Angelika Gutsche

Reisen führten Angelika Gutsche unter anderem auf den afrikanischen Kontinent und quer durch den Balkan. Viele Reportagen fanden Veröffentlichung.
Angelika Gutsche
RE: Feldmarschall Haftars Zukunftsvorstellungen | 22.06.2019 | 17:12

Das hoffe ich auch! Und dass die nächste Übergangsphase nicht wieder acht Jahre dauern wird...

RE: Türkei liefert Waffen an Extremisten | 22.05.2019 | 18:10

Das beschädigte Ventil für die Wasserleitung konnte nach zwei Tagen wieder in Betrieb genommen werden. Die libysche Armee (LNA) hat die Bewachung der Wasseranlage verstärkt. Es hatte ein Überfall von Bewaffneten stattgefunden, die mit der 'Einheitsregierung' in Verbindung stehen und die die Diensthabenden gezwungen haben, die Ventile zu schließen. Es wird niemand verdursten und schon gar nicht aus Schuld von der LNA.

http://www.addresslibya.com/en/archives/46223

RE: Türkei liefert Waffen an Extremisten | 21.05.2019 | 20:15

Das glauben Sie doch wohl selber nicht. Dass das die LNA gewesen sein soll, ist übelste Propaganda. Und von wegen: libysche Armee und Einheitsregierung. Das es ein wilder Milizen Haufen ist, der für die Einheitsregierung kämpft, weiss inzwischen wirklich jeder.

RE: Kein friedliches Ostern in Tripolis | 24.04.2019 | 11:47

Ich würde Nachrichten vom britischen Telegraph, noch dazu wenn "Defence and Security Correspondent" als Autoren angegeben werden, mit allergrößter Vorsicht lesen. Solche Nachrichten lanciert mit Sicherheit der britische Geheimdienst. Und wie man weiß, hat GB gerade beim UN-Sicherheitsrat auch einen Resolutionsentwurf eingebracht, der forderte, dass sich die libysche Armee unter Hafter zurückziehen soll. GB hat sich also eindeutig hinter der 'Einheitsregierung' von Sarradsch positioniert. Und dass Großbritannien Russland bzw. Putin alles nur irgend erdenklich Schlechte anhängenwill (man denke nur an Salisbury), auch wenn die Beweisführung hanebüchen ist, weiß man ja.

RE: Wahlen: Saif al-Islam Gaddafi tritt an | 23.04.2019 | 11:06

Das kann schon richtig sein. Was Hafter und Trummp in ihrem Telefongespräch vereinbart haben, das wäre interessant zu erfahren.

Ich hatte am 20.4. geschrieben: "Deutschland, das gerade den Vorsitz im UN-Sicherheitsrats hat, hatte für Donnerstag eine Dringlichkeitssitzung einberufen, nachdem der letzte Entwurf Großbritanniens zu Libyen von den drei afrikanischen Staaten im Sicherheitsrat - Äquatorialguinea, Elfenbeinküste und Südafrika – blockiert worden war.Gegen den nun vorgelegten Resolutionsentwurf widersetzten sich sowohl Russland als auch überraschender Weise die USA.Bereits am Montag hatte der US-amerikanische Präsident Trump mit General Hafter telefoniert und mit ihm über die „laufende Terrorismusbekämpfung“ gesprochen. In einer Erklärung des Weißen Hauses wurde General Hafter eine wichtige Rolle bei der Terrorismusbekämpfung und der Sicherung der Ölvorkommen Libyens zuerkannt. Beide sollen „eine gemeinsame Vision für den Übergang Libyens zu einem stabilen, demokratischen politischen System“ erörtert haben.Es wird vermutet, dass es in Washington verschiedene Vorstellungen über die Zukunft Libyens gibt, die nicht miteinander im Einklang sind. Es wird wohl darüber gestritten, welches Libyen-Szenario sich am günstigsten auf die USA auswirken könnte.Trump war bereits am 9. April mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi zusammengetroffen und gilt als strikter Gegner des politischen Islams. Weitere Beratungen des UN-Sicherheitsrats hinter verschlossenen Türen sollen folgen."https://www.freitag.de/autoren/gela/eu-und-moslembrueder-seit-an-seit

Interessant wird, was geschieht, wenn die libysche Armee tatsächlich Tripolis eingenommen hat. Ob Hafter versucht, die Macht an sich zu reißen und Wahlen immer wieder zu verschieben, oder ob doch Wahlen durchgeführt werden, an denen auch Saif al-Islam teilnehmen kann.

Die Städte und Stämme werden ihm sicher nicht folgen, wenn er versucht, Wahlen zu verhindern.

RE: Sieg der Armee in greifbarer Nähe | 14.04.2019 | 17:54

Die libysche Armee kann ja nicht wild draufhauen und durchbrechen, denn sie muss und will größtmögliche Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nehmen.

Und wie schon gesagt, zu den direkten militärischen Vorgängen kann und will ich mich nicht äußern.

Und Sie wissen ganz genau: Es geht nicht Stamm gegen Stamm, sondern es geht Armee gegen extremistische Milizen! Und gerade die haben sich die Europäer als Verbündete rausgesucht. Das macht fassunglos!

RE: Warum es ohne eine libysche Armee nicht geht | 13.04.2019 | 13:07

Es muss natürlich heißen: "Algerien und Sudan" (und nicht Tschad - obwohl, vielleicht auch bald)

RE: Warum es ohne eine libysche Armee nicht geht | 13.04.2019 | 11:17

Hafter ist eine schillernde Figur, über deren wahre Motive man rätseln darf, aber er ist auch schon 76 Jahre alt. Hoffnung: Diese alten Potentanten haben ausgedient, siehe Algerien und Tschad.

Momentan dürften in Libyen die Verhandlungsdrähte heißlaufen. Wie immer in Libyen ist kaum zu durchblicken, was im Hintergrund passiert. Ich gehe davon aus, dass ohne die Ältestenräte der Stämme und Städte nichts läuft und dass sich die große Mehrzahl der Libyer schon klar darüber ist, dass es für das Land nur aufwärts gehen kann, wenn man erst einmal an einem Strang zieht.

Die tatsächlichen Verhältnisse im Land müssen dann Wahlen aufzeigen.

RE: Warum es ohne eine libysche Armee nicht geht | 12.04.2019 | 18:08

As-Safi ist mit Hafter nicht zu vergleichen. Hafter setzte sich bereits 1987 in die USA ab und war 2011 am Sturz Gaddafis beteiligt.

Ich denke, die Stämme und Städte und mit ihnen auch die Dschamahirija sind gut organisiert und handeln geplant. Die Aussagen von as-Safi stellen sicherlich keine Einzelmeinung dar. Ihr wichtigstes Ziel ist es, Libyen wieder zu vereinen und eine Aussöhnung zu erreichen, damit Libyen als Staatsgebilde wieder funktionsfähig wird. So wie die Lage jetzt in Libyen ist - mit den vielen Waffen im Umlauf und den ganzen gewalttätigen Milizen und einer von außen aufgezwungenen 'Einheitsregierung' - ist dieses Ziel ohne Armee nicht zu erreichen.