Ein globales Referendum: im Prinzip ja, aber...

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Gestern gingen Festivalbesucher, Aktivisten der NGO Egality und Interessierte im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte der Frage nach, ob und unter welchen Bedingungen es ein globales Referendum geben solle, damit weltweit alle Menschen an Entscheidungen beteiligt sein können, von denen sie betroffen sind. Besonders die sogenannte Dritte Welt hat bislang kaum Zugang zu den Stellhebeln der Globalisierung, muss aber deren Folgen ebenso mittragen wie der privilegierte Norden. Solle man daher nicht weltweite Abstimmungen über solche Fragen einführen? Wie könnten solche Referenden aussehen? Im Anschluss an den Dokumentarfilm "World Vote Now" von Joel Marsden wurde in mehreren Workshops diskutiert. Der im Film bisweilen verbreiteten "Let´s do it"-Stimmung trat dann auch ein gewisser Skeptizismus entgegen, v.a. in Hinblick auf Legitimitäts- und Praktikabilitätsfragen. Dass es aber globale Probleme gibt, die man idealerweise unter Berücksichtigung aller Betroffenen bearbeiten sollte, stand außer Frage. Transnationale Demokratie also nicht nur in Europa, sondern weltweit, auch in Form von Abstimmungsprozessen - ein ehrgeiziges Ziel, das es wert ist, konventionelle Konzepte von Demokratie und Staatlichkeit zu überdenken. TRANSEUROPA goes global!

18:48 13.05.2011
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Geschrieben von

Gregor Dömling

TRANSEUROPA in Berlin
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