MACHT QUÄLT MEHR, ALS SIE SCHÜTZT !

KRAFT DAGEGEN ? Es kann keine Friedens-´MÄCHTE´ geben, keine Friedens-STIFTER - im Sinne einer Fremderarbeitung von neu zu anzuordnenden Koexistenzen !
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Wer wirklich FRIEDEN will, sollte allein auf die Überzeugungskraft des je eigenen Fühlens, Denkens & Handelns setzen..., ...soweit er selbst Fairplay zu betreiben bereit ist... (!!!), - auf jene Überzeugungskraft, die für welches Gegenüber immer im Gehört- & Verstanden-Werden liegt, die nicht gegen-, sondern neben-, gar mit-einander aushält, wofür man keine Lösung zustandebringt und die - trotz u.U. heftiger Interessenunterschiede und soweit gewaltlos möglich - wenigstens allseits zu lindern trachtet, was allenthalben quält..., - ... soll denn die Rede von der ´Würde des Menschen´ wichtig bleiben !

Wer ´einfach´ tut , was in Handel, Produktion, Verbrauch und Ausformung von Lieferketten sowie vielfältigem Kulturaustausch menschenwürdig genannt werden könnte:
Der braucht keine Verträge... ! - Sie laden nicht selten zu immensem Tricksen ein, wirken zuweilen also sogar kontraproduktiv...

Der brauchte nichts als rechtsstaatlich gebundenen offenen Austausch und für alle Beteiligten gedeihliche, sprich: faire Kooperation ... ! Diese hätte er selbst zu bieten und dürfte sie auch von jedem Gegenüber einfordern, das an wechselseitigem Austausch Interesse hätte... - und er würde sich einfach die jeweiligen Stolpersteine verdeutlichend, aber nicht vorwurfsvoll zurückziehen, wo immer er auf keine Fairplay-Bereitschaft träfe...

Und: er dürfte einen Grundsatz nicht aus den Augen verlieren: nichts in all seinen Austauschbeziehungen dürfte er ´TO BIG TO FAIL´ ausgestalten ! Damit setzte er noch jedes Mal Machtspiele mit wachsenden Verliererzahlen in Gang !!!


Wer endlich ohne Arroganz aufträte, obwohl er sich einiges erarbeitet hat, was auf Nachfrage hin (!) eine Know-How-Kooperation befruchten könnte, was aber nicht in Form sogenannter einzufordernder ´Deals´ ins ´Spiel´gehört ... - auch nicht als ´Hilfe´ (!!!) ...,

... wer darüber hinaus endlich auch ein Stück Scham erkennen ließe für die eigenen historischen Leistungsdefizite und Rücksichtslosigkeiten bis heute ...

... und wer folglich mehr oder minder unlauter erworbene Marktmacht f r e i w i l l i g a u f g ä b e :

... Der: brauchte auf Regierungs-Ebene einzig jeweils von jedem Land bedarfsgemäß vorzugebende, weltweit gleichermaßen gültige Markt-Zulassungs-Bestimmungen für sein Staatsgebiet, in deren Rahmen reibungslose und rechtssichere, in jedem Fall aber faire Wirtschaftspartnerschaften abgewickelt werden könnten ...

- mal weit(est)gehend freihändlerisch, mal geschützt, je nach fairem Bedarf !
Über wechselseitige Wünsche würde man sich austauschen und Bisheriges, wo einleuchtend, unilateral ändern: Verträge brauchte es dazu nicht...

- Einheitliche Steuersysteme wären hilfreich, müssten aber völliger Freiwilligkeit unterworfen bleiben...

... Der: brauchte auf globaler Ebene dringend ein gleichberechtigt ausballanciertes Zahlungsabwicklungs-System in Gestalt eines am besten weltweiten WÄHRUNGSKORBESvielleicht...*)
(Denn: Leitwährungskonstruktionen wie bisher entraten jeden Fairplays !)


... während auf Ebene der jeweils beteiligten Unternehmen ordnungspolitisch sicherzustellen wäre, dass Löhne & Arbeitsbedingungen sich hier wie dort in ihrem Niveau nicht länger unterschieden ... !

