Mann im Beiwagen

Porträt Jörg Meuthen ist als Ko-Vorsitzender liberal-konservatives Alibi einer immer weiter nach rechts rückenden AfD
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 16/2016

Als im Juli 2015 der Gründer und Vorsitzende der „Alternative für Deutschland“, Bernd Lucke, auf einem Parteitag in Essen gestürzt wurde und anschließend die AfD verließ, hätte angenommen werden können, dass sein Gefolgsmann Jörg Meuthen, bislang vor allem auf regionaler Ebene in Baden-Württemberg aktiv, ihm folgen werde. Beide stimmen in ihren marktliberalen Auffassungen überein, Rechtsextreme sind sie nicht.

Das Gegenteil des zu Erwartenden geschah: Auf demselben Parteitag, mit dem sich die AfD Luckes entledigte, stieg Meuthen zu einem ihrer beiden Sprecher – neben Frauke Petry – auf. Manche werden annehmen, er habe sich dazu hergegeben, um das Schlimmste zu verhindern und den Pegida-Flügel zu bremsen. Der konn