Angelika Gutsche

Reisen führten Angelika Gutsche unter anderem auf den afrikanischen Kontinent und quer durch den Balkan. Viele Reportagen fanden Veröffentlichung.
Angelika Gutsche
RE: Der irre König | 14.04.2018 | 14:49

Eigentlich muss man Trump für seinen Tweed dankbar sein: Zum ersten Mal wurde einer breiten Öffentlichkeit richtig bewusst, wie groß die reale Kriegsgefahr ist, die sich sogar auf einen globalen Atomkrieg ausweiten könnte. Niemand in Europa hat die geringste Lust, sich wegen Assad oder gefakter Giftgasangriffe in Syrien - oder auch in Großbritannien - in einem Atomkrieg pulversisieren zu lassen. Es war gut, dass die Absicht des völkerrechtlichen Angriffs auf Syrien öffentlich wurde und entsprechend diskutiert und kommentiert wurde.

Es war ein harter Politpoker, den wie ich meine, Russland gewonnen hat. Was USA/GB/F da mit dieser angekündigten Pseudabombardierung abgezogen haben, diente nur noch der Gesichtswahrung und der Verhinderung, dass Nachweise erbracht werden können, dass es doch keinen Giftgasangriff in Syrien gab.

Die Sprache des Trump-Tweeds ist unbestritten entsetzlich. Frage: Ist Trump so primitiv oder setzt er diese Art Sprache bewusst ein? Während sie im Cowboy-Land in weiten Kreisen bestimmt gut ankommt, erwehrt sich Trump damit auch des Verdachts, sich mit Putin verständigen zu wollen. Man soll sich nicht täuschen: Ein Volltrottel hätte es schwerlich schaffen können, gegen das gesamte politische Establishment - Demokraten und Republikaner und deren Presseorgane - Präsident der USA zu werden.

Während sich jetzt die ganze Welt über den Tweed von Trump aufregt, ist die Sache mit der Bombardierung Syriens - gegen jedes Völkerrecht - und nicht nur von den USA, sondern auch von F und GB und mit Zustimmung etlicher anderer Staat und der NATO, jetzt kein wirklicher Aufreger mehr. Nach dem Motto: Das hat der böse Assad verdient! Obwohl kein einziger Beweis für einen Giftgasangriff vorliegt.

Kann es sein, dass sich wenige westliche Staaten anmaßen, einfach jedes Land, dessen Regierung ihnen nicht genehm ist, bombardieren zu können? Das ist doch der wirkliche Skandal! Und nicht so ein blöder Trump-Tweed!

RE: ZDF-INFO: Libyenkrieg beruhte auf Fake-News! | 09.04.2018 | 18:31

Zu Saadi al-Gaddafi: Der Prozess war mehr als ein dutzend Mal vertagt worden. Videoaufnahmen belegen, dass Saadi während seiner Gefangenschaft im al-Hadba-Gefängnis gefoltert wurde. Er wurde leider auch nicht aus dem Gefängnis entlassen, da er weiterhin angeklagt wird, 2011 am Versuch der Niederschlagung der ‚Aufstände‘ beteiligt gewesen zu sein. Der Freispruch in diesem Fall erfolgte durch ein Gericht im nördlichen Teil von Tripolis. Das al-Hadba-Gefängnis war ja gestürmt worden und die Gefangenen an andere Plätze verbracht.

Nach der Wahl 2014: Der Oberste Gerichtshof in Tripolis, der von Islamisten beherrscht wird, entschied, dass die Wahl des Parlaments nicht der Verfassung entsprochen haben soll und damit ungültig ist. Es wurde ein National Salvation Government NSG (Nationale Heilsregierung) eingesetzt, die nur noch aus Moslembrüdern und anderen Dschihadisten, die einen islamistischen Staat anstreben, besteht. Die NSG wird massiv unterstützt von der Türkei und Katar, aber auch von europäischen Ländern, insbesondere Italien.

Wahl 2018: In Tripolis werden wohl kaum LNA-Leute vor den Wahllokalen stehen, da die Hauptstadt von Islamisten beherrscht wird. Die Durchführung der Wahlen ist sicher eine Herausforderung, denn die Wahllokale müssen auch geschützt werden. Ich glaube auch nicht, dass sich neutrale Wahlbeobachter nach Libyen trauen.