DER MULTILATERALISMUS AN SEINEN GRENZEN

Ein INTERNATIONALISMUS, gar MULTILATERAlISMUS, jedoch, der auf Verträge, Konferenz-Beschlüsse und Gipfel-Politik setzt, wie bisher, eignete sich zwar soweit durchaus zu einer sicherheitspolitisch motivierten (!) Festigung der Relationen zwischen Staaten und Bündnissen...


Zu nicht geringen Teilen wurden die da verabredeten Stabilitäten - konstellationsbedingt - auch durchaus erreicht, und sie leisteten in einzelnen Weltregionen auch bisher oft staunenswert Entwicklungs-Förderliches ...
Über diesen Leistungen ist jedoch ab Entwicklungs-Punktfolge ... X,Y,Z ... so vielfältige BEWEGUNG in die Konstellationen von Staaten, Wirtschaft, Gesellschaften, Kulturen ... gekommen, dass alle Regionen dieser Welt mit den wachsenden KOLLATERALSCHÄDEN der so wie bisher fundierten ´Weltordnung´ täglich weniger umzugehen wissen...


Es sind nicht nur Kriege, ungerechteste Not, Hunger und krasses Elend, Ströme von Blut, Berge von Schutt, Asche & Versehrten, ja Leichen - & aberwitzigste Verballhornungen dessen, was im Herzen aller Kulturen Menschen zu beflügeln und wunderbar vielfältig aufeinander zu orientieren geeignet war, bleibt und in erneuerter Lebendigkeit wieder werden könnte...
Es sind mittlerweile für Mensch wie Natur verschiedentlich ins Überstrapaziöse bis Abschätzige gekippte ökonomische Prozesse samt ihren ökologischen Grenzen, die uns nötigen müssten, endlich achtsamer mit all unseren Ressourcen umzugehen - auch, ja gerade den politischen (!)...


Vergegenwärtigen wir uns doch einmal den Aufwand an Kraft und Finanzmitteln, den unser Multilateralismus Jahr für Jahr verschlingt - mit all seinen Konferenzen, endlosen Vertragsverhandlungen gestützt auf Heerscharen von Beamten & Verwaltungen (nicht selten leider in der Funktion von Lobbyisten-Spielbällen !!) ... - sich zudem unausweichlich Mal für Mal selbst ein Stück weit fesselnd - im Starren auf eingehaltene oder aufgekündigte Vertragstreue, samt den verrücktesten, weil niemals wirklich zielführenden Sanktions-Zwängen, wann immer Vertragspartner X Vereinbartes bricht, unterläuft, sich entzieht...
Vergegenwärtigen wir uns, dass keiner der jeweiligen Vertragspartner hundertprozentig einhält, wozu er sich am Ende zahlloser Verhandlungs-Marathons mehr oder minder erschöpft verpflichtet hat...


Vergegenwärtigen wir uns, wie fruchtbar Teambildung in familiären Zusammenhängen, Ehrenamt, Schulen, Forschung, Unternehmen... sein kann - mit all den offen gestaltbaren Fluktuationen, die wirtschafts-, ressourcen- wie lebens-bedingt dazugehören : dergleichen brauchten wir auch international weltweit:
- in menschen-wie naturbezogen bedarfsgerecht wechselnden & und weiterentwickelten Zusammensetzungen...
- und mit menschen-wie naturbezogen bedarfsgerecht fluktuierenden & weiterentwickelten Arbeitsweisen und Institutionsgefügen...

Vergegenwärtigen wir uns die mittlerweile offen changierenden familiären, beruflichen und gesellschaftlichen Bezugsgruppen, in denen wir uns - derzeit bereits nicht selten leider nur gehetzt - bewegen, - dabei scheinstabilisiert durch diverseste Konsumismen mit immer schnelleren Hype-Folgen -, aber auch voll der vielfältigsten horizonterweiternden Möglichkeiten und Erfahrungen ...


