Angelika Gutsche

Reisen führten Angelika Gutsche unter anderem auf den afrikanischen Kontinent und quer durch den Balkan. Viele Reportagen fanden Veröffentlichung.
Angelika Gutsche
RE: IS-Terrorakt in Tripolis | 12.09.2018 | 15:15

Jetzt habe ich noch das Wichtigste vergessen zu erwähnen: Pusztai zielt wieder auf eine Dreiteilung Libyens ab: Tripolitanien, Fessan, Kyrenaika. Diese Zerstückung ihres Landes, so wie es der Westen bereits mit Jugoslawien betrieben hat, werden die Libyer niemals zulassen! Keine "Spalte und Herrsche" für Libyen! Niemals!

RE: IS-Terrorakt in Tripolis | 12.09.2018 | 15:11

Es freut mich, dass Sie meine Beiträge gerne lesen!Danke für den Link zum Zeit-Artikel von Herrn Pusztai, der definitiv ein CIA-Man ist. Er ist höchster Militär und in den USA ausgebildet. Und er verbreitet überall sein Sichtweise über Libyen, egal ob im Rundfunk, bei Heise.de, der NZZ oder jetzt in der Zeit.

Jetzt wird also die 'Einheitsregierung' fallengelassen und jetzt, d.h. nach etlichen Jahren, merkt man, dass diese 'Einheitsregierung' illegal im Amt war und keinerlei Rückkhalt hatte. Aber man brauchte halt einen Ansprechpartner, der mit den westlichen Regierungen die Verträge abschließt.

General Heftar hat einen US-amerikanischen Pass, lebte jahrelang in den USA und gilt zu Recht als CIA-Mann. Er kam 2011 nach Libyen, um beim Sturz Gaddafis mitzuhelfen. Er ist 74 Jahre alt und krank. Also sehr geeignet, als USA-amerikanische Marionette zu dienen.

Und natürlich schlägt Herr Pusztai vor, den" Kampf gegen den Terror" fortzusetzen. Ist dieser doch die Ausrede, in Libyen Kampfeinsätze fliegen zu können und militärisch präsent zu sein.

Wenn er die Verfassung aus dem Jahre 1963 vorschlägt, ist damit eine monarchistische Verfassung gemeint! Das kann es doch wohl wirklich nicht sein!

Er schreibt: "Die Verhandlungen im Rahmen eines Libyen-internen Dialoges müssen von der EU und den USA als noch relativ glaubwürdige Partner gefördert und angeleitet werden." Das ist schon ein schlechter Witz, ausgerechnet diejenigen, die 2011 Libyen in die Steinzeit bombten und für den jetzigen Zustand verantwortlich sind, sollen "glaubwürdige Partner" sein???

Doch in einem hat Pusztai recht: "Es liegt an den Libyern, ihre eigenen Lösungen für die Gestaltung ihres Landes zu finden."

RE: Ein Plan B für Libyen | 10.09.2018 | 12:25

Richtig, "Revolution" in dem Zusammenhang mit Regime Change, Konterrevolution und Nato-Krieg war eine "Fake-Revolution" und müsste zumindest in Anführungszeichen stehen. Da ich aber zitiert habe, wollte ich den Original-Text nicht verfälschen. Danke aber für die Richtigstellung!

RE: Der Krieg um die Vorherrschaft im Nahen Osten | 22.08.2018 | 11:28

Und weiter heißt es: "Wie die Europäisch-Saudische Organisation für Menschenrechte (ESHR) berichtet, warten derzeit 51 Menschen in Saudi-Arabien auf ihre Hinrichtung. Acht davon seien bei der Tat minderjährig gewesen. Ihre Vergehen seien die Teilnahme an Demonstrationen und das Rufen von Anti-Regierungs-Slogans gewesen. [...] Nach der Volksrepublik China und dem Iran nimmt Saudi-Arabien die drittgrößte Anzahl an Exekutionen weltweit vor. Im letzten Jahr wurden 150 Menschen exekutiert. Dieses Jahr könnte das Land einen neuen Rekord aufstellen."