Da sind wir uns einig: Das Land muss stabilisiert werden und CIA-Mann Haftar darf nicht über das Land die Kontrolle bekommen. Das Land muss wieder ein souveräner Staat werden, der selbst über sein Schicksal bestimmt.

Auch darin, dass alle miteinander in Libyen leben müssen, dass alle von der Nation her Libyer sind. Dass es dann Stämme wie die Berber gibt, die sich als Minderheiten fühlen und dementsprechend Minderheitenrechte gültig machen, ist ihr gutes Recht. Und ich bin der festen Überzeugung, dass es ihnen am ehesten unter Saif al-Islam gelingen wird, ihre Rechte durchzusetzen.

Zu Algerien und Marokko: Das sind beides brutale Polizeistaaten, in denen die Opposition keinen Fuß auf den Boden bekommt, Foltergefängnisse existieren. In Marokko herrscht der König absolutistisch. Er darf nicht kritisiert werden und ist einer der reichsten Potentaten der Welt, während das Volk in Armut versinkt. Und die Zustände in Algerien? Alles andere als erstrebenswert! Beide Länder werden natürlich vom Westen gestützt, weil sie brav kuschen.

Einen Gottesstaat wird es mit Sicherheit in Libyen nicht geben. Und die Dschamaharija? Auch wenn ich mir unsere zum Teil verkommenen westlichen Demokratien anschaue, denke ich, dass die Dschamahirija grundsätzlich ein guter Ansatz war. Ich glaube auch, dass Gaddafi für die Libyer Wohlstand und Gerechtigkeit nicht nur wollte, sondern auch durchsetzte. Auch für die Berber. Und als Nationalist und Araber . Er hat auch gesehen, wie diese Konflikte von Feinden Libyens zur Spaltung missbraucht wurden. Und wie ich in meiner letzten Antwort schon schrieb, ab etwa 2004 hat sich in der Dschamahirija-Politik in Bezug auf die Berber viel geändert. Doch statt diese ausgestreckte Hand anzunehmen, hat man lieber mit den USA/GB und Frankreich konspiriert. Wie das ausging, ist ja nun bekannt.

Und bei aller Liebe und Verständnis für die Belange der Berber: Mit nur 10 bis 20 Prozent der Gesamtbevölkerung soll Libyen ein zwei- oder mehrsprachiges Land werden? Hier ein Link, wie z.B. Deutschland dies handhabt:http://www.minderheitensekretariat.de/wen-vertreten-wir/uebersicht-und-selbstverstaendnis/

Das meiste sind "Kann"-Bestimmungen! Deutschland wird dadurch keineswegs zu einem mehrsprachigen Land. Aber wie immer Libyen das regeln wird, da möchte ich mich nicht einmischen. Das ist eine innerlibysche Angelegenheit.

Also es soll nicht Haftar werden und nicht die Moslembrüder. Da sind wir uns einig. Und wer bleibt dann noch???

RE: ZDF-INFO: Libyenkrieg beruhte auf Fake-News! | 07.04.2018 | 13:11

Nein, die Geheimdienste sagen natürlich nicht die Wahrheit. Es sind ja "Geheim"dienste. Aber Sache der Politik wäre es, insbesondere in sog. Demokratien, die Geheimdienste zu kontrollieren. Wie es aussieht, haben aber die Geheimdienste eigene, starke Strukturen entwickelt und kontrollieren nun die Politik.

Und auch schlimm für Demokratien ist es, wenn die "Qualitätsmedien" mitmachen. Natürlich gibt es keine objektive Berichterstattung, aber es ist ja gang und gäbe, Bilder und Texte zu bringen und zu sagen, eine Überprüfung der Richtigkeit sei nicht möglich.

Schlimm ist halt, dass Kriege mit Lügen begründet werden, für die es sonst in der Bevölkerung keinerlei Rückhalt gäbe.