Vergegenwärtigen wir uns unsere Tages- und Jahresabläufe zwischen immer häufigeren globalen Positionswechseln im Rahmen unserer Erwerbsarbeit und im touristischem Jetten in die entferntesten Winkel der Erde... - wie umgekehrt das damit einhergehende, weil entsprechend organisierte, Ausgeschlossensein all derer in unseren Vorstädten, die wir zu ´sozial Schwachen´ erklären & für die wir uns allenfalls im Wege systemabhängig aufgesetzter Helferrollen interessieren ...


Da gibt es immer weniger Festzurrbares, quasi ´multilateral´ in überschaubare Vertragswerke zu Bannendes bzw. über Mantren Aufzufangendes.

Menschen wie Staaten brauchen freie Verbindungs- und Distanzierungs-Möglichkeiten, keine (gar geo-) strategischen Bündnisse mit den ihnen immanenten nach innen wie nach außen gerichteten Affront-Spiral- & Sanktionierungs-Prozessen...

Menschen wie Staaten brauchen keine ´Pranger-Gladiatoren-Spiele´, um untereinander zu erzwingen, was sie - vorbei an ihrer aller zentralem Friedens-Interesse - gerne jeweils für sich erreicht hätten...

Menschen wie Staaten haben selbstredend mit vielem Mühe, nicht zuletzt mit den Untaten, zu denen sie sich wechselseitig kränkungsgewandt provozieren.

Aber Mühe ist gerade mal in Ausnahmefällen zuweilen auch Unterwerfungs-, ja Vernichtungs-´Kampf´.

Mühe verwebt uns mit uns selbst und der Welt im Kleinen wie im Großen, befeuert unsere Lebendigkeiten, nährt unsere Phantasie, lässt uns Kooperationen suchen, Symbiosen, liebendes Miteinander, lässt uns in Frieden kommen mit uns selbst und sogar so manchem Bedrängenden um uns herum...

Kann es eventuell sein, dass solche Mühe scheut, wer stets und ständig bei jeder Form von abweichender Denkposition von ´Kampf´und ´Krieg´ redet ?! ... - ohne auch nur in Ansätzen zu begreifen, was dergleichen - eines Tages wirklich im Wortsinn realisiert - im konkreten Erleben für alle Betroffenen bedeuten würde ?! ...

Unsere Mantren von nur (am besten gar künstlich-)´intelligent genug´ zu bedienenden Globalisierungs- ´Wachstums´- & so oder so dynamisierbaren ´Bildungs´- Prozessen können einfach strukturbedingt nichts wirklich bessern, schon gar nicht für die meisten oder gar alle - ...

Und wenn mittlerweile nicht wenige gar nach einer ´Künstlichen Intelligenz´ streben, die diese Wandlungsprozesse angeblich ´besser´ handhaben würde als wir Menschen bisher, wähnen sie sich dabei offenbar als Schöpfer einer neuen ´besseren´ Spezies, die Reibungsverluste nicht mehr wie wir Menschen kennen wird ...

... - statt zu begreifen, dass die da für überwindungsbedürftig gehaltene Spezies Mensch es ist und bleibt, die Neues niemals frei von all jenen mentalen Defiziten, die da überwunden werden sollen, je wird auf den Weg zu bringen vermögen ...

ANDERE KULTUR-AKZENTE

Intelligenz aber ist etwas, was allen Lebewesen - welcher Art auch immer - eignet, ohne sich je in sogenanntem ´Lernen´ zu erschöpfen.

Sie ist als etwas unaufhebbar Lebendiges gebunden an ihre Wurzeln in Intuition und Sensorik - und das im Rahmen artspezifischer wie ganz individueller Stofflich-, ja Körperlichkeit - mit ständig changierend werdender Gestalt ... - wie in Interaktion mit allem, was Individuum X begegnet, von ihm wahrgenommen, ausgetauscht, erinnert, teilvergessen, scheinbar altvertraut immer neu erkannt, emotional belegt, ausagiert und beantwortet wird ...

