Männer in den Wechseljahren

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Wir Männer werden nicht älter, wir werden reifer. Wir sammeln keine Jahre, sondern Erfahrungen. Und jede Erfahrung macht uns interessanter. Bis wir genug Erfahrungen gesammelt haben und anfangen, nachzudenken. Woher kommen wir, wohin gehen wir – und warum wachsen uns Haare aus den Ohren?

Männergruppen sind bei der Suche nach Antworten auch keine Hilfe: Die einen werden unterdrückt, die anderen würden gern mal unterdrücken, weitere drücken sich vor dem weiblichen Geschlecht, andere drücken nur ihr eigenes kleines Geschlecht, wenige drücken immer noch Pickel aus und alle drücken sich davor, sich richtig auszudrücken.

Männer schweigen oft in der sturen Hoffnung, dass man sie dadurch für Denker hält. Und wenn sie von ihren Frauen etwas gefragt werden, dann sagen sie „Ja“, weil sie glauben, dass Frauen Bestätigung möchten. Allerdings hören sie nicht zu, denn die Frage lautete: „Findest du meinen Hintern zu dick?“

So wird aus einer mittleren Beziehungskrise eine mittlere Lebenskrise. Das nennt man dann Midlifecrisis, doch eigentlich sind es die Wechseljahre des Mannes: Er wechselt sein Aftershave und sein Bier. Er wechselt vom Kombi aufs Motorrad. Er wechselt von seiner Frau auf seine Assistentin.

Doch in einem bleibt er sich treu: Im Vernachlässigen der Ehrlichkeit. Denn wenn Männer ehrlich wären, dann würden sie auf die Frage „An was denkst du gerade?“ antworten: „An mich.“ Und da wir ständig an uns denken, bleibt kaum noch Platz fürs Gedankenspiel: Was wäre anders, wenn wir anders wären?



Mehr als mainstreamendes Gender
hat der Mann auf der Agenda:
Bier, Karriere, Fußball, Frau'n,
Geld verdienen, Häusle bau'n.

Doch trotz Stellung, trotz des Geldes,
merkt er bald, an etwas fehlt es:
Um zu fühlen, um zu lieben,
ist er zu sehr Mann geblieben.

Also fängt er an zu grübeln,
schüttet sein Herz aus in Kübeln,
doch die sind dann auch schnell leer,
womit man beim Alten wär'.

Deshalb sucht er stets das Neue,
lügt, betrügt und heuchelt Reue,
hüpft zu oft in fremde Betten...
Ist der Mann denn noch zu retten?



...fragt Friedland...

14:35 17.06.2009
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Friedland

Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten. So hab' ich es in der Schule gelernt - inklusive der dummen Antworten. Ich frage, um überhaupt Antworten zu bekommen - richtige, falsche, schlaue, dumme. Z. B.: Wenn Staubsaugervertreter Staubsauger verkaufen, was verkaufen dann Volksvertreter?
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Kommentare 199

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