RE: ZDF-INFO: Libyenkrieg beruhte auf Fake-News! | 07.04.2018 | 13:05

Sie wissen doch, dass es nicht stimmt, was sie schreiben. Gaddafi hatte allen 'Aufständischen', die die Waffen niederlegen, freien Abzug angeboten. Es wurde versucht, Kontakt mit Sarkozy und der US-Regierung aufzunehmen, die sich weigerte, mit Gaddafi zu sprechen. Die Afrikanische Union wollte vermitteln. Tony Blair wollte vermitteln. Doch alles war chancenlos, denn der Regime-Change war von Anfang an beschlossene Sache.

Und bitte machen Sie sich um Saif al-Islam Gaddafi keine Sorgen. Auf ihn wird schon aufgepasst.

Hier noch ein paar gute Nachrichten:

03.04. Saadi al-Gaddafi, der in Tripolis gefangen gehalten wird, ist für den Mord an dem Fußballer Baschir al-Rayani im Dezember 2005 für nicht schuldig befunden worden.

04.04. Die libyschen Behörden in Tripolis beenden die Jagd auf ehemalige Gaddafi-Leute. Die libysche Generalstaatsanwaltschaft hat ihren Antrag bei ägyptischen Behörden, Personen, die der früheren libyschen Regierung nahestanden, an Libyen auszuliefern, fallengelassen. Dies gilt für ehemalige Politiker, Mitglieder der Sicherheitskräfte und des Militärs und Journalisten der Gaddafi-Ära.

Beide Nachrichten finden sich u.a. im LibyaHerald.

Es ist Zeit der Aussöhnung. Nicht des Hasses. Dschihadisten und radikale Islamisten haben in Libyen - gottseidank - keine Chance und keinen Rückhalt in Bevölkerung. Das haben die letzten Wahlen gezeigt. Die stärkste Kraft sind Land sind immer noch die Stämme.

Was mich wirklich interessieren würde: Wie sieht denn Ihre Vision eines zukünftigen Libyen aus?

RE: Ein Zeugnis staatlicher Selbstentmachtung | 05.04.2018 | 17:33

Als ich vor längerer Zeit einen Brief zur Frankierung am Schalter abgab, wurde ich darauf hingewiesen, dass ich den Absender nicht hinten auf den Umschlag schreiben sollte, sondern vorne unten links.

Den Grund dafür erfuhr ich durch einen Zufall erst später: Jeder Brief wird eingescannt und so werden jeweils Absender und Empfänger erfasst- und können gespeichert und miteinander in Verbindung gebracht werden.

Seitdem mir das klar war, schreibe ich meinen Absender nur noch hinten auf den Umschlag. Das macht die Daten schon etwas weniger interessant.

RE: Kandidatur Saif al-Islam Gaddafi: Presse-Echo | 31.03.2018 | 23:28

Ob Sie das nun wahrhaben wollen oder nicht: Der Sturz von Muammar al-Gaddafi war und ist ein Unglück für die libyschen Menschen, so wie nun Libyen dank Sarkozys, Camerons und Clintons Krieg sowie der Nato-Bombardements und des Geldes einiger arabischer Ölstaaten und der Untertützung dschihadistischer Gruppen zu einem gescheiterten Staat geworden ist. Und darunter leiden auch die libyschen Minderheiten wie die Berber, die Tibu und die Tuareg. Auch ihnen ging es unter Gaddafi mit Sicherheit bedeutend besser als heute.

Die Tuareg standen übrigens immer auf Gaddafis Seite und viele von ihnen dienten in der libyschen Armee, auch Tibu. Da sie schwarzhäutig sind, wurden sie 2011 als Söldner beschimpft, verfolgt und getötet.

Tatsache ist, dass Gaddafi alle Libyer als Araber betrachete. Andererseits waren die Berber der libyschen Regierung gegenüber nicht gerade loyal. Trotzdem wurde ab 2007 die Berberpolitik v.a. dank Saif al-Islams geändert, z.B. durften die Berber ihre Sprache sprechen und Berbernamen benutzen. Es gab in dem Jahr einen Amazir-Welt-Kongress in Tripolis. Gerade Saif al-Islam hat sich für die Berber stark gemacht: Er besuchte die Berberstädte und kündigte große infrastrukturelle Investitionen an. 2008 kam sogar Muammar Gaddafi zu Besuch in die Berber-Gebiete, um mit Vertretern der Stämme zu sprechen. Gaddafi soll gesagt haben: "Zu hause könnt ihr euch nennen wie ihr wollt, aber wenn ihr rausgeht, dann seid ihr ausschließlich Libyer." Allerdings konnte er seinen Argwohn nicht ablegen, dass die Berber mit den westlichen Geheimdiensten gemeinsame Sache machten - was sich ja auch als richtig erwies.