Ohne je individuelles (!) Vergessen, Teilvergessen, Altvertrautes neu Erkennen gäbe es keine Blickwechsel, keine Umgewichtung hin zu eher glücklichen Gewichtungen, kein immer anders erleb- und beantwortbares Aufeinanderzu-und Voneinanderweg-Schwingen, das alle Wesen zwischen Werden und Vergehen unprogrammierbar und und voller unauslotbarer FINDIGKEIT lebendig sein, ins Leben hinein wie aus ihm hinaus wieder & wieder neu werden lässt - unaufhebbar zwischen Seligkeit und Schmerz gespannt...

Warum streben wir nicht endlich danach, diese immense Findigkeit des Menschen auf eine wirklich ernst gemeinte, also vervollständigt intelligente Umsetzung dessen zu verwenden, was in allen Kulturen als spirituelles Gemeingut von denkbar friedensfördernder Weisheit auffindbar ist ... ?!

Europäisch ausgedrückt rührt an solches Streben unsere Erkenntnis von der ´Würde des Menschen´ ...

Was bringt denn Menschen um ihr ´Werden´ - zu auch und besonders all dem Wunderbaren, das in einem jeden schlummert und einfach nur Raum bräuchte, sich zu entfalten und darüber Räume mit zu erschließen rundum, so dass sich ausballancieren könnte, was uns vielfach als kränkungsgesteuerte Untat fesselt, durch das, was uns ´sein´, weil bei- und füreinander ´vorkommen´ ließe...?

Sogenannte ´Realisten´ füttern uns mit sogenannten ´Sachzwängen´, erwachsend aus der ´fraglos ja (?!)´ tententiell reichlich schäbigen ´Natur´des Menschen ..., aus den angeblich unveränderlich bestehenden ´Marktgesetzen´ mit ihrer ´unsichtbaren Hand´ angeblich zugunsten des Wohlstands aller ..., aus den Potential-Unterschieden alles Existenten, die ein Auskommen ohne Herrschaft nicht denkbar erscheinen ließen, auch wenn diese noch jedesmal verschiedensten Selbstbereicherungsprozessen förderlich sein würde, aus den unverzichtbaren Triebkräften eines möglichst uneingeschränkten Wettbewerbs- und Wachstums-Denkens... -

Und überall enthält diese Fütterung den Verweis auf aus alldem erwachsende Bedrohungen, denen nun einmal nur im Wege machtvoller Bündnisse und waffenstarrend zu begegnen sei...

DIE LEHREN DER NATUR

Die Natur, deren Teil wir sind, kennt keine Herrschaft, sie kennt Verdrängung, sie kennt funktionsbedingte Ränge, sie kennt Kampf um Nahrung, auch um Reviere, aber so etwas wie Bereicherungs- und Verarmungs-Szenarien, geo-strategische Ermächtigungskämpfe zum Zweck der Beherrschung anderer Artgenossen oder gar Arten vollführt dort keine Population ...

Die, verglichen mit der Tier- wie Pflanzenwelt, z.T. tatsächlich z.T. nur scheinbar erweiterte Denk- und Handlungsfähigkeit der Spezies Mensch, liefert letzterer - freilich auch verführerisch - andere, ja größere Spielräume: w i e wir diese konturieren, hängt von den Erkenntnissen ab, die wir uns jeweils erarbeiten...

Wo wir dabei den sogenannten ´Realisten´ mit ihren oben skizzierten Weltsichten folgen, wird unser aller Lebenswirklichkeit eine sein, in der FAIRPLAY nicht das zentrale MOVENS dessen darstellt, was wir zu unseren Kulturen machen...

Zweifel sind erlaubt, dass das so sein müsse !

Die wohl meisten Kulturen dieser Welt haben sich - oft zurechtgezwungen - bis heute sehr vertraut gemacht damit, wie sie ihre Intelligenz immer dynamischer auf die Entwicklung ihrer technischen Fähigkeiten verwenden können - sie haben sich damit oft und öfter der Faszination von ´Macht´-Spielen ergeben und sich in ihnen einzurichten ´gelernt´ - im nimmermüden Verweis auf unumgängliche Bedrohungsabwehr..., die nicht zu leisten sei ohne eine Schaffung entsprechender Investitions-Potentiale, die wiederum ohne herrschaftsgestützte Vorteilsnahme nicht entstünden ...

