auch im Festkomitee. Da weiß man schon, wie´s zustande kam ...

RE: Ein Schatten auf Tellkamps Heiligenschein | 15.01.2010 | 16:03

www.dnn-online.de/aktuell/content/120247.htm - da schaut den Festakt der Dresdner Provinzzeitung DNN an. Tellkamp unter den Geehrten, neben den Paradiesvögel Stumph, Pauls usw. - bemerkenswert, Biedenkopf hielt die Laudation und ist natürlich auch im Festkomitee. Da weiß man schon, wie´s zustande kam ...

RE: Ein Schatten auf Tellkamps Heiligenschein | 15.01.2010 | 15:53

Ja, liebe Jayne, irgendwas machen wir falsch, denn auch in der DNN schlug man ihn, wenn auch nicht zum Ritter, so doch zum Knappen: Ehrung als herausragender Dresdner der letzten zehn Jahre! Er erschien mit Frau frischgeborenem Nibelungenkind.
Ich glaube, die "Boulevardisierung" unseres Alltags hat begonnen. Doch, sollen sie ihn ehren, auf diese Weise diskreditieren sie sich selber ... und der Schröder, eigentlich muss man Äußerungen dieses Hobbypolitikers nicht ernst nehmen. Magda hat recht, ein "Wurm" in Schiller´schem Sinne ...

RE: Ein Schatten auf Tellkamps Heiligenschein | 15.01.2010 | 15:52

Ja, liebe Jayne, irgendwas machen wir falsche, denn auch in der DNN schlug man ihn, wenn auch nicht zum Ritter, so doch zum Knappen: Ehrung als herausragender Dresdner der letzten zehn Jahre! Er erschien mit Frau frischgeborenem Nibelungenkind.
Ich glaube, die "Boulevardisierung" unseres Alltags hat begonnen. Doch, sollen sie ihn ehren, auf diese Weise diskreditieren sie sich selber ... und der Schröder, eigentlich muss man Äußerungen dieses Hobbypolitikers nicht ernst nehmen. Magda hat recht, ein "Wurm" in Schiller´schem Sinne ...

RE: Die Kunst des höheren Abschreibens | 13.01.2010 | 16:19

"die ganze literaturkritische Zunft hat sich voller Lob auf den Text geworfen" - Ja, warum wohl? Eine bestimmte öffentliche Erwartungshaltung. Jawohl. Und wer erwartete was? Keine Machination? Herr Tellkamp hat noch vor Erscheinen seines Buches im Spätsommer 2008 Herrn Biedenkopf in dessen Schweizer Villa besucht. Biedenkopf! Der ist bosher nicht durch literarische Taten iergendwelcher Art aufgefallen - wohl aber aks politischer Strippenzieher. Wir wollen doch in diesen Lande bitte nicht so naiv sein und an den gottgewollten Zufall denken. Im Gegenteil, alles spricht dafür, das hier einer das Buch zur Politik geschrieben hat. Und auch die Rezensentenzunft gehorcht den Regeln bestimmter politischer Tendenzen. Man ist ja kein Selbstmörder, oder will sich selber kaltstellen. Also, springt man auf den fahrenden Zug auf. Einer schreit "Hurra!" und alle schreien mit. Kollektive Blindheit. Wie im Märchen von des "Kaisers neuen Kleidern" - und nur ein paar haben geschrieen "Der ist ja nackt!" Doch jetzt plötzlich, wo sich der Funkenregen und das Konfetti verzogen hat, jetzt wird langsam klar, wem man da hinterher gerannt ist. Und der Vorwurf des Plagiats steht schon seit mindestens einem halben Jahr oder länger im Raum. Die Spatzen zwitscherten es von den Dächern, aber da lärmte die Karawane noch. Und dass der Text insgesamt schwach ist, voller Klischees, ja, dass man sogar eine Klischeeliste abhaken kann, die von der Politik immer wieder bemüht wird, dass es eigentlich keinen wirklichen Plott gibt und kaum Figurenentwicklung, dass die Sprache unter einer explodierenden Adjektivitis leidet, wie sie typisch für literarische Anfänger ist, dass offenbar kaum ein Lektor am Text gearbeitet hat - all das war schon lange bekannt und von (allerdings) wenigen Rufern herausgeschrieen. Aber all das ging unter im Kanonendonner des Preisregens. Und auffällig: Alle Preise regneten aus derselben Wolke - aber keine Machination und Absprachen ist zu erkennen? Wie blind muss man sein, um nicht zu erkennen. Wie sage der alte Cicero "Cui bono?" - nein, nein dieses Buch kam zur rechten Zeit, es fehlte derartiges eben noch und so wurde es geliefert, ob zufällig oder absichtsvoll, dies beantworte man sich selber ...