Soweit ich weiß, sind tatsächlich große Teile der ehemaligen Berberbevölkerung arabisiert, d.h. sie sind Moslems und sprechen die arabische Sprache und unterscheiden sich in Sitten und Gebräuchen kaum. Nichtsdestotrotz stehen ihnen meiner Meinung nach Minderheitenrechte zu.

Frage: Was würde die deutsche Regierung sagen, wenn z.B. die Bayern in der Schule auf bayrisch unterrichtet werden wollten, die Amtssprache bayrisch sein sollte und sie sich nicht mehr als Deutsche betrachteten? Oder was macht gerade die spanische Regierung (wie ich meine fälschlicher Weise) mit den Katalanen - wobei sie von der EU und Deutschland unterstützt wird?

Das ist aber noch gar nichts gegen das, was eine islamistische Regierung in Libyen mit den Minderheiten anstellen wird, falls sie wirklich die Kontrolle über das Land bekommen würde. Wo jetzt schon Sufi-Schreine geschändet und Gräber verwüstet wurden. Sind da Toleranz für Andersdenkende oder Andersgläubige oder Stämme mit eigenen Sitten und Gebräuchen zu erwarten?

Sie wissen doch auch, dass etwa eine Million Libyer am 17. Juni 2011 für Gaddafi in Tripolis marschierte! Und genauso wissen Sie, dass sich viele Libyer angesichts des libyschen Desasters Gaddafi und seine Segnungen zurückwünschen.

Viele, die damals Muammar Gaddafi kritisch gegenüberstanden, wissen heute, dass sein Sturz ein Fehler war. Saif al-Islam Gaddafi wollte sein Land erneuern und mordernisieren. Und er ist glaubwürdig, weil jeder weiß, dass er damals schon oftmals anderer Meinung als sein Vater war.

Übrigens schreibt jetzt sogar der österreichische Standard, dass der UN-Sondergesandte für Libyen, Salamé, betont habe , dass keine Gruppierung von diesem Prozess (Wahlen) ausgeschlossen werden darf. „Er hat dazu auch Kontakte mit Loyalisten des 2011 blutig gestürzten Gaddafi-Regimes aufgenommen. Viele leben auch heute noch im Exil in Tunesien und in Ägypten. [...] Vor allem unter den großen Stämmen sind Gaddafi-Anhänger immer noch stark verankert.“https://derstandard.at/2000076509080/Gaddafi-Sohn-meldet-sich-zurueck-auf-politischer-Buehne

Ich glaube, dass Saif al-Islam Gaddafi der beste Garant dafür ist, dass es in Libyen einen Schutz der Minderheiten gibt, innerhalb eines libyschen Nationalstaats. Oder was stellen sich die Berber vor, was wollen sie denn: einen eigenen Staat, aus dem die Araber vertrieben werden? Nicht wirklich, oder?

Wenn Sie es wirklich gut mit Libyen und seinen Menschen meinen, und zwar allen, egal welcher Stamm, dann söhnen Sie sich mit denen, die Sie jetzt noch als ihre Feinde betrachten, aus! Das ist der einzige Weg, der Libyen eine Zukunft als einem geeinten, starken und souveränen Land ermöglichen wird.

RE: Unten ohne | 28.03.2018 | 15:02

Ein Mann wie ein Baum. Man nannte ihn "Bonsai".

RE: Kandidatur Saif al-Islam Gaddafi: Presse-Echo | 24.03.2018 | 11:59

Zu Ihrem letzten Absatz: Ich persönlich würde das Wort "Rebellion" nicht benutzen, aber ich zitiere ZinhuaNet.

