Blair Peach was most likely killed by elite riot squad officer

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Das mir eher nebenbei eingefallene Thema vom englischen alltaeglichen Faschismus, das auf Erinnerungen und einige Bemerkungen in dem Artikel ueber das Fahrradfahren in Berlin, die ein typisches verinnerlichtes Blockwartverhalten zeigten, das es nicht nur in London wegen dem Fahrradhelm, sondern auch in luftigen Berliner S-Bahnhoefen gegen Raucher gibt, weniger gegen Schlaeger, wie behauptet und wahrscheinlich wahr, verdient eine tiefere Betrachtung. Vorweg: lest doch einfach mal die Geschichte der Todesstrafe in England. Jeder kleine Spitzbube wurde sofort gehaengt. Das Thema von Kinderspielzeug. In jeder Amusement-Hall sozusagen. Der Freund aus der Boetzowstrasse hats gesehen. Der geistige Boden des Lynchens, das wir aus amerikanischen Western-Filmen kennen. Und: Bomber Harris ist ganz wahr! Was hier und ueberhaupt nicht heissen soll, dass der alltaegliche englische Faschismus nicht eine deutsche Parallele hat. Es ist hier aber trotzdem ganz anders.

Thesenartig moecht ich mal behaupten, dass wir viel rechtsstaatlicher sind. Vergleichen wir den englischen Fall der Ueberschrift, URL unten, mit dem Fall der angedrohten Folter in Frankfurt. Das heisst nicht, dass wir besser wuessten, was Freiheit ist. Vielleicht ist ja die rigorose Art der Englaender viel freiheitlicher.

Schaut vor allem einmal: Es gibt nicht nur keine Privatkopie, die hier in den 5oern schoen legalistisch nach dem Motto, man koenne kein ganzes Volk kriminalisieren, das nun einmal sein Tonbandgeraet benutzt, eingefuehrt wurde, es gibt oder gab jedenfalls in England, wie auch in Oesterrecih usw, kein Verbot der Hausbesetzung in unserem Sinne. Solche Besetzungen sind dort jedenfalls als solche oder unter bestimmten Umstaenden voellig ok. Da wird dann zivilrechtlich gestritten, es gibt eine friedensschaffende Traegheit des Systems. Bei uns wird dann gleich rechtsfoermig geschossen. Die friedensschaffende Traegheit gibts auch beim sogenannten Kruzifixverbot. Ein solches allgemeines Verbot als Auftrag an den Kultusminister gibt es nicht. Mag es auch Regeln ueber die Kopftuchmode geben und in der Tuerkei auch gegen den FEZ, der ja ein schoenes Ding ist, an dem ich keinen religioesen Inhalt erkennen kann. Es gibt lediglich in konkreten Faellen Kopftuchurteile, in denen einzelne Eltern, die Kinder sind ganz irrelevant, gegen den Eingriff in ihr Erziehungsrecht geklagt hatten und siegten. Ein Kultusminister hat kein Erziehungsrecht. Warten wir doch mal ab, was die Eltern denken. Wobei wir jetzt mal die plakatierungsfreudige "Linke" [tm] fuer Kruzifixfans einsetzen, die sich gegen die Neutralitaet des Klassenzimmers wehren. Gefuehle sind auch hier ganz falsch.

Zu

www.guardian.co.uk/uk/2010/apr/27/blair-peach-killed-police-met-report

12:58 27.04.2010
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Geschrieben von

Fritz Teich

Schlesinger hat mich wieder an Reinhold Niebuhr erinnert.
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Fritz Teich

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