Fred Thiele

„Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht. Doch können Worte uns zu Taten führen.“ (Friedrich Schiller)
Fred Thiele
RE: Wer ist hier egoistisch? | 12.05.2013 | 09:01

Kinderlose zu diskriminieren verbietet sich aus dem Gleichheitsgrundsatz der Menschen und dem Respekt der Freiheit ihrer Entscheidungen gegenüber. Wer keine Kinder will und sich dem individualistischen Lebenswandel auf diese Art und Weise widmen, der darf dies nach Recht und Gesetz tun, ohne dass ihm dadurch Nachteile entstehen dürfen. Die Folge dieses Prinzips ist, dass immer mehr aufgeklärte, individualistische Menschen mit Karriere-vor-Kind-Mentalität und (was im Artikel auch thematisiert wird) globaler Überbevölkerungsangst dem natürlichen Fortpflanzungstrieb entsagen.

Die Überbevölkerung findet aber auf den anderen Teilen der Welt statt, wo die Säkularisierung und der Individualgedanke der westlichen Hemisphäre keine oder nicht eine solch große Rolle spielt; wo die Aufklärung im Mittelalter steckt und die Religionen und klassischen Patriarchate die Geschicke bestimmten, dort wo Feministen gesteinigt werden.

Es folgt daraus, dass eine aufgeklärte, säkuläre Gesellschaft mit 1,7 Kindern pro Frau auf Dauer ihre Existenz verlieren muss, wenn sie den religiösen Völkern mit (viel) mehr als 2 Kindern pro Frau gegenüberstehen.

Die Lösung könnte die Einwanderung sein und mit ihr die multikulturelle Gesellschaft. Wir lassen uns quasi als ethnische Gruppe mit bestehenden Traditionen und kulturellen Herkünften auflösen und gehen ein in eine Gesellschaftsstruktur die multi-ethnisch, multi-konfessionell (immer noch säkular?) und demokratisch strukturiert ist. Alle ordnen sich dem gemeinsamen Gesetz, der Menschenrechte unter und leben friedlich miteinander.

RE: Wer ist hier egoistisch? | 11.05.2013 | 19:34

Frau/Herr Krakra888, mögen ihnen meine Beiträge 'drollig' erscheinen, so erscheinen mir ihre, vor allem der beleidigende mit der Hass-Reden-Seite eher als 'trollig', im Sinne eines echten Internet-Trolls. Aber an einer persönlichen Auseinandersetzung ist mir nicht gelegen, warum ich ihnen hiermit antworte, überlasse ich einer kleinen melancholischen Pause an einem verregneten Samstag-Abend.

Mit freundlichen Grüßen

RE: Wer ist hier egoistisch? | 09.05.2013 | 00:45

Ich betrachte ihren Hinweis auf ihre geschmacklose Website, deren Inhalte sie mit meinen Einlassungen in eine Nähe bringen wollen, nicht als Drohung, sondern als Ausweis ihrer ideologischen Verblendung und wie sie dabei mit Andersdenkenden umgehen.

Ihre Ideen von der biologiefreien Gesellschaft ist eine Bankrotterklärung gegenüber der Vernunft und ihre felsenfeste Meinungsbildung der ausschließlichen Richtigkeit ihrer lebensfeindlichen eigenen Meinung ein Affront gegen die Menschen, die ihrer Natur folgen. Ihr Theoriengebaude ist wertfrei. Aber das sehen sie anders. Daher ist ein weiteres Bavaria Blue / Bonifaz Spiel reine Zeitverschwendung.

RE: Wer ist hier egoistisch? | 08.05.2013 | 14:30

Was ist bitteschön ein PI/Maskulinist oder was denken sie sich eigentlich dabei, ihnen unbekannte Menschen in irgendwelche Schubladen und Schablonen zu pressen?

Die Biologie aus einer gesellschaftlichen Diskussion auszulassen ist dumm und läuft am Wesen des Menschen und seiner Belange vorbei. Wie etwa beim Genderwahn zeigt die Auslassung der Biologie ("alle Menschen sind gleich, bis auf ihre Genitalien und werden nur durch die gesellschaftlichen Umstände geformt"), dass es sich um eine völlig unsinnige "Wissenschaft" handelt. Wie können sie das einfach so als "Unsinn" abtun, wenn ich ihnen doch gerade gezeigt habe, dass es nicht Unsinn, sondern wichtig ist. In einem solchen Umfeld gedeihen Ideologien mit Weltfremdheit und Lebensfeindlichkeit. Punkt. Dass sie das nicht verstehen können (oder wollen?) lässt mich vermuten, wenn ich ihre Unterstellungen gegen meine Person im Umkehrschluss aufarbeite, dass es sich bei ihnen um einen feministischen Mann handelt, der sein eigenes biologisches Wesen zugunsten einer theoretischen, weiblichen Übermacht aufopferungsvoll hingibt und daher die Männer, die sich auf den allgemeinen Konsens über das Verständnis der "Unterdrückung der Frau" nicht einlassen wollen, über die hinlänglich bekannte Macho-Klinge springen lässt. Wie weit sie davon entfernt sind, brauche und werde ich ihnen nicht auseinandersetzen, da sie ohnehin auf die persönliche Ebene in der Diskussion übergegangen sind. Diese Ebene ist hier nicht von Belang, wenn es um das eigentliche Thema des Artikels geht, das eine lebensfeindliche, arrogante Sichtweise einer/eines Überfeministen gegenüber Menschen zeichnet, die aus Liebe zum Leben den Weg der biologischen Fortpflanzung beschreiten, so technisch dieser Satz auch klingen mag. Es ist und bleibt eine Frechheit.

