In der Besenkammer

Auswärtiges Amt Vor 60 Jahren legte sich auch die Bundesrepublik ein Außenministerium zu. Doch zunächst fristete es ein Schattendasein als Politikfiliale des Kanzlers Adenauer
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Die Erinnerung an den 15. März 1951, als in Bonn wieder ein Auswärtiges Amt (AA) errichtet wurde, dürfte aus zwei Gründen kein Anlass übertriebener Feierlichkeiten sein. Dass es seinerzeit keine Stunde Null gab, ist jüngst in einer offiziösen Veröffentlichung über das Verhalten dieser Behörde zwischen 1933 und 1945 dokumentiert worden. Nicht an der Spitze, aber auf wichtigen Posten bestand personelle Kontinuität.

Zum zweiten war dieser 15. März auch deshalb kein besonderer Tag, weil bei Licht besehen das Auswärtige Amt nur formal als eigenständiges Ministerium neu entstanden ist. Es sollte lange nur eine Art Besenkammer des Kanzleramtes sein. Konrad Adenauer wurde denn auch gleich Außenminister. Die Bundesrepublik st