Wenn Saif al-Islam Gaddafi zur Anmeldung seiner Kandidatur nach Tripolis muss, ist das sicher eine lebensgefährliche Herausforderung. Grund zu Ihrer Häme ist es aber sicher nicht, sondern nur sehr traurig.

Ich glaube, dass Sie keine Ahnung haben, wie die Stimmung in den Ländern des sog. "arabischen Frühlings" wirklich ist. Eine Freundin berichtete mir vor kurzem, dass sich in Tunesien viele Menschen Ben Ali zurückwünschen, sogar solche, die gegen ihn demonstrierten. Vom Irak habe ich gelesen, dass dort sogar Schiiten das Leben unter Saddam Hussein (er war Sunnit) im Vergleich zu den heutigen Gegegebenheiten bevorzugen würden.

Und Libyen: Sie wissen doch, welche Privilegien das Volk unter Gaddafi genoss, von kostenloser Krankenversorgung bis freier Bildung. Das brauche ich nicht noch einmal alles zu wiederholen. Den Libyern ging es richtig gut und sicher waren sie in ihrem Land auch, auch die Frauen erfreuten sich für ein islamisches Land eines großen Freiheitsspielraums. Heute ist Libyen ein gefallener Staat und zwar durch Nato-Bomben!

Saif al-Islam hatte Kritik an seinem Vater und wollte etliches anders machen. Er wollte Libyen weiter öffnen, stärker demokratisieren und auch die Wirtschaft noch mehr liberalisieren. Muammar al-Gaddafi war 2011 beim Nato-Krieg 69 Jahre alt und zu dieser Zeit hatte Saif al-Islam bereits großen Einfluss auf die Politik. Warum hat man dem Land diese Chance nicht gegeben? Statt dessen wurde das Land zum failed state gebombt.

Auch ich sah vor 2011 Gaddafi kritisch. Er war ja kein Papst, also auch nicht unfehlbar. Doch hat er sein Land und die libysche Bevölkerung wirklich geliebt und beim Aufbau Libyens unglaubliche Leistungen vollbracht (z.B. Great Man River). Er hat auch versucht, die Libyer vor allzu viel neoliberaler Wirtschafts- und v.a. Sozialpolitik zu schützen.

Ganz bestimmt wollte aber so gut wie kein Libyer, bei aller Kritik an Gaddafi, dass die Nato das Land zusammenbombt, Islamisten die Macht im Land übernehmen und unter Marionetten des Westens und ihrer Verbündeter (Türkei, Katar etc). die Macht im Land übernehmen. Oder dass wieder ein Königreich installiert wird - oder das Land in drei Teile gespalten wird. Und dass ein Ausverkauf seiner unglaublich unfangreichen Ressourcen (Öl, Gas, Wasser, Gold etc.) stattfinden. Oder dass die Bevölkerung in Armut versinkt und Chaos versinkt.

Als die sog. 'Aufstände' anfingen und sofort in brutale Gewalt umschlugen, der CIA-General Haftar aus den USA eingeflogen wurde und Islamisten plötzlich in allen maßgeblichen Politgremien saßen und den Großteil der Kämpfer stellte, war jedem klar, was in Libyen ablief. Und es schlossen sich die Reihen, natürlich hinter Gaddafi.

Außerdem: Tony Blair wollte 2011 vermitteln, die Afrikanische Union wollte vermitteln, doch die USA und Frankreich lehnten alle Verhandlungen ab. Gaddafi war bereit, die Macht zu übergeben. Aber er musste nämlich nicht nur weg, er musste getötet werden. Da war schon Sarkozy vor, warum, weiß man heute ja genau.

Was schreiben Sie? Sai al-Gaddafi hat es "verkackt"? Weil er 2011 nicht seinen Vater und sein Land an ausländische Mächte verraten hat? Er hat mit seinem Verhalten damals den Grundstock dafür gelegt, dass er heute von den Libyern bewundert und geachtet wird!

RE: Saif al-Islam Gaddafi for President | 21.03.2018 | 18:53

Das ist wirklich dreist! Wollte man 2011 in Libyen nicht Demokratie herbeibomben? Aber dann wird von Wahlen abgeraten, die nicht das gewünschte Ergebnis bringen könnten...

Man darf gespannt sein, was 2018 für Libyen bringen wird!