Georg5

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RE: Opel killt Euro | 13.09.2009 | 16:05

Endlich ein Hinweis darauf, dass eine angebotsorientierte Wirtschaftpolitik in die Irre läuft. Es ist sinnlos, immer mehr Autos in den Markt drücken zu wollen, solange sie gar nicht nachgefragt werden können. Die Bürger brauchen zuerst mehr Geld, dann können sie entscheiden, ob sie einen Kühlschrank, ein Auto oder Klavierunterricht brauchen und dann das entsprechende nachfragen.

RE: Rot-rote Reformen für die "gute Gesellschaft" | 24.04.2009 | 16:13

Es ist geradezu unfassbar, wie Angehörige einer Partei, die konsequent von unten nach oben umverteilt hat, und das weit vor der Krise, die soziale Sicherungssysteme abgebaut hat, die durch die Aufforderung, selbst für das Alter vorzusorgen dem Markt Geld entzogen hat, wie diese Leute heute immer noch im gewohnten Befehlston daherkommen: "es muss", "zugleich muss" , "muss ein Riegel vorgeschoben werden"etc.
Nein, ihr habt uns nichts mehr zu befehlen. Ihr habt nicht mehr das Recht, der Welt vorzuschreiben, wie sie leben soll. Das habt ihr verwirkt. Wir wollen uns von Grund auf und ab heute auf unsere eigenen Ziele verständigen und diese in großen Netzwerken umsetzen, immer im Respekt vor anderen Netzwerken, die ihre eigenen Ziele formulieren.

RE: Rot-rote Reformen für die "gute Gesellschaft" | 24.04.2009 | 16:00

Streifzug hat völlig recht.
Das SPD kann man nicht trauen.
Sie müssten erst alle Schröder-Handlanger austauschen.

RE: Kommunismus statt Weltuntergangsprophetien | 09.03.2009 | 15:02

Der liberale Ansatz "es gibt keine Gesellschaft" wurde durch Öffnung verwirklicht.
Aus der Sicht der Liberalen war es ein genialer Schachzug, alle Grenzen für Waren, Geld, teilweise auch für Arbeit abzuschaffen. Dem Sozialdumping sind damit Tür und Tor geöffnet. Dem Steuerhinterzug ebenfalls. Dem kommt keine Gewerkschaft mehr bei. Aber sie hätte das voraussehen müssen und hat (trotz Warnungen von Lafontaine) ihre Mitglieder nie davor gewarnt.
Umverteilung ist vermutlich nur in einem kreislaufartig geschlossenen System möglich. Alles andere fördert Raubbau und Abziehen der Gewinne.

RE: Logik des Gabentauschs | 25.02.2009 | 15:07

Du setzt die totale Individualisierung voraus.
Leben in Kommunen bzw. Familien sieht aber anders aus: ein Teil der Mitglieder macht Erwerbsarbeit, zahlt Steuern, bekommt Steuerabzüge für alle, die er mitversorgt, egal ob das die Oma, der Minderjährige, der geringverdienende Künstler oder der Langzeitarbeitslose ist. Wie die Gruppe das dann unter sich regelt, also, wer den Müll wegbringt, bleibt den Mitgliedern selbst überlassen.
Dass Abhängigkeiten entstehen lässt sich nicht leugnen, aber die entstehen auch bei jahrelanger Zugehörigkeit zu ein und derselben Firma.
Funktioniert jedoch nur bei langfristigen, also nachhaltigen Bindungen. Ist kein gangbarer Weg für Beziehungshopper. Darauf hat schon Rene hingewiesen.
Es ist allerdings notwendig, dass wir darüber nachdenken, denn die vielgepriesene Erwerbsarbeit reicht nur dann für alle, wenn jeder eine Prämie dafür bezahlt, dass die hergestellten Produkte so schnell wie möglich wieder zerstört bzw. verschrottet werden.

RE: Auf der Suche nach dem Schuldigen | 09.02.2009 | 19:21

Ein Tribunal ist gar nicht nötig. Es würde reichen, wenn der geneigte Wähler diejenigen unterstützen würde, die schon lange vor dem Raubtierkapitalismus als System warnen, die die Deregulierung der Finanzmärkte verhindern wollten und die gegen HartzIV waren etc., auch wenn dabei Zugeständnisse gemacht werden müssten.
Da dachten viele allzulange: wird schon gutgehen.