FrWeichelt

Politisch interessiert, langjaehriger Freitagleser
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RE: Lumumbas Vermächtnis | 09.07.2020 | 12:56

Dieser Film über Kongo-Müller ist wirklich zu empfehlen. Produziert haben sie damals die Dokumentarfilmer Walter Heynowski und Gerhard Scheumann.

RE: Die Väter der Entscheidung | 15.12.2016 | 21:53

Lieber Herr Herden,

Warum schreiben Sie nicht klar und eindeutig, dass die Russen sich in Aleppo auch für den Westen die Hände schmutzig gemacht haben. Denn wer in Berlin oder Paris hat ein Interesse daran, dass die Al Nusra Brigaden die Macht in Syrien erringen. Keiner.

RE: Auf rechten Abwegen | 04.04.2016 | 16:02

Lieber Herr Werdermann, mich hat dieser Artikel sehr enttäuscht. Vom Freitag hätte ich eine differenziertere Berichterstattung erwartet als nur die Fortschreibung des Wagenknecht-Bashings, dass es gleich nach den Wahlen gegeben hat. Aber vielleicht durchschauen Sie auch nicht die ablaufenden Mechanismen. Wagenknecht gibt im "Berliner Kurier" ein Interview über die begrenzten Kapaziäten in der Flüchtlingsaufnahme und soll schuld sein am Debakel der Partei bei den Lanstagswahlen. Haben Sie schon mal versucht, den Berliner Kurier in Stuttgart, Mainz oder Magdeburg zu kaufen? Das ist doch wohl die Frage, wer hat ein Interesse Wagenknechts Position in der Fraktion zu schwächen? Ob man Wagenknechts Position nun teilt oder nicht, ist es durchaus legitim, mal die Frage aufzuwerfen, wie ein linke Flüchtlingspolitik aussehen kann ohne die eigene bisherige Klientel zu verlieren? Immerhin teilen Wagenknechts Ansicht über begrenzte Aufnahmekapazitäten 33 Prozent der linken Wähler in Sachsen-Anhalt. (siehe Umfrage infratest dimap). Kann sich die Linke leisten, diese Wähler noch zu verlieren? Flüchtlingspolitik ist vielleicht auch nicht nur "Refugees welcome", wie es Katja Kipping fordert. Die Linke hat von Anfang an eine Doppelstrategie gefahren: Ja zur Hilfe für die Flüchtlinge, aber die Schwachen im eigenen Land nicht vergessen. Warum ist diese Strategie nicht aufgegangen und hat nicht bei den Protestwählern verfangen? Die Frage, die ich gern in Ihrem Beitrag vielleicht beantwortet gefunden hätte, warum diese Strategie nicht verfangen hat. Vielleicht ist es auch für einen Linken legitim zu fragen, ob ein junger Straßenjunge aus dem Magheb wirklich in Deutschland besser aufgehoben ist, aber ohne die notwenige Bildung hier auch nur eine Existenz im Prekariat bleibt? Dafür wird Sahra Wagenknecht in ihrem Beitrag schon fast rechtes Gedankengut unterstellt. Manchmal habe ich den Eindruck, die viel gerühmte linke "Diskurskultur" ist im Spätstalinismus hängen geblieben: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Schade, dass auch der Freitag diesem Denkmuster offenbar anhängt.

RE: 1965: Auf der Fähre | 05.01.2016 | 16:20

Sehr schöner und eindringlicher Artikel zum 11. Plenum der SED, 1965.

