Mein Samstagvormittag...

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...begann mit einem Brief von der Telekom. Ich hatte noch keinen Kaffee getrunken und auch noch nicht gefrühstückt, doch schon beim Anblick des grauen Umschlags mit dem farbigen T war ich hellwach. Denn eigentlich hatte ich mit der Telekom seit Jahren nichts mehr zu tun.

Allerdings habe ich mich im Laufe der letzten Woche über mögliche, günstigere Tarife (DSL und Telefon) informiert. Und bei meiner Suche wollte ich den Megenta-Riesen nicht von vornherein komplett ausschließen. Es folgte also ein kurzes Gespräch im T-Punkt, ich bekam eine Broschüre, die ich mit nach Hause nahm, darauf das aktuelle Angebot für Anbieter-Wechsler handschriftlich eingetragen, das war's. Kein Verkaufsgespräch, sondern ein schlichtes Informationsgespräch. Dachte ich...

Heute allerdings hielt ich eine offizielle Auftragsbestätigung des Kundenservice der Deutschen Telekom AG in der Hand. Im März würde der in Auftrag gegebene Call & Surf Tarif aktiviert werden. Und natürlich "sucht Sie unser Technischer Service zwischen 08:00 und 13:00 Uhr in Ihren Räume auf".

Jetzt war ich wacher als wach, auch ohne Kaffee. Ein Auftrag, von mir, ab März! Wie kommen die darauf? Also Wochenendfreizeit ade und hin zu besagtem T-Punkt: So freundlich wie mir möglich beschrieb ich das Problem, machte meinem Ärger Luft, fragte nach, WIE so etwas geschehen kann, WER in diesem Riesenunternehmen einfach mal so einen Auftrag eingeben kann, ohne dass es eine Unterschrift von mir gibt? Da sei es wohl zu einem Fehler im System gekommen, hieß es nur. Na klar, es liegt immer am System.

Zum Glück hat die Telekom meine Bankdaten nicht. Denn selbstverständlich hatte man mir nicht den günstigen Wechsler-Tarif mit Gutschrift und Wegfall der Bereitstellungspauschale verpasst, sondern das "Komplettpaket" mit allen möglichen Kosten. Wenn schon, denn schon.

In besagtem T-Punkt traf ich übrigens auf ein weiteres Kundenpaar, das so ziemlich das gleiche Problem hatte wie ich: Ein nicht erteilter Auftrag, der außerdem, wie die Telekom ihnen wohl schriftlich mitgeteilt hatte, nicht gekündigt werden kann. Wir haben für alle Fälle mal Kontaktdaten ausgetauscht. Vielleicht wird ja eine größere Geschichte daraus.

Vor Ort hat man dann den Auftrag aus dem System genommen. Nach drei Minuten kam auch bereits eine Bestätigung, dass ich das, was ich nicht bestellt hatte, auch nicht bekomme. Hoffentlich. Doch ich habe schon jetzt das schrille Klingeln des Technikers an einem Märztag um 8h00 morgens im Ohr, das mich ohne Kaffee, ohne Frühstück aus dem Bett reißt...

(Wer meine mittlerweile gefestigte Meinung zur Telekom erfahren möchte, der/die sende mir bitte eine PM. Allerdings wird wegen der zu erwartenden Flüche und Schimpfwörter ein Nachweis der Volljährigkeit benötigt...)

13:25 23.01.2010
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Geschrieben von

Friedland

Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten. So hab' ich es in der Schule gelernt - inklusive der dummen Antworten. Ich frage, um überhaupt Antworten zu bekommen - richtige, falsche, schlaue, dumme. Z. B.: Wenn Staubsaugervertreter Staubsauger verkaufen, was verkaufen dann Volksvertreter?
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