RE: Wer ist hier egoistisch? | 08.05.2013 | 11:37

Die Diskussion führt ins Absurde. Aus der Biologie "irgendwelche" Folgerungen zu ziehen, ist absolut notwendig, wenn auch der Begriff des "Moralischen" hier überhaupt nicht mein Thema ist. Mit der "moralischen" Bewertung des biologischen Prozesses kommt man über die Religionen und diverse faschistoide Rasseideologien direkt zum falschen, weil ebenso lebensfeindlichen Schluss von besseren und schlechteren Menschen. Solche Gedanken und Ideologien lasse ich mir nicht unterstellen und das ist, nocheinmal, nicht mein Thema!

Hingegen die Biologie, biologische Faktoren und ihre Bedingungen und Auswirkungen einfach links liegen zu lassen führt direkt in solch absonderlichen Blödsinn wie etwa das Gendermainstreaming, als profundesten Beweis, wie man mit der Ablehnung der Biologie einer gut-genährten Pseudowissenschaftslobby sinnlose und welt- und lebensfremde Forschung betreiben kann, die die Biologie freihaus ablehnt. Siehe http://www.youtube.com/watch?v=mguctw0i-rk Norwegen hat in diesem Zusammenhang den jährlichen Etat von 56Mio Euro für die sinnbefreite Gendermainstreammaschinerie schon abgeschafft. Wie immer wieder und immer öfter etabliert sich das Land damit als eines der fortschrittlichsten und zur ideologiefreien Bewertung seiner Verhältnisse am stärksten befähigten Länder. Ein Schritt der in Deutschland zum Beispiel längst überfällig ist.

Ohne die Biologie zur Kenntnis zu nehmen und uns ihr in vernunftorientierter Weise zu nähern und auf sie einzugehen, entwickelt sich das Leben an uns vorbei. Das ist die Ideologie der biologisch befreiten Geisteswelt, die de facto nur theoretisch in den Malheften einiger Gleichmacher und Gleichmacherinnen steht.




RE: Wer ist hier egoistisch? | 08.05.2013 | 06:32

Man muss, trotz Ubersetzung, annehmen, dass die fehlende inhaltliche Distanzierung zu dem Gesagten einer aktiven Zustimmung der Ubersetzerin entspricht. Sollte die Übersetzung einfach schlecht sein - ich kenne jetzt den Originaltitel nicht - dann bleibt es erst Recht an der Übersetzerin hängen. Einige der Kommentare zeigen ja auch, das es für diese lebensfeindliche, denaturierte Geisteswelt affine Menschen gibt, denen mithin nicht beizukommen ist. Schade eigentlich, aber das Erleben der biologischen Bestimmung ist vielleicht auch nicht jedem vorbehalten. Macht nichts. Die Überlebenden werden die Ideen weitertragen.

RE: Wer ist hier egoistisch? | 08.05.2013 | 06:18

Die Rede ist von biologischer Vernunft und nicht von Spiritualität. Dem steht die pure Arroganz jetzt schon anachronistischer feministischer und lebensfeindlicher Ideologien gegenüber, die in jenem Artikel auf primitive Weise präsentiert wird. Wenn die unbegründete, nicht-medizinisch induzierte Verweigerung zur Elternschaft der aufgeklärten Welt nicht als ideologische Fußfessel erkannt wird, wird sich diese Welt ihrerselbst entledigen. Dann werden all die 'schönen' Errungenschaften aufgeklärter und gleichgestellter Männer und Frauen (wovon wir in jeder Beziehung immer noch und teilweise schon wieder weit entfernt sind) in der Vergessenheit Platz finden, weil dann die starken Religionen und ihre Ideologen jene denaturierte Verhaltensweisen in der säkularen aber lebensfeindlichen Welt einfach beiseite wischen werden.

RE: Der schöne Mann und sein Buch | 07.05.2013 | 18:06

Nun, wie meinen Sie denn ihren Satz denn? Was genau verstehen sie unter jenen "Irritationen"?

RE: Wer ist hier egoistisch? | 07.05.2013 | 17:58

Was doch für eine schreckliche Arroganz aus ihren Worten gegenüber denjenigen hervortritt, die sich aktiv auf ein Leben mit Kindern eingelassen, ja sich dafür entschieden haben, ihrem nur natürlichen Bestreben zu folgen, aus Liebe Leben gedeihen zu lassen. Sie verkennen in ihrer ach-so emanzipierten Weltsicht und ihrer Drohgebärde der Überbevölkerung, der sie durch ihre Verweigerung der Elternschaft entgegenzuwirken wünschen, völlig und in besonderer Weise, dass diese unsere Menschenleben, auch das ihre, von beschränkter Dauer und substanzlos bleiben wird. Was sie, wie sie jetzt meinen, durch ihren von ihnen so hochgeschätzten "Beitrag zur Emanzipation von Mädchen und Frauen", erreichen werden, wird früher oder später in der Bedeutungslosigkeit verfallen, währenddessen der Strang des Lebens von ihrer Seite her gekappt sein wird. Daher empfinde ich Mitleid für sie.

Was ihre nicht minder primitiven Äußerungen von "Verblödung" nach der Elternschaft in ihrem Freundeskreis betrifft, erspare ich mir weitere Worte, da sie, sofern sie dies ernsthaft zu glauben gedenken, in ihrer selbstgefälligen, feministischen Allmachtsphantasie schon längst die Brücken zu biologischer Vernunft abgerissen haben.