RE: Bleibt weich, bleibt zärtlich! | 27.02.2022 | 00:32

"Wladimir Putin hat einen Krieg begonnen, aber alle tragen die Verantwortung dafür, Frieden zu schaffen."

Ist das so? Diktiert die Affenarschf***e in Moskau mir noch mein Verhalten, während sie weder universelles Völkerrecht noch multipolare Moral oder gar den UN-Sicherheitsrat hinter sich hat? Ich/ wir sollen diesem sterbenden Clown den Wind aus den nimmersatten Segeln nehmen, indem wir... ja, was eigentlich? Reden? Verhandeln? Worüber denn?

Sogar den vorgeblich genozidierten, russisch-sprachigen bis -stämmigen Ukrainer:innen ist die Kinnlade bis auf den Boden gefallen angesichts des Furors, mit dem Sankt Putin, der Schutzheilige des dF, durch's heißgeliebte Nachbarland berserkert; das Brudervolk aus den Klauen von EU, Nato und USA zu erretten, indem er's mit Panzern überrollt.

Frieden ist geschaffen, wenn der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, dem nachgesagt wird, er habe sich "versprochen", als er in dieser Anhörung unüberhör- und unübersehbar versucht hat zu sagen, dass die Eingliederung von Donezk und Lugansk schon genug Schwierigkeiten machen- und Unheil anrichten würden; - wenn dieser Mann, z.B. dieser, es schafft, wie auch immer, dass Putin in einer Holzkiste aus dem Palast getragen wird: DANN herrscht - vielleicht - wieder Frieden. Keinen Tag früher.

RE: Bleibt weich, bleibt zärtlich! | 27.02.2022 | 00:12

"Aber auch in Deutschland ist die Brutalisierung der Gesellschaft bereits zu spüren. Die unkontrollierten Münder des Röttgen und der Stelzenmüller waren ein Symptom dieser Zuspitzung ..."

Seit 8 Jahren - in Worten: ACHT! - lässt der Freitag Lutz Herden über Putins 2014 im Ansatz gescheiterten, jetzt nachgeholten Wahnsinn schreiben, in einer Sprache und mit einem Vokabular, das das weicheste, zärtlichste Herz erfrieren lässt, dass man denkt, es taut nie wieder auf. Triumphalismus pur; eiskalt, erbarmungslos, unerbittlich.

"Aufgabe aller friedliebenden Menschen ist es nun, sich dieser Brutalisierung entgegenzustellen."

Nun? Es ist ein Witz. Es ist alles nur ein ganz großer, schlechter Witz. Vielen Dank, ich habe sehr gelacht.

RE: Wer bricht hier Vereinbarungen? | 23.02.2022 | 21:50

Die jüngsten Forderungen meinen Sie?

RE: Wer bricht hier Vereinbarungen? | 23.02.2022 | 21:46

Von welchen Sicherheitsgarantien, die hätten gegeben werden können, reden wir denn eigentlich?

RE: Wer bricht hier Vereinbarungen? | 23.02.2022 | 21:14

In etwa. "Joint Venture" nennen die Chinesen das. Baut das hier, wir gucken euch dabei über die Schulter. Im Raumfahrt-Sektor hat das zwischen Russland und USA immer gut geklappt. Da hätte man anknüpfen können.

RE: Wer bricht hier Vereinbarungen? | 23.02.2022 | 21:10

Bei den Nato-Osterweiterungen ist ja nicht geschossen worden. Die Russland-Westerweiterungen laufen etwas anders.

RE: Wer bricht hier Vereinbarungen? | 23.02.2022 | 20:44

OECD, Nato-Russland-Rat - Putin konnte alle Sicherheitsgarantien haben, die er von der Nato haben wollte. Und hatte sie auch. In Syrien sind Russland und die USA quasi nebeneinander hergeflogen; der eine Flieger hat dies zerbombt, der andere das.

Ich fürchte, Putin glaubt die russische Wirtschaft pimpen zu können, indem er dem erklärten Brudervolk zwei Industrieregionen klaut. Darauf deuten auch Sätze seiner Rede hin. Aber warum sollte mit Firmen, die auf ukrainischem Gebiet stehen, gelingen, was mit russischen Firmen nicht gelingt? (Außer bei Gas und Öl.) Wenn er wissen will, wie man moderne Autos und Maschinen baut, soll er's doch wie China machen: Spionieren und kopieren.

RE: Wer bricht hier Vereinbarungen? | 23.02.2022 | 20:11

Finnland oder Norwegen, egal, Hauptsache Spanien.

RE: Wer bricht hier Vereinbarungen? | 23.02.2022 | 20:06

Putin hat in seiner Rede den großen Fehler offenbart, an dem Russland leidet: Sein Denken in Macht- und Einflusssphären, top-down von Moskau aus, statt kooperativ und auf volkswirtschaftliche Entwicklung hin besehen. Es kann einem ganz schlecht werden wenn man bedenkt, was EU und Russland sich alles zu geben hätten - unabhängig davon, ob - z.B. die Ukraine sich zu EU, Nato oder Russischer Föderation hingezogen fühlte. Die Schweiz, Finnland und neuerdings GB zeigen, was man vertraglich alles regeln kann, wenn man es will. Da redeten wir dann aber über Charme-Offensiven statt Truppenaufmärschen und der Gewinnung von Hearts & Minds statt der Belehrung, mit wem man sich gefälligst verbunden zu fühlen hat. Mir völlig unklar, wie es weiter gehen könnte, sollte Moskau nach der Ukraine greifen. Selbst wenn es nur 3 Tage dauerte, wie Putin mal gesagt haben soll, wurde spätestens in den vergangenen Wochen und Monaten so viel Porzellan zerschlagen, dass kaum vorstellbar ist, wie aus Land und Leuten ein Block werden sollte.