G. Holmes

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RE: Alles auf Anfang | 05.06.2021 | 08:14

Beim Lesen schleicht sich eine Erinnerung zwischen die Zeilen:

Damals lief Schindlers Liste im Stern-Kino. Da passten viele Leute rein. Und es war kein Platz frei geblieben. Am Ende des Films stand niemand auf. Niemand sagte etwas. Niemand scharrte mit den Hufen. Minutenlang. Dann verließen alle schweigend das Kino.

RE: Ist das wirklich alternativlos? | 30.05.2021 | 08:48

Das Interview mit Thomas Mertens zeigt m. E. sehr deutlich, wie die Politik die Wissenschaft unter Druck setzt. Können Wissenschafterinnen und Wissenschaftler, die ja Menschen sind, unter diesen Umständen überhaupt noch frei arbeiten? Abgesehen natürlich davon, dass sie ohnehin häufig durch entsprechende Geldgeberkonzerne fremdfinanziert werden – was eine gewisse Käuflichkeit unter Umständen zulässt.

Der Mertens hat meine ganze Umarmung, wenn es ihm gelingt, seine Entscheidung allein von seinen Erkenntnissen abhängig zu machen. Und was das betrifft habe ich mir erlaubt, zwischen den Zeilen zu lesen.

RE: Ist das wirklich alternativlos? | 28.05.2021 | 16:17

Für eine Impfung von Kindern gegen das CoViD-19 spricht nach meinem Dafürhalten ausschließlich eine mögliche gesundheitliche Gefährdung der Kinder. Die haben wir nicht. Und also spricht nichts dafür.

RE: Hand vom Puls, bitte! | 28.05.2021 | 16:16

Wir leben mit der schwierigen Vorgeschichte verschiedener Impfgegnerschaften. Da kann man die eine von der anderen schlecht unterscheiden.

Wenn Sie, verehrte Autorin, die Gelassenheit (oder Gedankenlosigkeit) Ihrer Mutter anführen, dann kann ich dem sicher die Überzeugung meiner eigenen Mutter entgegensetzen: Kind, das ham wir alles überlebt, das schaffst du auch!. Hab ich dann auch.

Für eine Impfung von Kindern gegen das CoViD-19 spricht nach meinem Dafürhalten ausschließlich eine mögliche gesundheitliche Gefährdung der Kinder. Die haben wir nicht. Und also spricht nichts dafür.

Ich setze den letzten Teil meiner paar Worte auch in die contra-Spalte.

RE: Und sie kommen doch | 28.05.2021 | 08:34

Back to Talk.

Back to Print.

Back to Travel.

RE: Die Freiheit von morgen | 16.05.2021 | 06:28

"Macht euch die Erde untertan"

Über diese Aufforderung habe ich oft nachgedacht, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass sie während des Geistesblitzes eines Ideals entstanden ist, das Untertanen für diejenige Basis hält, die unbedingt fürsorglich behandelt werden muss, damit sie als Dienerin taugt.

RE: Die Freiheit von morgen | 16.05.2021 | 06:22

Die Einschränkung materieller Freiheiten bis in die Vergangenheit hinein käme mir durchaus gelegen – wer braucht schon den ganzen Plunder? Hoffnungsvoll würde ich einer Wandlung des Menschen zu einer geistig-emotionalen Art entgegensehen, die sich mit Besitz zukünftig viel mehr in einem intuitiven und umsichtigen Sinne beschäftigt. Meinetwegen im Selbstversorgerprinzip. Jedenfalls aber mit Blick auf das Nötige.

Zu Rate zu ziehen wären wieder einmal die Milliarden einiger weniger, die sich durch Ausbeutung und Betrug am Leben solche materiellen Freiheiten über Generationen hinaus gesichert haben. Sind das nicht diejenigen, die sich vor einer sog. Ökodiktatur fürchten müssen? Welche denkenden und empfindenden Zeitgenossen würden sie auf einem harmonisch gestalteten Planeten noch über's Ohr hauen können?