Gleichwohl findet sich keine unter all unseren Kulturen, die sich nicht Zugang zu erarbeiten gewusst hätte auch dazu, was die Spezies Mensch über ihre technische Intelligenz hinaus ausmacht, wann immer sie den Raum gewährt haben, davon das jeweils in ihnen Zugängliche auf je ihre Weise auszuloten...

Unübersehbar spirituelles Gemeingut aller Kulturen wurde unterdes:

- dass Leben ´Würde´ besitze, deren (jeweilig nicht allen gleichermaßen immer einsichtige) Achtung uns alle zur Schaffung rundum gedeihlicher Verhältnisse gemahne...

- dass vom unermesslichen Reichtum des Werdens und Vergehens in diesem Universum kein Wesen ausgeschlossen bleiben müsse, das nicht auf Konkurrenten stoße, die es systematisch in Ausbeutungsverhältnisse drücken zu müssen bzw. zu dürfen glaubten... - denn alles nähre sich ohne Bedeutsamkeitsunterschied von allem und nähre seinerseits alles ...

- & dass solche Ausbeutung verabsolutierten Ängsten entspringe, über deren trickreich wach gehaltene Evokation Menschen einander willfährig zu machen wüssten...

Natürlich haben wir Ängste: die Welt um uns, unsere Gesundheit, unsere Begegnungen können sich ins Nachteilige entwickeln, Neues nährt nicht nur positive Erwartung & Hoffnung, es schafft auch unbekannte Unsicherheit, verlangt uns ungezählte Abschiede, auch Brüche ab, am Ende den Tod... - aber da ist nicht minder unendlicher Anlass zu stiller bis jauchzender Freude an allem, was uns überwältigten Herzens Ja sagen lässt zu dem, was wir als Leben auf dieser Erde erfahren dürfen..., an den herrlichsten wie auch beängstigendsten Naturerfahrungen, an Menschen & Dingen, Leistungen, bestandenen Schwierigkeiten, innerem wie äußerem Wachstum, ja an leuchtender Farb- und Klangfülle um und in uns, überall dort, wo wir den Mut in uns spüren, unsere Ängste nicht zu unseren Dämonen zu machen oder machen zu lassen...

Aber: wenn wir genau hinschauen, überwiegt die leuchtende Farb- & Klangfülle selbst dort, wo wir uns daneben - aber extrem leidvoll jeweils - in irgerndwann immer auch kriegerische Ausbeutungsordnungen versteigen, wie viel zu oft in unserer bisherigen Geschichte...

Erzähle niemand, mit unseren Ängsten ließe sich nur via Ausbeutungsordnung mit all ihren zahllosen Verlogenheiten umgehen.

Jede/r von uns weiß es ganz persönlich anders - oft freilich nur viel zu punktuell, weil er zuweilen in Lebensordnungen gerät, in denen die Ordnungsmacht der anmaßungsstolzen Diktierer dieser Erde, ihr/m ihre/seine Tage immer wieder auch zu nahezu einer einzigen Kränkung gerinnen lässt...

Inzwischen haben wir uns sogar ´wissenschaftlich´ erarbeitet, dass Menschen die innere Stärke haben können, sich freizumachen vom niederdrückenden Gefühl, gekränkt worden zu sein, nicht wahr-, nicht in Rücksicht genommen, ja geliebt zu werden ... - unsere Forscher sprechen da von so etwas wie einem ´Resilienz-Gen´, aber auch von möglicher ´Resilienz-Förderung´...

Die RELIGIONEN dieser Welt wissen davon lange und in einiger Hinsicht wohl auch mehr als die hochspezialisierten Gentechnologen dieser Tage...

