Assymetrischer Krieg und Clausewitz

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Im asymetrischen Krieg, der einfach der Starke gegen den Schwachen ist, so Gordon Craig, wo also mehr oder weniger der Gegner fehlt, ist der Krieg gewissermassen kein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfuellung des eigenen Willens zu zwingen, sondern nur noch ein Krieg der Willen, wie es Hezbollah treffend sagt. In dem schoenen PDF der ZEIT ist ein Artikel ueber den Libanon, in dem es dafuer Beispiele gibt:

<<

In
den Bunkern kommt Abenteuerstimmung auf.
Stelltafeln erzählen von »Gefechten der Hirne«,
vom »Krieg des Willens« – und liefern die Geschichtsversion
für kommende Generationen: die
Hisbollah-Miliz als Verteidigerin des libanesischen
Staates gegen die stete israelische Bedrohung.

>>

Dieser Krieg ist ein Krieg ohne eigentliche Kampfhandlungen, wenn man von Sprengfallen und kleineren Scharmuetzeln absieht eigentlich ueberhaupt kein Krieg. Es gibt nur eine einzeitige Anstrengung, die noch nichts mal etwas bringt, und auf der anderen Seite mehr oder weniger nur Konzentration.

Kombattanten gegen Zivilisten, die nur herumsitzen. Und einfach nicht wollen.

Eigentlich streng verboten! Es gibt nur ein Vollzugsdefizit. Vielleicht setzt ja noch ein politischer Lernprozess ein. Der Libanon ist der Libanon usw. und Bill Gates hat irgendwann auch aufgegeben.

00:53 18.08.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Fritz Teich

Schlesinger hat mich wieder an Reinhold Niebuhr erinnert.
Schreiber 0 Leser 0
Fritz Teich

Kommentare 1