Die Finanzierung der afghanischen Eisenbahn

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(sda/afp) Amerikanische Geologen haben in Afghanistan riesige Mineralvorkommen mit einem Schätzwert von fast 1 Billion (1000 Milliarden) Dollar entdeckt. Das berichtete die «New York Times» am Montag. Die Vorräte an Kupfer, Lithium, Eisen, Gold und Kobalt reichten aus, um das von Kriegen und Bürgerkrieg zerstörte Land zu einem der weltweit führenden Rohstoff-Exporteure zu machen, sagte der US- Kommandeur für die Region, General David Petraeus, der Zeitung. Die Lithium-Reserven seien so gross wie jene von Weltmarktleader Bolivien.

Afghanistan habe damit das Potenzial, zum «Saudi Arabien für Lithium» zu werden, zitierte die Zeitung aus einem internen Bericht des US-Verteidigungsministeriums. Lithium wird für wieder aufladbare Batterien gebraucht - für Handys, Laptops oder Elektroautos.

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www.nzz.ch/nachrichten/international/riesige_rohstoffreserven_afghanistan_entdeckt_1.6086742.html

Siehe auch

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Die spektakulären Gold-, Silber- und Elfenbeingegenstände sind Zeugen des Königreichs Baktrien, einer Zivilisation, die sich im antiken Afghanistan an den Schnittstellen der Kulturen entlang der Seidenstraße entfaltete und so zum Schmelztiegel der unterschiedlichsten kulturellen Strömungen aus Ost und West wurde. Infolge des Alexanderfeldzugs um 330 v. Chr. zogen mehr und mehr Griechen und Makedonier in die antike Kulturlandschaft, wo sie die baktrische Hochkultur mitbegründeten. In der Ausstellung ist die Synthese der Kulturen sofort erkennbar. Bei den gezeigten Exponaten verschmelzen griechische, persische und indische Motive. So findet sich z. B. eine detailreich gearbeitete Aphrodite mit Engelsflügeln und indischem Bindi (Stirnpunkt) neben einem auf einem Delphin reitenden Eros.

http://www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/baktrien/p/16_widder185.jpg
http://www.bundeskunsthalle.de/p/icons/zoom18x17.gif Stehendes Mufflon
Afghanistan, Tillya Tepe, Gold
Afghanisches Nationalmuseum, Kabul
Foto: Thierry Ollivier
© Musée Guimet/Réunion des musées
nationaux (RMN), Paris

http://www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/baktrien/p/52_flussgoettin185.jpg
http://www.bundeskunsthalle.de/p/icons/zoom18x17.gif „Flussgöttin“ auf einem Makara
stehend, Afghanistan, Begram,
1. Jh. n. Chr., Elfenbein, Höhe 45,6 cm
Afghanisches Nationalmuseum
Foto: Thierry Ollivier
© Musée Guimet/Réunion des musées
nationaux (RMN), Paris
Die Highlights der Präsentation sind Funde aus vier bedeutenden archäologischen Stätten des Landes.

Aus dem bronzezeitlichen Tepe Fullol im antiken Baktrien (ca. 2000 v. Chr.) stammen filigran gearbeitete Gold- und Silberobjekte – die ältesten Stücke der Ausstellung. Die Goldvasen zeigen eine raffinierte Ästhetik und unterstreichen die fundamentale Bedeutung, die Baktrien im Austausch zwischen dem Nahen Osten und Indien spielte.

Aus Ai Khanum, einer von Alexander dem Großen gegründeten Stadt, werden Zeugnisse der griechisch-hellenistischen Einflüsse am Rande der Steppe präsentiert. Die griechische Präsenz in Zentralasien war ein Grundstein der Entwicklung der Kunst und Geschichte im Süden des Hindukusch. Die Fundstücke zeigen die Reinheit der griechischen Tradition, aber auch die Symbiose, die mit den orientalischen Stilelementen eingegangen wurde.

http://www.bundeskunsthalle.de/ausstellungen/baktrien/p/14_aphrodite185.jpg
http://www.bundeskunsthalle.de/p/icons/zoom18x17.gif „Aphrodite von Baktrien“
Afghanistan, Tillya Tepe, Grab VI,
2. Viertel 1. Jh. n. Chr., Gold, Türkis
Afghanisches Nationalmuseum
Foto: Thierry Ollivier
© Musée Guimet/Réunion des musées
nationaux (RMN), Paris
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die imposanten Goldfunde aus den 6 Gräbern in Tillya Tepe (1. Jh. n. Chr.) Der „Goldhügel“ trägt seinen Namen wohl zu Recht. Die Vielfalt und die außerordentliche Raffinesse des Schmuckes mit seinen gefassten Edelsteinen und den offensichtlich griechisch-römischen, indischen und sogar chinesischen Einflüssen liefert einen Beweis für den Kontakt mit den großen Kaiserreichen der sesshaften Welt.

Den Abschluss bilden die großartigen Funde von Begram, dem früheren „Alexandria des Kaukasus“. Der gezeigte Schatz stammt aus zwei vermauerten Kammern im ehemaligen Königspalast. Die kunstvoll gearbeiteten Elfenbeinobjekte (1. Jh. n. Chr.) zeugen vom indischen Einfluss in dieser Region. Zudem finden sich zahlreiche Glasgefäße, Bronzen und Stuckmedaillons, die die Bindung an Alexandria und die römischen Welt verdeutlichen.

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www.bundeskunsthalle.de/index.htm?ausstellungen/index.htm

Siehe aber auch

blog.foreignpolicy.com/posts/2010/06/14/say_what_afghanistan_has_1_trillion_in_untapped_mineral_resources

18:37 14.06.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Fritz Teich

Schlesinger hat mich wieder an Reinhold Niebuhr erinnert.
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Fritz Teich

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