GeniusIsBornNotPaid

Studium der Religionswissenschaften und Germanistik an der Goethe Universität Frankfurt; Ehrenamtlich aktiv im interreligiösen Dialog.
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RE: Wir reden mit den falschen! | 06.03.2013 | 00:46

ich meld mich mal kurz mit einem zufällig entdeckten artikel von kübra gümüsay http://www.taz.de/!93702/

;-)

RE: Wir reden mit den falschen! | 02.03.2013 | 17:07

Danke :-) Auch an @JR's China Blog

Freue mich ebenfalls...:)

RE: Wir reden mit den falschen! | 02.03.2013 | 00:19

aber immer ein bad man ;-) spaß, ja klar..gerne

RE: Wir reden mit den falschen! | 01.03.2013 | 23:43

danke für den hinweis..sicher ist das machbar...müsste dazu einen neuen blogartikel verfassen und bräuchte ein konkretes thema..religion an sich ist etwas wage...momentan schreibe ich aber an meiner abschlussarbeit die im in zwei wochen abgeben muss ;-)

RE: Wir reden mit den falschen! | 01.03.2013 | 23:37

wenn Sie mit geistige entwicklung ohne spiritualität ein vernunftorientiertes leben meinen, selbstverständlich, ja. doch für die etablierung eines inneren und äußeren friedens im menschen, der nicht durch die befriedigung materieller/körperliche bedürfnisse erreicht werden kann, ist der spirituelle aspekt nicht zu vernachlässigen. vielleicht fehlt dem geist ohne die spiritualität auch der antrieb, da alles durch die kurzlebigkeit gleichsam indifferent wird (postmoderne)

zu der zweiten frage: ich finde, dass nicht-monotheistischen religionen in vielerlei hinsicht oft nicht mit der vernunft zu vereinbaren sind ( statuen-kult, aberglaube), wodurch ggf eine verflachung der geistigen entwicklung eintreten kann und die religion instrumentalisiert wird. ansonsten kann ich diesbezüglich nicht viel sagen...spiritualität durch ethisches handeln sicher, aber ich ob es eine lebendige beziehung zum schöpfer gibt, ist meines erachtens fraglich bzw. gott selbst überlassen...

RE: Wir reden mit den falschen! | 01.03.2013 | 16:43

Es tut mir Leid, Ihre Frage ist vmtl unter der Flut an Kommentaren ein wenig untergegangen... Ich finde insbesondere wenn man sich den heutigen Zustand in der sogenannten islamischen Welt ansieht, erkennt man einen geistigen Stillstand (mit ggf leichten Tendenzen des Aufbruchs). Buchstabengläubigkeit, erstarrte Moralvorstellungen, das Anhaften an sinnlosen Traditionen haben eine innere Blockade geschaffen. Dass die Muslime sich in diese Richtung entwickeln würden, hat der Prophet Muhammad s bereits vorrausgesagt:

“Es wird eine Zeit kommen in der nichts vom Islam übrig bleibt außer der Name und vom Heiligen Qur'an wird nichts übrig bleiben außer die Worte. Ihre Moscheen werden überfüllt sein, doch es findet sich keine Rechtleitung darin. Ihre Gelehrten werden die schlimmsten Kreaturen unter dem Himmelszelt sein. Fitna wird von ihnen ausgehen und zu ihnen zurückkehren.” (Hadith, Vgl. Mishkat, Kitabul Ilm)

Im Koran heißt es, Gott sendet seinen Zorn über jene die ihre Vernunft nicht gebrauchen mögen (10:100) meine spezifische Glaubensgemeinschaft betont die Vernunft und zugleich den Aspekt der Spiritualität/ Beziehung zu Gott. Es entspricht dabei Gottes Barmherzigkeit, dass er immer wieder neue Reformer bringt, die den Menschen dazu verhelfen diese geistige Entwicklung zu gehen.Die meisten orthodoxen Muslime glauben, dass es keine (Schatten-)Propheten mehr geben wird, aber zugleich, dass Jesus selbst als Messias wiederkommen wird (da viele Überlieferungen diesbezüglich vorhanden sind). Ich und meine Gemeinschaft glauben, dass Jesus nicht körperlich zurückkehrt (widerspricht der Vernunft), sondern dass eine andere Person mit ähnlichen Charaktereigenschaften und Aufgaben erscheint. Dieser ist unseres Erachtens bereits erschienen, doch die Menschen selbst sind es, die durch sein Handeln und Sprechen inspiriert, eigenständig eine geistige Revolution von innen beginnen und damit einen inneren und äußerlichen Frieden auf der Welt etablieren. Viele Muslime gehen aber davon aus, dass die Veränderung von heute auf morgen nach eben jener Rückkehr Jesus geschieht, wodurch die eigene Verantwortung (aktiv etwas zu tun) auf Gott geschoben wird.

