Der Bus fährt weiter

DAS GELD, DIE LIEBE, DER TOD, DIE FREIHEIT - WAS ZÄHLT AM ENDE? Jochen Gerz' Arbeit am ehemaligen Reichsluftfahrtministerium
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Es gibt Orte und Gebäude, die "verbraucht" sind. Als die amerikanische Kunsthistorikerin Barbara Miller Lane, durch ihr 1986 in deutscher Übersetzung erschienenes Buch Architecture and Politics in Germany 1919-1945 als Kennerin der Produktion und Rezeption der Architektur des Dritten Reiches ausgewiesen, Anfang der neunziger Jahre als Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin weilte, äußerte sie sich grundsätzlich zum Umgang mit dem erstmals in seiner gesamtstädtischen Dimension erfahrbaren architektonischen Erbe des Nationalsozialismus. Lanes Auffassung nach sind solche Objekte für keinerlei Umnutzung anzueignen. Damit zielte sie ausdrücklich nicht auf den materiellen Zustand der Bauwerke, sondern auf ihren Symbolgehalt. In diesem Sinne hielt sie die