RE: Der Krieg um die Vorherrschaft im Nahen Osten | 22.08.2018 | 11:25

RT schreibt am 21.08.2018: "Saudi-Arabien: Menschenrechtsaktivistin soll wegen friedlichem Protest öffentlich geköpft werden"https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/74819-saudi-arabien-menschenrechtsaktivistin-soll-hingerichtet/

RE: Der Krieg um die Vorherrschaft im Nahen Osten | 15.08.2018 | 11:18

Am 15.08.2018 schreibt Slaovoj Zizeck in RT über den Konflikt über Auto fahrende Frauen zwischen Saudi Arabien und Kanada:

https://deutsch.rt.com/meinung/74494-slavoj-zizek-streit-zwischen-saudis-kanada-weltordnung/

"In Wirklichkeit ist das, was wir haben, ein klares Zeichen dafür, dass Saudi-Arabien das bleibt, was es ist: Kein echter Staat, sondern ein großes Mafia-Unternehmen, das von einer Familie geführt wird und sich verwerflich in die inneren Angelegenheiten des Jemen einmischt und die Nation buchstäblich ruiniert."

RE: Libyen im Juli 2018 – Monatsrückblick | 11.08.2018 | 10:32

Auch Saif al-Islam Gaddafi will keinen Krieg, sondern steht für Aussöhnung. Bitte lesen Sie dazu meinen Blog-Beitrag, in dem ein Artikel der britischen Times vom 28. Juni 2018 zitiert wird:https://www.freitag.de/autoren/gela/saif-al-gaddafi-ein-symbol-der-aussoehnungDie Times zitiert den unabhängigen französischen Unterhändler Jean-Yves Ollivier, der für das Center für libysche Friedensbemühungen arbeitet und Vorsitzender der Brazzaville-Stiftung ist: „Saif ist ein Symbol der Aussöhnung. [...] Er will Wahlen und ist überzeugt, dass er, wenn er bei den Wahlen antritt, zwei Millionen Gaddafisten hinter sich versammeln kann und somit die Wahlen gewinnen wird."

Allerdings steht er auch für die Souveränität Libyens und eine selbstbestimmte Politik zum Wohle des libyschen Volkes und gegen vom Westen installierte Regierungen.

RE: Wahlkampf in Libyen | 23.07.2018 | 11:03

Nun weist sogar die SZ auf die Probleme und Schwächen des IStH hin: Es gilt als wenig neutral und habe bislang ausschließlich Verfahren gegen afrikanische Personen eröffnet. „Strafanzeigen gegen westliche Politiker und Soldaten gehen in Den Haag laufend ein. Die Reaktion ist stets dieselbe. Es wird eine sogenannte Vorermittlung eingeleitet, sie läuft still und leise. Noch nie hat die Chefanklägerin, Fatou Bensouda aus Gambia, sich bereit gezeigt, auch den nächsten Schritt zu gehen, also tatsächlich eine Anklage gegen einen Nicht-Afrikaner bei den Richtern zu beantragen.“

RE: Putin / Trump | 16.07.2018 | 15:02

Bezüglich der Rückgabe des libyschen Ölhalbmondes an Tripolis durch die LNA habe ich geschrieben:

"Der Meinungsumschwung der LNA könnte auf einen Brief von US-Präsident Trump an den Parlamentssprecher Aquilah Saleh und den Vorsitzenden des Präsidialrats Fayez Sarradsch zurückgehen, in dem laut einem Fernsehbericht die Beiden kritisiert wurden, dass sie nicht in der Lage seien, das Problem um die Schließung der Ölanlagen zu lösen. Trump soll die beiden davor gewarnt haben, sie könnten in einem ersten Schritt einer internationalen Strafverfolgung ausgesetzt werden und anschließend könnte die Beilegung der Ölkrise mit Gewalt erzwungen werden.

Dass Trump an einer höheren Ölproduktion und damit einhergehend an niedrigeren Ölpreisen gelegen ist, konnte man bereits Anfang des Monats erkennen. Per Twitter hatte er Saudi Arabien aufgefordert, sofort seine Ölpreise zu senken. Tatsächlich erhöhten auch die Saudis brav ihre Fördermengen und senkten den Preis. Der jetzt von Trump kritisierte hohe Anstieg der Ölpreise ist nicht zuletzt auf seine Sanktionspolitik gegenüber Iran und Venezuela zurückzuführen.