RE: In Rufweite zur Staatskrise | 09.11.2015 | 23:32

Ich finde die Analyse zutreffend, aber weiß nicht, ob auch noch der "Freitag" in diesen allgemeinen pessimistischen Ton angesichts der anhaltenden Menschenströme einstimmen muss. Das ständige Hinterfragen des "Wir schaffen das" hilft doch auch nicht, Lösungsansätze zu finden. Was man Merkel vorwerfen muss: Sie hat es bisher verpasst, ein wirkliches Konzept für die Integration der Flüchtlinge anzubieten und der Bevölkerung die Notwendigkeit der Integration klar zu machen. Die anhaltende Debatte über Abschiebungen verstellt den Blick, das viele bleiben werden und wenn man nicht wieder Parallelgesellschaften entstehen lassen will, wie es im Zuge der Zuwanderung der Gastarbeiter passiert ist, muss man sofort mit Integrationsmaßnahmen anfangen. Deutschland werden bald sechs Millionen Fachkräfte fehlen. Selbst wenn pro Jahr vierhundert Tausend Menschen hier eine neue Bleibe und Arbeit finden, würde die demographische Lücke nicht in einem Jahrzehnt geschlossen werden mit harten Konsequenzen für unsere sozialen Sicherungssyteme, insbesondere für die wachsende Zahl von Rentnern. Die Flüchtlingsströme werden nicht versiegen, egal ob man Kontingente in Europa vereinbart, noch ob man den Status von Flüchtlingen ändert. Deshalb muss das oberste Gebot sein: schnelle Integration.

RE: Geteilter Himmel | 23.04.2015 | 14:47

Leider können Merkel und Gauck nicht über ihren Schatten springen und am 9. Mai nach Moskau fahren. Wahrscheinlich ist es aus Angst, als ehemalige DDR-Bürger dann zu sehr als "Russland-Versteher" angesehen zu werden. Dabei wäre es gut gegenüber allen hier in Deutschland, die jetzt nachträglich doch noch den Krieg gegen die Sowjeunion gewinnen wollen.

RE: Wessen Welt ist die Welt? | 10.10.2014 | 20:04

Vielleicht hätte Gregor Gysi einfach schweigen sollen und nicht noch über die "Super Illu" die Debatte zum Thema Unrechtsstaat anheizen sollen. Hier ist für die Linke nichts zu gewinnen, gerade nicht 25 Jahre nach der Wende in der DDR und dem Mauerfall. Vielmehr zwang er damit SPD und Grüne geradezu, das Thema aufzuwärmen, denn vor allem die Union und die Gegner von Rot-Rot-Grün wärmen sich daran. Das hätte man sich sparen können. Manchmal gilt das Sprichwort, "Schweigen ist Gold".

RE: Mädchengebete | 10.10.2014 | 19:50

Erst wusste ich beim Lesen des Artikels nicht, ob ich irgendwie bei der "Brigitte" gelandet bin. Dann fragte ich mich bei den lobenden Worten für VdL, ob der Freitag zum CDU-Wahlverein mutiert. Was wollen Sie mir damit sagen? Was soll dieser Vergleich? Und als Anmerkung zu ihrer Einschätzung unserer Verteidigungsministerin: Frau von der Leyen ist seit einem Jahr im Amt. Sicher kann man ihr nicht alle Versäumnisse zur Last legen. Aber wenn eine Verteidigungsministerin nach 12 Monaten nicht weiß, dass die Transall nicht ans Ziel kommen, die Hubschrauber nicht fliegen und die Eurofigther nicht einsatzbereit sind - dann sollte sie nicht zugleich so tun als könne die Bundeswehr die neue Weltfeuerwehr werden. Das hat nicht mit den männlichen Vorgängern zu tun.

Sie versuchte außerdem das Debakel bei den Rüstungsvorhaben unter das Radar der Öffentlichkeit zu drücken, in dem sie zwei Tage vor der Veröffentlichung des Berichts plötzlich eine Bundeswehrmission in der Ukraine ankündigte (die dann übrigens vom Kanzleramt erstmal wieder kassiert wurde)- Da handelt sie als Frau nicht anders als ihre männlichen Vorgänger - sondern als ein Prachtexemplar der Spezies Politiker(In).

RE: Frau am Steuer | 24.03.2014 | 15:34

Lieber Lutz Herden,

war auch gleich in der Ausstellung nach den Ankündigungen in den Medien und kann Ihren Eindruck nur teilen: Die Ausstellung "Farbe für die Republik" ist eher eine ideologische Schwarz-Weiß-Sicht auf die DDR-Fotografie. Chance vertan.

RE: Bis dahin und nicht weiter | 03.03.2014 | 13:22

Was machen wir jetzt eigentlich mit den USA und Großbritannien die nachweislich über ihre Geheimdienste permanent unter staatliche Souveränität verletzen?