Das Blutvergießen in der Ukraine könnte sofort beendet werden!

Ukraine Die Lage in der Ukraine spitzt sich weiter zu, die großen Städte sollen eingenommen werden. Viele Todesopfer und Zerstörungen sind zu erwarten. Warum wird eine naheliegende Möglichkeit, das zu verhindern, nicht in Erwägung gezogen?

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Heute am 2.3.22 in den Medien:

>>Röttgen: „Sieht so aus, als ob die Phase des Vernichtungskrieges eingeläutet wurde“<<

>>Nachdem Putin seine Atomstreitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt hat, befürchten Experten, dass tatsächlich kleine Nuklearwaffen zum Einsatz kommen könnten<<

Reale Gefahren. Und kein Politiker kommt auf die Idee, das zu verhindern.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie der Krieg ein Ende finden könnte:

Eine bedingungslose Kapitulation nachdem zigtausende Menschen ums Leben gekommen und viele Städte zerstört wären.

und:

eine Kapitulation* jetzt. Die Gewalt würde sofort enden, und die ukrainische Regierung hätte vermutlich noch die Möglichkeit die Bedingungen eines Vertrages mitzugestalten.


Was wären Putins Bedingungen für eine Beendigung des Krieges?

>>1.3. 18.58 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat seine Bedingungen für eine Beendigung der „Militär-Operation“ in der Ukraine nach Kremlangaben bekräftigt. Die Regierung in Kiew müsse die „Volksrepubliken“ Luhansk und Donezk sowie Russlands Souveränität über die Schwarzmeer-Halbinsel Krim anerkennen, teilte der Kreml mit. Zudem müsse die Ukraine entmilitarisiert und in einen neutralen Status überführt werden. << hier

Wäre eine Neutralität der Ukraine für die Ukrainer unzumutbar? Wahrscheinlich wäre das Gegenteil der Fall. Eine entspannte Nachbarschaft und wirtschaftliche Koopertion mit Russland und dem Westen, könnte sehr attraktiv für die Ukrainer sein. Auch mit der Anerkennung der „Volksrepubliken“ Luhansk und Donezk und der Souveränität der Krim sollten sie keine Probleme haben – das, was sich änderte, wäre der Wegfall der Spannungen mit Russland und eine Beendigung der militärischen Auseinandersetzungen mit den „Volksrepubliken“. Leiden würden lediglich die Ultranationalisten und die transatlantischen Gegner Russlands.


Putin und Russland sind mit den Sanktionen hart bestraft. Das Ansehen Putins bis an sein Lebensende stark beschädigt - auch im eigenen Land. Von einem Gewinn für Putin könnte also keine Rede sein. Warum schaut man tatenlos zu, wie eine humanitäre Katastrophe eskaliert, und erwägt nicht, den offensichtlich einzigen Ausweg, das zu verhindern?

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*Statt „Kapitulation“ könnte man es auch, gesichtswahrend für Selenskyj, als Verhandlungsbereitschaft zu Putins Bedingungen bezeichnen.

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Aktualisierung am 8.3.22:

Nun ist der Blog 6 Tage alt - der Krieg geht weiter, Millionen Ukrainer fliehen, weil sie um ihr Leben, ihre Häuser und Wohnungen und ihre Städte fürchten. Selenskyj hat sich bisher nicht verhandlungsbereit gezeigt, er versucht weiterhin die NATO in den Krieg hineinzuziehen. Von ihm ist derzeit keine kluge diplomatische Lösung zu erwarten. Er will den Krieg offensichtlich unbedingt mit Waffengewalt ’gewinnen‘.

Die einzige Möglichkeit, einen baldigen Frieden zu erreichen, wäre m.E., wenn die NATO eine Mitgliedschaft der Ukraine für alle Zeiten ausschlösse und der Ukraine damit den Weg zur Neutralität öffnete. Das könnte ein ausreichendes Angebot sein, um Putin zu einem Waffenstillstand zu bewegen. Man sollte es probieren.

Das weitere Szenario, zu lesen in einem klugen Beitrag von Anatol Lieven: " Wie würde ein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland aussehen?"

Wer sich einen guten Überblick verschaffen will, welche Verantwortung „der Westen“, vor allem die USA, für diese Entwicklung trägt, ist gut bedient mit dem Freitag-Artikel von Ted Galen Carpenter: Washingtons Umgang mit Russland war ein politischer Fehler epischen Ausmaßes

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Geschrieben von

Fro

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