Sie haben sich freilich in den Jahrtausenden ihrer Geschichte zumeist denkbar weit von diesem Wissen entfernt - dort, wo sie im Bündnis mit den Machtbeanspruchern sein zu sollen glaubten und glauben, damit der ´führungsbedürftige´ Mensch - als einzelner wie in der Gruppe - ´beschützt´ und ordnungsverträglich-´gott-/götter-gefällig´ durchs Leben gehen könne.

Wer sich jedoch mit neuer Unmittelbarkeit intuitiv mit geöffneten Sensorien und wirklich erkenntnisorientierter Intelligenz den Wirkgefügen dieser Welt gegenüberstellt, der weiß, dass das, was Menschen als ´Realismus´ausgeben, Illusion ist und Illusion schafft ...

- Unter ´Realisten´ geht es nie in erster Linie um ein rundum würdevolles Neben- & Miteinander - um das also, was ´FRIEDEN´ genannt werden könnte: allenfalls um die ´Befriedung´ so oder so Widerständischer, im Extremfall sogar um deren Auslöschung... - im Dienst so oder so profitabler Ordnungen für die, die genügend Durchsetzungskraft zu entwickeln vermögen...

MENSCHENWÜRDE

Sein Werden macht die Würde eines jeden Menschen aus - samt jener der Gruppen, in denen er lebt. Es vollzieht sich unaufhebbar spiegelbildlich: wir alle spiegeln uns ineinander, im Universum wie in dem, was wir ´heilig´ nennen.

Streit gehört zu diesem Werden, Kurskorrekturen, wo sie einsichtig werden, Entschuldigungen, ja Wiedergutmachungen, neue Nähe, neue Wege wie auch vorderhand unüberwindliche Distanz und Sackgassen - angestrebte und entfaltene Zwingkraft nie!

Denn sie erlaubt kein Werden, sie formt gewaltsam um, erstickt und löscht gar aus, was ihr nicht passt - aus Machtansprüchen, die allenfalls eine Zeitlang Nichtkrieg erzeugen helfen, ein wirklich friedensgetragenes Miteinander nie...

Verwechseln wir doch bitte nicht Dominanz zum Zwecke der Weitergabe kräftiger Gene und ein allenthalben die Lebensräume ökologisch strukturierendens Revierverhalten, wie wir es niemals kriegsähnlich ausufernd in der gesamten Natur außer der menschlichen vorfinden, mit menschlicherseits nicht selten ausufernd angestrebten und erzwungenen Herrschaftsverhältnissen !

Wir alle neigen zur Entfaltung solcher Zwingkraft - sie löst, was uns quält, scheinbar am schnellsten und gründlichsten...

Wir erfahren aber auch Mal für Mal das genaue Gegenteil: was da jeweils erzwungen wurde, macht die Situation in der Regel schlimmer für meist noch mehr Menschen, als der erzwingungs-´bekämpfte´ Vorkonflikt.

Kulturell wissen Menschen das in allen Weltgegenden.

Und in allen Weltgegenden tradieren sie Wege zu einem friedvollen Umgang mit ihren Streitigkeiten - und an der Wurzel: zu einem Verständnis allen Werdens, das Gedeihlichkeit nur erfährt jenseits jeden Setzens auf Zwingkräfte und Reichtums-Potentiale...

Wo wir uns als nicht kraftvoll genug erleben für das, was wir gerne hätten, halten wir das erst einmal nur schwer aus.

Dass wir uns aber so erleben, hängt ganz zentral an jenem Wettbewerbs-Mantra, dem wir uns ausgeliefert haben!

Wir alle sind nie nur das eine: kraftvoll oder kraftlos... Und unsere Potentiale werden sich immer unterscheiden.

Nur so vermögen wir einander zu ergänzen, so oder so mitreißend zu beantworten, als Quelle zu erfahren von Freude und Gemeinsamkeit, wie auch von Kränkung, Ausbeutung und Abhilfe-Erfordernissen.

Es ist nicht wichtig, dass und wie stark wir sind, es hängt alles daran, dass wir sind - mit all unserem nicht ersetzbaren je individuellen Aufeinander-Angewiesensein wie mit dem ganzen Reichtum dessen, was wir ggf. ´nur´ und scheinbar unscheinbar zu geben haben...

