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RE: Schwerstarbeit am Pflegeberuf | 11.02.2011 | 20:32

Der FDP-Minister möchte entbürokratisieren, vielleicht dadurch ein wenig sparen. Unsozial will man aber nicht sein und bringt eine Lohnerhöhung ins Gespräch. Pflege geht alle an, aber Besserverdienende in die gesetzliche Pflege zahlen lassen, will man dann sicher nicht, es könnte ja Stimmen bei der Klientel kosten. Also sollen es die Fachkräfte aus dem Ausland richten, die sind bestimmt schön billig für das Gesundheitssystem und als FDP ist man ja weltoffen und liberal. Ob es Polen erfreut, wenn ihre Fachkräfte nach Deutschland auswandern? Wo holen die dann ihre Fachkräfte her? Sieht so aus, als ob die ärmeren Länder für die Reicheren ausbilden sollen, weil die Politik hier die Probleme nicht in den Griff bekommt.

RE: Dominik Brunner und die Zivilcourage | 21.07.2010 | 00:45

@silent_marc
"Das ist für mich die entscheidene Frage. Wie bekommen wir diese Gewalt, diese komplette Respektlosigkeit gegenüber jeglichen Lebens durch junge Menschen in den Griff?"

Ich glaube sie stellen die richtige Frage.
Um die Frage zu beantworten muß man wohl viele Komponenten im Zusammenhang sehen.
Gewalt in Medien und Computerpielen dürfte die Hemmschwelle senken.
Zunehmender Leistungsdruck in Schule und Beruf führt zu Unfairness die möglicherweise weitergegeben wird.
Ein bestimmeter Prozentsatz von Jugendlichen wird über die Endstation Hauptschule aufs Abstellgleis geschickt, was ganz sicher Frust auslöst.
Wenn man die Punkte einzeln betrachtet, ist alles noch nicht so dramatisch, es kann noch kompensiert werden durch Familie, Freundschaften, Beziehungen usw.. Aber wenn alles zusammen kommt, entsteht ein gefährliches Gebräu.

RE: Präsident der Panik | 02.07.2010 | 16:44

"Wenn dem also so ist - und wer wollte dies eigentlich bestreiten -, weil Gauck nicht für etwas, sondern gegen jemanden nominiert wurde, hätte die "Linke" genau das Gegenteil von dem tun müssen, was man von ihr erwartete. Frei nach dem Motto: "Wer anderen eine Grube gräbt ist selbst ein Schwein!" "

Ich persönlich wünsche mir mehr geradlinige Politiker, die zu ihren politischen Inhalten stehen. Die Linke hat das getan, indem sie einen konservativen Kandidaten ablehnt, der nicht nach Gemeinsamkeiten gesucht hat.
Weniger Taktieren, mehr Geradlinigkeit und Politik wird wieder spannender, ehrlicher und vor allem wählbarer.

RE: Präsident der Panik | 02.07.2010 | 02:09

Warum haben die Linke Frau Schwan damals mitgewählt und Herrn Gauck jetzt nicht?
Politikwissenschaftler Dr. Scharenberg erklärt es im letzten Abschnitt des Interviews:

www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,8086165,00.html

RE: Schöne Bescherung | 30.06.2010 | 17:31

Um Menschen zum Umstieg auf ÖPNV und Bahn zu bewegen, müsste man eine große und lang andauernde Werbekampagne starten. Frage ist wer das organisiert. Greenpeace dürfte das nicht allein finanzieren können. Eine rot/rot/grüne Regierung könnte es schaffen, wenn die SPD von ihrem Motto "Wir wollen nicht alles anders, aber vieles besser machen" abweicht.
Noch besser wäre es wenn ein ökologisch gesinnter Millionär diese Kampagne finanziert. Denn ob man der SPD trauen kann, weiß ich nicht.

RE: Schöne Bescherung | 30.06.2010 | 16:45

Mondragon ist sicher ein gutes Beispiel für vernünftiges Wirtschaften mit demokratischer Mitbestimmung. Diese Genossenschaft ist aus der Not heraus entstanden und hatte Glück das der Gründer aus christlichen und nicht kapitalistischen Motiven heraus gehandelt hat.

RE: Schöne Bescherung | 27.06.2010 | 16:12

Man darf sich nicht zu sehr auf die Politik verlassen. Grüne bekommen eben keine 50% bei Wahlen, sondern nur 15% und müssen mit einer SPD zusammenarbeiten, die in den Bundesländern auf Kohleabbau setzten möchte, oder mit einer CDU, die auf Atomkraft setzt.
Der Verbraucher selbst bestimmt die Energiepolitik. Lässt er sein Auto ab heute stehen und setzt konsequent auf öffentl. Nahverkehr und Bahn und nimmt damit in Kauf, eine halbe oder ganze Stunde länger unterwegs zu sein?

RE: „Wie? Sympathien für den Deiwel?!“ | 22.06.2010 | 23:58

Hallo Querdenker,
selbst aktiv gestalten um zu verändern, ist in der Gesellschaft möglich, da stimme ich zu.
Speziell im Unternehmen jedoch nur, wenn man an entsprechend hoher Position sitzt. Der einfache gewerkschaftlich engagierte Angestellte wird bei kleinstem Fehlverhalten sofort entsorgt (siehe Fall Emmely), weil genügend andere vor der Tür stehen und den Job übernehmen würden.
Streik ist nicht die kollektive Unterwürfigkeit gegenüber Machtverhältnissen, sondern Sprachrohr derer die sonst keine oder nur geringe Mitbestimmungsrechte haben.
Ich stimme jedoch zu, daß es andere effektivere Wege der demokratischen Mitbestimmung geben und vor allem die Macht der Wirtschaft gegenüber den Arbeitnehmern eingedämmt werden müsste, evtl. in Form eines bedingungslosen Grundeinkommens, was automatich dazu führen würde, die Arbeitswelt ethischer zu gestalten.

RE: "Sie waren wie Tiere" | 18.06.2010 | 22:17

Überall wo in der Vergangenheit willkürlich Landesgrenzen gezogen, oder unterschiedliche Volksgruppen in ein Land gesperrt wurden, gibt es Probleme. Stalin hat diesen Fehler in der Sowjetunion gemacht und die Europäer mit ihrer verfehlten Kolonialpolitik im Nahen Osten (Irak, Palästina) und Afrika (z.B. Somalia).

RE: „Wir wollen anders sparen“ | 18.06.2010 | 01:40

Im letzten Jahr sind noch DGB-Busse zu den Demonstrationen gefahren. Dieses Jahr war Frau Merkel beim DGB-Kongress und wurde freundlich empfangen. Proteste bei den Delegierten gab es kaum.
Bleibt abzuwarten was der DGB für den Herbst plant.