Bewaffneter Widerstand und brennende Reifen

Libyen. Die Situation im Land verschärft sich. Das totale Versagen der 'Abu-Sita-Einheitsregierung' unter Sarradsch.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

JamahirijaNewsAgency: Erklärung von Achmed Gaddaf Addam
Nach der Überprüfung der Ereignisse im nationalen Umfeld möchte ich niemanden mehr die Hand reichen, entziehe ich mich denen, die die Nation und die Regionen zerstört und unsere standhafte Stadt Sirte den verlogenen Hunden als Beute überlassen haben. Ich lehne ihre Verbrechen, begangen unter dem Deckmantel der nationalen Versöhnung, ab.
Statt falscher Versöhnung und falscher Kompromisse heißt es jetzt Widerstand leisten, mit Gewalt, mit Gewehren und mit Kugeln.
Was heimlich in Sirte vor sich geht und was diese Woche bei dem heimtückischen Massaker an den entlassenen Gefangenen geschah, macht Versöhnung unmöglich. Heute haben die terroristischen Milizen, die das Land kontrollieren, jede gute Friedensinitiative zerstört. Ich schließe mich jetzt dem bewaffneten Widerstand an, der für das libysche Volk die einzige Möglichkeit ist, die Nation vor Terrorismus und terroristischen Milizen zu retten.

---

In der zweiten Nacht in Folge eskalieren in Tripolis die Proteste gegen die andauernden Stromausfälle. Seit es in einigen Stadtteilen bei Temperaturen über 44° C nur noch eine Stunde Strom am Tag gibt, brennen auch Autoreifen. Es kommt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Demonstranten machen die ‚Abu-Sita-Einheitsregierung‘ für das Chaos in Libyen verantwortlich. Das Elektrizitätswerk sieht keine Möglichkeit, etwas gegen die Stromausfälle zu unternehmen, und befürchtet den totalen Zusammenbruch des Stromnetzes.

Bravo Herr Kobler, bravo internationale Gemeinschaft, bravo Vereinte Nationen, bravo EU!

22:34 16.06.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Angelika Gutsche

Reisen führten Angelika Gutsche unter anderem auf den afrikanischen Kontinent und quer durch den Balkan. Viele Reportagen fanden Veröffentlichung.
Angelika Gutsche

Kommentare