Daher haben wir an zwei Fronten mit Widerstand zu kämpfen: in vielen muslimischen Ländern als ungläubig bezeichnet, da wir zu liberal sind und in vielen nicht-muslimischen Ländern als Bedrohung, da wir zu konservativ seien ;-)

RE: Wir reden mit den falschen! | 01.03.2013 | 00:56

wie gesagt, hölle ist ein geistiger zustand, ein zustand des sich bewusst werdens der eigenen fehler, uneinsichtigkeit und mangelnden nähe zu gott. aber generell verstehe ich was Sie meinen.

aber generell glaube ich zB nicht das nur muslime ins paradies kommen vgl. "Wahrlich, die Gläubigen und die Juden und die Christen und die Sabäer – wer immer (unter diesen) wahrhaft an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und gute Werke tut –, sie sollen ihren Lohn empfangen von ihrem Herrn, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern." (Sura 2:62, 63)

RE: Wir reden mit den falschen! | 01.03.2013 | 00:51

;-) ja berechtigter einwand. doch da der mensch frei erschaffen wurde und im grunde genommen für sein handeln und damit glück in gewisser weise selbst verantwortlich ist, wäre es ungerecht wenn alle gebete erhört würden. würde sich eine gesellschaft weiterentwickeln, wenn jedes Gebet sofort erhört werden würde? Wo wäre die Verantwortung im Handeln? Wo wäre der eigene Verdienst? Im koran wird diesbezüglich gesagt, dass der mensch immer dann an gott denkt und zu ihm betet wenn er in schwierigkeiten steckt, aber ansonsten ihn schnell wieder vergisst und undankbar ist. das heißt es geht um eine kosequente lebendige beziehung zu gott. andererseits heißt es auch, dass gott den menschen prüft, damit dieser sich spirituell weiterentwickeln kann..aber das ist vmtl zu theologisch hier...

RE: Wir reden mit den falschen! | 01.03.2013 | 00:40

Sicher haben Sie damit Recht..Aber da ist auch eine Form von Uneigenützigkeit im Handeln und ein Ur-Vertrauen zu Gott, welche ich so nie entwickelt hätte (nehme ich an): das es mir egal ist was ich zurück bekomme, bzw. etwas nicht deswegen tue, weil ich es von meinem Gegenüber erwarte, sondern um die Liebe Gottes zu erlangen. Das ist teilweise extrem schwer, aber wenn man soweit ist ( und es ist es immer wieder anstrengend) erlangt man einen inneren Frieden, man ist unabhängig von dem was andere tun und sagen, aber ihnen gegenüber nicht gleichgültig....irgendwie ein wenig schwer zu erklären. aber generell ist alles auch ohne kopftuch möglich, ich finde jedoch, das Kopftuch macht es einfacher. ganz pragmatisch gedacht...und ich sehe es als eines von vielen religiösen geboten, die mich bereichern

RE: Wir reden mit den falschen! | 28.02.2013 | 23:38

es geht ja auch um bescheidenheit, demut und den glauben an gott. eine art liebesbeweis ( ähnlich wie wenn ein Christ ein Kreuz um den Hals trägt) ich bin realistisch; in dieser oberflächlichen gesellschaft passiert es doch leicht, dass der mensch bequem wird, aufhört an sich und seiner spiritualität und persönlichen moralischen weiterentwicklung zu arbeiten. das passiert nicht sofort, aber schritt für schritt, langsam. habe das übrigens bei mädels beobachtet, die aufgehört haben das kopftuch zu tragen..