franz wanner

Ich bin interessiert an Widerspruch, Einwand und Ergänzung. Jede Anregung ist ein Dialogangebot. Auseinandersetzung ist Erkenntnisquelle.
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RE: Hört nicht die Sirenen | 25.06.2015 | 18:11

@ Salvo

Sie missverstehen und jammern falsch. Sie beschreiben, was ist. Und lehnen ab, weil Sie Verschlimmbesserungen befürchten.

Aber weil nicht gut ist, was ist, sollte man nicht prinzipiell gegen Veränderungen sein. Dabei mag Vergangenes erträglicher scheinen. Zukunft ist nun mal "ungewiss". Bleibt aber machbar.

Das war das Ziel:

"Eine Wirtschaftspolitik der „regionalen Zentren“ nach eigenem Gutdünken ist in einer Währungsunion nicht möglich."

Wieso sollte diese Zielstellung "unaufrichtig" sein? "falsch" ist natürlich die gezogene Schlußfolgerung:

"Das bedeutet aber keine Angleichung der Lohnniveaus und sozialstaatlichen Standards."
Das wäre ein Widerspruch zum eigenen Ansinnen, denn ein "Wirtschaftsraum" lässt sich nicht auf Währung und wenige Zahlen reduzieren, da sich alle Lebensumstände eben als Wirtschaftsfaktoren geltend machen. Steuersätze und Pflichtanteile an Sozialleistungen, vom Mietniveau bestimmte Lohnhöhen usw. Alles bestimmt den wettbewerbsfähigen Marktpreis mit und führt, wenn nicht "nach eigenem Gutdünken" entwickelt wird, zwangsweise zu einer Harmonisierung.