Es kann keine Friedens-´MÄCHTE´ geben, keine Friedens-STIFTER - im Sinne einer Fremderarbeitung von neu zu anzuordnenden Koexistenzen !

Nur wo wir unmittelbar wie im Weltkontext FAIRPLAY zustande bringen ... - ein jeder dort, wo es ihn betrifft, jedoch keiner woanders !!! - entstünde Raum für neu zu gewinnendes Koexistieren...

FRIEDEN also... !!!

- mit unseresgleichen wie mit der Natur und der spirituellen Kraft in allem ...

Das wäre in der Tat zutiefst umwälzend, es hielte Bedrängnis wie Befreiung gleichermaßen bereit, wohl auch heftigste Gegenwehr...
Erzwingen ließe es sich mit Sicherheit weder real noch qua Definitionem... (Gottseidank!) - Um nur anders akzentuiertes Kampfgeschrei und weiteres Blutvergießen kann es dabei nicht gehen !


***

Aber wir könnten Haltungsänderungen ´einsäen´ in all die Risse des Gewohnten und doch bereits zutiefst Veränderten unserer Tage...

... Wir könnten über Selbstorgnisation in Los-Bürgerräten etwa endlich gemeinsam Schritt für Schritt mit zentralem WIRKSAMKEITS-ANSPRUCH Regelwerke erarbeiten, erörtern und zur Reife bringen, die

friedens- und lebensfreundlichem ´SÄEN´, ´BEGIESSEN´ und zunehmend gedeihlichem GRUPPIEREN FAIRER AUSTAUSCH-SYSTEME im Spannungsfeld von Natur & Kultur mit all ihren Segmenten den Raum böten, den wir alle immer dringender brauchen... - täglich mehr begreifend über fruchtbare Ergänzungs-Anordnungen von Ziel-Mittel-Wirkungs-Strukturen hin zu wechselseitiger Gedeihlichkeit und Auskömmlichkeit ..., statt hin zu zuvorderst persönlichem Reichtum, der vielfältig, auch groß sein, aber doch nicht länger zerstörend eingesetzt bleiben darf...

Lassen wir den Killer-Wettbewerb, in dem wir uns verfangen haben, los... und richten wir all unsere Findigkeit und einen wachsenden Teil unserer Kommunikation auf alles, was erheblich kooperativer GEHT als bisher !

...an ´Neu-Aussaat, Neu-Aktivierung & Neu-Aufstellung´ eines nicht länger so oder so auf Kampf, Rüstung, Sieg oder Niederlage, Freund oder Feind... setzenden Lebens, Arbeitens, Genießens und Erkennens...


... und siehe, da : ..., ja FRIEDEN GEHT ! Tag für Tag etwas mehr... - machen wir uns auf !


Werben wir z.B. für das spannende Instrument lebendig-dynamischer LOS-BÜRGERKONVENTE, um diese nach den ihnen Überzeugendsten weltpolitischen Handlungs-Ansätzen D´s, der EU, der NATO der UN...
zu befassen... !!

Denn vielleicht gäbe einen noch viel zu wenig ins Bewusstsein gerückten WEG, das STAATSBÜRGERLICHE SOUVERÄNITÄTSRECHT an mehr als an traditionelles Wahlrecht und eventuelle Volks-Begehren oder gar -Entscheide zu binden:

...den Weg, für Ideen und Willensäußerungen aus der Bevölkerung endlich ein FORUM zu schaffen, wo sich Bürger nicht einfach nur Gehör verschaffen können, wie in Anhörungen und auf dem Wege von Petitionen…,

sondern wo mit Hilfe von Los-Bürger/innen eine PLATTFORM etabliert würde, auf der nicht PARTEIEN für die politische Willensbildung zu sorgen hätten, wo vor allem auch Wahlkämpfe nichts zu suchen hätten ..., sondern wo MENSCHEN aus diesem Land per Zufallsgenerator ihrereseits für 4 Jahre, aber um 2 Jahre versetzt zur Legislaturperiode des repräsentativ gewählten Parlaments, ZUSAMMEN GEFÜHRT WÜRDEN, um ohne eigene Gesetzgebungs- oder Regierungsbefugnisse über Agenden zu beraten und Mehrheitsvoten abzugeben dazu, was die Vertretungskörperschaften Parlament und Regierung gemäß ausdrücklich und direkt von Bürger/innen Gewünschtem überprüfbar leisten sollten !

