War Ingo Arend jemals in Bonn?

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plaidiert Ingo Arend, vielleicht nur scherzhaft und Politik und Aesthetik vermischend, fuer den Kandidaten Wulf. Das kann er gerne tun, aber

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Mit Christian Wulff, dem Gestalt gewordenen Mainstream, würde auch das angenehm Unscheinbare und Provinzielle der Bonner Republik wiederkehren, das dem Publizisten Karlheinz Bohrer stets ein Dorn im Auge war. Demokratie, will sie nicht zum Stilkorsett werden, muss so "unästhetisch" sein wie dieser Mann ohne nennenswerte Eigenschaften.

In Christian Wulff würde die Nation sich selbst ins Angesicht blicken: Kassenbrille, Langweiler, Schwiegersohn - eben ein solides Mittelmaß so wie du und ich.

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"Unästhetisch" war in Bonn allenfalls die grosskotzige Bauwut der diversen Landesvertretungen und die unappetitliche saarlaendische Dreistern-Lafontaine-Kueche der 80er. Man muss Gauck nicht lieben, von Facebook und Afghanistan hat er eben keine Ahnung und er muss es auch nicht, sowas ist ganz egal, eine Stadt ohne nennenswerte Eigenschaften oder gar Mainstream war Bonn besonders auch als sichtbares Provisorium ganz sicher gerade nicht.

11:49 26.06.2010
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Geschrieben von

Fritz Teich

Schlesinger hat mich wieder an Reinhold Niebuhr erinnert.
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Fritz Teich

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