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Nicht, dass ich irgendwen ins Gefaengnis bringen wollte, Fahrraddiebe werden in den Rhein geschmissen, aber angesichts des dauernden juristischen Dummgeschwaetzes in verschiedensten Zeitungen: ganz prima Urteil, wenn der junge Mann denn, waran nach den Tritten usw. kaum zu zweifeln ist, wenigstens bedingten Vorsatz hatte.

Wir erinnern uns an die wunderbar raffiniert klingende Unterscheidung in der Prozessberichterstattung, wonach der Tot des Herrn Donner nicht Folge der Schlaege, sondern nur Folge eines Herzversagens gewesen sei.

http://www.faz.net/m/%7BA44E0896-F08A-46C8-9E34-34FD1E69DD91%7DPicture.jpg

Der Richter sagt dazu: Ganz egal!

Denn das Herzversagen war jedenfalls Folge der Schlaege, was genuegt. Was den Vorsatz hinsichtlich dieses Geschehens betrifft, war der Kausalverlauf in dem bedingten Vorsatz des Taeters enthalten. Beide Kausalverlaeufe sind bei wertender Betrachtung gleich. Die Abweichung des tatsaechlichen von einem eventuell vorgestellten Kausalverlauf ist unwesentlich. Toeten wollte er, wenn auch nur bedingt, und der Tot ist eingetreten.

14:41 06.09.2010
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Geschrieben von

Fritz Teich

Schlesinger hat mich wieder an Reinhold Niebuhr erinnert.
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Fritz Teich

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