Den „Aufstehen“-Nörglern zum Bedenken

Bürgerbewegung "Aufstehen" will eine Plattform bieten, die für alle Bürger und Linken ein Gewinn wäre. Doch stattdessen wird jedes Angebot kritisiert
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Den „Aufstehen“-Nörglern zum Bedenken
Arbeiten im Stehen stärkt das Rückgrat und führt oft zu überraschenden Perspektivwechseln.

Foto: Lian Matzke/AFP/Getty Images

Ich bin immer wieder verwundert, wie sicher die Kritiker sich doch sind, die neu gegründete Sammlungsbewegung „Aufstehen“ wäre eigentlich nichts oder nicht genug, was hilfreich für die Bürger sein könnte. Dabei existiert die „Bewegung“ noch gar nicht – sie befindet sich gerade mal am Anfang ihres Werdungsprozesses*. Niemand weiß, was am Ende dabei herauskommen wird. Es gibt lediglich einen Positions-Rahmen, den fast alle Sozialdemokraten, Grünen und Linken locker unterschreiben könnten. Und es gibt das (geplante) Angebot von konstruktiv-demokratischen Online-Tools. Alles andere wird von der Basis kommen.

Von großem Vorteil ist, dass die Basis – zu der potenziell auch alle vernunftfähigen Bürger gehören – aktive Unterstützer und Sprecher hat, die mit fundiertem Wissen und ohne ideologische Scheuklappen ans Werk gehen.

Von und mit den Bürgern - für die Bürger.

Wollen Linke nützlich und erfolgreich sein, so sollten sie sich als Dienstleister der Bürger verstehen; als gute Demokraten, die die vernünftigen politischen Wünsche der Mehrheit der Bürger in die Parlamente tragen – dorthin, wo entschieden wird -; die den interessierten Bürgern dabei helfen, ihre gemeinsamen Forderungen an die Politik zu finden und zu entwickeln um perspektivisch gemeinsam mit ihnen die dazugehörigen, intelligenten Lösungskonzepte zu erarbeiten.


All das wollen die Initiatoren von „Aufstehen“. Sie wollen ein grundgesetzwidriges Demokratie-Vakuum füllen und das leisten, wozu eigentlich jeder bürgerfinanzierte Berufspolitiker laut Arbeitsvertrag verpflichtet ist: Arbeiten für das Gemeinwohl. Was gibt es da zu nörgeln?


Echte Demokraten sollten sich doch eigentlich freuen, dass endlich ein differenziertes Bild der mehrheitlichen vernünftigen Bürgerwünsche entstehen kann, an denen sich politische Dienstleister orientieren und gewählte Vertreter der Bürger gemessen werden könnten. Davon würden alle Parteien und Abgeordnete profitieren, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen. Und am Ende natürlich die bisher von der Politik benachteiligten Bürger.

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Nach der Pressekonferenz von "Aufstehen" wurde offenbar, dass die meisten Kritiker lediglich ihre eigenen, voreingenommenen Vorstellungen von "Aufstehen" benörgelt haben. So eine Herangehensweise bringt niemanden weiter.

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*Der eigentliche Start der „Bewegung“ wird wohl noch etwas dauern, die Basis hat noch nicht, bzw nur vereinzelt gesprochen – dafür fehlen zur Zeit noch die Werkzeuge. Immerhin wird aber schon mal eine Open-Source-Software von Pol.is getestet, die eine demokratisch-konstruktive Mitwirkung bei der Gestaltung der Politik ermöglichen soll. Im Pressekonferenz-Video kann man ab Minute 13:49 Näheres und weitere Aussichten vom Kommunikationsexperten Hans Albers hören.

Bin gespannt ...

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Nachtrag:

„Aufstehen“ hat viele Gegner, die sich selbst den einleuchtendsten Argumenten verschließen. Ihnen geht es nicht darum, den besten Weg zu finden, wieder demokratische Verhältnisse zu schaffen, in denen erst einmal die Interessen der bisher benachteiligten Bürger im Mittelpunkt stehen, sondern um die Verhinderung eines Erfolges von „Aufstehen“.

Welcher Mittel sich manche von ihnen bedienen, kann man exemplarisch im Kommentarbereich unten sehr anschaulich sehen. Hier tritt ein Vollzeit-“Nörgler“ unter 6 unterschiedlichen Nicknames auf und verhindert (leider erfolgreich) jede konstruktive Diskussion, indem er den Autor und die Kommentatoren beleidigt, provoziert und Inhalte absichtlich missverständlich wiedergibt um das von ihm selbst Verdrehte dann zu kritisieren – eine weit verbreitete Methode ….

Die schlimmsten seiner beleidigenden Kommentare und einige Antworten wurden ausgeblendet. Die können mit Klick auf das kleine Dreieck wieder sichtbar gemacht werden. Die übelsten wurden von der Freitag-Redaktion gelöscht.

„Aufstehen“ muss sich wohl darauf einstellen, dass solche Leute vermehrt versuchen werden die „Bewegung“ diskreditieren und deren Aktivitäten und Debatten zu stören. Das sollte aber niemanden verwundern oder gar verunsichern. Die Karawane zieht weiter ...

18:16 08.09.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Fro

Bürgeransichten - Citoyenansichten
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Fro

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