RE: Keine Luft mehr | 07.05.2021 | 07:54

Fleckenbühl – hab ich eben mal überflogen – ist eine Gemeinschaft von Menschen, bei denen das Kind schon im Brunnen liegt?

VT ist vermutlich Verhaltenstherapie? NLP ist was?

Zunächst meine ich natürlich gewachsene Gemeinschaften – auch Familien können ja eine Gemeinschaft bilden, die Gemeinschaft der Nachbarschaft auch, dazu alle anderen, die einfach entstehen, weil man lebt.

Danach erst künstlich durch Verstand und Wunsch und Sehnsucht entfachte Gemeinschaften, für die sich Menschen entscheiden (müssen). Es heißt, es würden in Deutschland immer mehr werden. Ich kann das nicht beurteilen, habe aber selbst mal in so ein Projekt reingekuckt.

https://outthere.eu/2020/04/24/gemeinschaften-und-oekodoerfer-finden/

Und zuletzt welche, die erst dann entstehen, wenn irgendwer gemerkt hat, dass es eben daran mangelt oder dadurch gebessert werden könnte. Das ist: das Pferd von hinten aufzäumen.

Es gibt auch Leute, die fühlen sich in der Fremde der Großstadt vergemeinschaftet und suchen nach gar nix sonst. Die Fremde ist ihre Gemeinschaft (im Hinterkopf die Antwort von Biene) – ja sicher, eine Gemeinschaft ist nicht das Ding hinter der rosa Brille, nie! Wir wissen alle, was eine Gemeinschaft eigentlich ausmacht. Wir haben uns aber in unserem Wellnessindividualismus so eingerichtet, dass die Gemeinschaft die Arbeit der Abgrenzung verrichtet – ein am Rande unseres Planeten erscheinendes Leuchten (die Korona-Erscheinung um die Sonne). Als Abgrenzung aber ist sie widersprüchlich zu sich selbst.

RE: Keine Luft mehr | 06.05.2021 | 11:49

Die Resilienz meiner Mutter ab 1960: erste und letzte Ehe seit 1956, ein, zwei, drei Kinder bis 1966, Hausfrau und angestellte Vollzeitkraft im Miniunternehmen des Ehemanns ( a la sklavische Selbstständigkeit), Dorfbewohnerin, Selbstversorgerin, Holzfällerin, Erntehelferin, einzige Telefonstelle des Dorfes, Fahrerin von Leutebulli und Kinderkutsche, ohne Zugang zu Kindergarten, geschweige denn Krippe, mehrere Male ohne Aufträge, später Luxus eines Sommerbadebusses in den Ferien und eines Schulbusses während Schulzeiten.

Das soll jetzt nicht heißen, dass sie keine Therapie gebraucht hätte. Auch nicht, dass ich heute keine bräuchte. Aber es zeigt ganz gut, dass es eine Form der Gemeinschaft gibt, die einen solche lange andauernde und schwierige Phasen überleben lassen und wie man das ganz fraglos als Leben empfinden kann. Denn es war die Gemeinschaft, die das möglich machte: Großeltern, Tanten und Onkel, Nachbarn und Dorfstruktur, lebendige Verbindung zum Leben um sich herum.

Die Therapie war der interkollegiale natursymbiotische Dauerzustand ...

Uns fehlen Gemeinschaften, nicht Therapieplätze.

RE: „Arbeit ist immer auch Last“ | 05.05.2021 | 06:06

Ich formuliere um:

Sinnvoll wird Arbeit dann, wenn man sich darin findet und ein Gespür für die Lebenszusammenhänge in der Natur unseres Planeten entwickeln kann – ein gesellschaftlicher Dienst muss immer die Gesellschaft aus Pflanze, Tier und Mensch meinen.

Arbeit muss Ideale erkennen lassen. Und da meine ich jetzt nicht die Ideale der Manager*innenetage. Solange wir immer nur von Menschen reden, kommen wir zu nix. Oder hätte je einer gehört, dass die Tiere den Nutzen in den Vordergrund rücken.