Ein solches Forum aus Losbürger/innen - eine ´B Ü R G E R V E R S A M M L U N G ´ mit Anspruch auf Gehör und Berücksichtigung - besäße selbstredend kein Recht, das einem imperativen Mandat auch nur nahe käme… (über imperative Mandate kann keine vernünftige Politik zustande kommen) - aber es hätte unmittelbar aus der Mitte der Gesellschaft heraus eine gewichtige Form von politischer Willensbildung zu betreiben, (weit über die Aussagekraft von Meinungsumfragen mit einfachen Fragesätzen hinaus !!), an der Parlament und Regierung nicht so leicht vorbeiagieren könnten !

Eine solche Institution ersparte den Parteien mit ihren ja in der Tat unerlässlichen Funktionen viel von jenen P r o f i l n e u r o s e n , die - je öfter, desto weniger - in Wahlkämpfen und Koalitionssondierungen das Finden vernünftiger Berühungspunkte und zumindest stückweiser Problemlösungsstrecken zunehmend lähmen, ja blockieren… !!

In den letzten Jahren - und immer zugespitzter aktuell im Umgang mit einem für sie schwierigen Wahlergebnis 2017 - verlieren die Politakteure unseres Landes zunehmend einen produktiven und lebendigen Problemlösungs-Kontakt mit allen, für deren Gemeinwohl sie da zu handeln angetreten sind, wenn sie es vermeiden und versäumen, die deutsche Öffentlichkeit zu Neuaufstellungs-Überlegungen anzuregen, deren Notwendigkeit zwar alle irgendwie spüren, aber nicht anzupacken wagen !!!

Sondierungen über mögliche Regierungsbildungen, die sogenannte ´Knackpunkte´ für das halten, was unser aller Leben morgen tragen kann - in einer Welt umstürzender Veränderungsprozesse - verfehlen die Führungsrolle, die Regierungen wie Parlamenten obliegt namentlich da, wo umgedacht und umgebaut werden m u s s - ... möglichst b e v o r zunehmend weniger Funktionsfähiges k o l l a b i e r t !!!

Was sich seit den jüngsten Bundestagswahlen in den diversen Berliner Polit- und Medienzirkeln bis hinein in die dannn doch noch erfolgte Koalitionsbildung hinein abspielt, überzeugt nicht nur niemanden… … es schreckt ab, schürt Verdrossenheiten und immer breiteres Sich-Abwenden – oder aber den Ruf nach harten ´Selbstschutz´-Regelungen: ´wir zuerst und zuletzt, egal, wie´s anderen geht… wir haben genug mit uns selbst zu tun´ …

Agieren wir kreativ und holen die Menschen aller Farben, die vertrauteren und die fremderen, auf neue Weise zusammen und geben ihnen als engagierte souveräne Bürger/innen endlich endliche einen EINFLUSSORT,an dem sie mit ihren Geltungsansprüchen, Anliegen und Ideen nicht redundant w ie in den bisherigen sozialen Netzwerken, // demnächst gibt es ein besseres - unterstützen Sie es mit! // dafür aber endlich wirksam vorkommen können, weil eben gerade nicht die System-Akteure in Parteien, Regierungen, Parlamenten in ein solches Losverfahren zur Bildung eines zentralen Bürgerforums einzubeziehen sein würden, sondern eine Bürger/innen-Inanspruchnahme wie bei den Schöffengerichten…

Sollten wir nicht vielleicht so ´Demokratie´ in unseren gegenwärtigen wie in den auf uns zustürzenden Umbruchszeiten einmal neu zu buchstabieren versuchen ??? !!!

00:25 03.06.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

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