frau37

-
Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Drohendes Ende eines Berufsstandes | 02.06.2010 | 03:56

Ammenmärchen - nichts als Ammenmärchen
Ich habe genug von dieser aggressiven Interessenpolitik der Hebammen, die unter dem Deckmäntelchen der angeblich so dringend erforderlichen "Wahlfreiheit der Frauen auf ihre Geburtsart" daherkommt. Und von Medien, die diese auf allen Kanälen vollkommen unreflektiert nachplappern - nach der "Zeit" und anderen jetzt auch der Freitag.
Ist es nicht eine äußerst begrüßenswerte Entwicklung, dass Geburtshilfefehler mit lebenslang schlimmen Folgen für die betroffenen Kinder und Familien heute auf Grund hoher Schadensersatzansprüche für den/die Verantwortliche/n äußerst schmerzhaft sind? Ich sehe keinen Grund dafür, warum diese Errungenschaft durch eine Erhöhung der Hebammenbezüge bzw. der Bezüge niedergelassener Gynäkologen wieder rückgängig gemacht werden sollte. Die Prämien der Versicherungsbranche werden über Schadenswahrscheinlichkeiten anhand der Auswertung bereits eingetretener Versicherungsfälle äußerst rational ermittelt. Wer als Geburtshelfer/in ein hohes Schadensrisiko darstellt, zahlt auch eine hohe Prämie.

Es ist überaus verwunderlich, dass sich immer noch so viele Frauen von der omnipräsenten pseudowissenschafltich argumentierenden und verlogenen Rhetorik der Hebammen einseifen lassen und wider alle gesicherte Erkenntnis die riskante Haus- bzw. Geburtshausgeburt der qualitätsgesicherten Klinikentbindung mit hohen Fallzahlen vorziehen.

Und wer angesichts der demografischen Entwicklung als Frau tatsächlich für die Zukunft eine "Geburtsort- und -optionenknappheit" befürchtet, der hat mit Sicherheit noch nicht erlebt, wie die Geburtshelfer/innen heutzutage regelrecht um die weniger werdenden Schwangeren buhlen - Erfüllung jedes auch noch so esoterischen Geburtspläsierchens inklusive.

Mensch Frauen, denkt nach! Die Hebammen sind nicht wirklich auf Eurer Seite! Sie machen sich einzig für ihre ureigenen Geschäftsinteressen stark! Das Ende dieses Berufsstandes wäre kein so großer Verlust wie man uns glauben machen will.