Transaktionskosten in Europa

euro default Wer trug sie frueher und wer traegt sie heute?
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Vor einigen Jahren hat jemand fuer die Entdeckung der Transaktionskosten einen Nobelpreis bekommen. Im Innereuropaeischen Handel waren das die Umtauschgebuehren, wenn Kaeufer Lira hatten und der Verkaeufer D-Mark wollte, und das Waehrungsrisiko, dass naemlich eine Volkswirtschaft anders war als eine andere und der Umrechnungskurs nicht stabil war.

Diese Transaktionskosten trugen die Beteiligten, wo sie hingehoerten, denn diese hatten das Problem geschaffen.

Diese Kosten sind durch den Euro weggefallen. Deutsche Produkte werden in schwachen Volkswirtschaften wie Griechenland immer billiger, Produkte aus diesen Laendern immer teurer, alles fliegt auseinander. Diese Kosten tragen die Buerger, die das Waehrungsrisiko an sich nichts angeht.

Die Frage, wer fuer staatliche Konkurse haftet, kommt noch hinzu. Staaten zahlen einfach nicht, einen Konkurs gibt es nicht, das naehere regelt der Pariser Club. Die Glaeubiger gucken einfach in die Roehre. Nunmehr sollen die Buerger haften, wenn auch die Buerger anderer Staaten und als Staatsbuerger, denn von nichts kommt nichts.


"Damit Ihr Euer Taschengeld an der Grenze nicht wechseln muesst" (Helmut Kohl ueber den Euro).

08:51 02.07.2012
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Geschrieben von

Fritz Teich

Schlesinger hat mich wieder an Reinhold Niebuhr erinnert.
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Fritz Teich

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