Gleichheit & Freiheit

Linke & Rechte "Niemand kann frei sein, solange es nicht alle sind." (Erich Mühsam, 1878-1934)
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"Weder links noch rechts sondern vorn" - so warben die "Grünen" Ende der 1980er Jahre auf bunten Wahlkampf-Plakaten für ihre Werte: "ökologisch, basisdemokratisch, sozial, gewaltfrei". Der erste Auslandseinsatz deutscher Soldaten nach dem 2. Weltkrieg folgte 1999 - im ersten Jahr der ersten Regierungsbeteiligung auf Bundesebene. "Vorn" bedeutet seither "ökonomisch, basisfern, sozialdemokratiehörig, gewaltbereit". Heute sind "Bündnis90/die Grünen" in der bürgerlichen Mitte angekommen - als neoliberales "Zünglein an der Waage" der Altparteien CSPDU. Oppositionelle Erscheinungen am "linken" wie am "rechten" Rand lassen sich so trefflich kontrollieren und instrumentalisieren. Hauptsache "vorn": pseudoliberal und global für's Kapital. Da sollte nicht verwundern, wenn eindimensionale Standpunkte auf der zweidimensionalen "Rechts-Links-Geraden" sich zum Kreis krümmen und im dreidimensionalen Raum scheinbare Berührungspunkte finden, die bei genauer Betrachtung der vierten Zeit-Dimension höchst unterschiedliche Ursachen, Motive und Ziele erkennen lassen. Die Geschichte lehrt uns, dass eine Definition der Priorität von Gleichheit vor Freiheit (= links) oder Freiheit vor Gleichheit (= rechts) in die Irre führt. Erinnert sei an ein Zitat von Erich Mühsam: "Niemand kann frei sein, solange es nicht alles sind."

16:34 30.07.2016
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Freiheit, Frieden, Freude

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